Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und ihre Erben, verkauft dem Konrad Strippenberger den Schafhof zu Oberwesel (Wesel), angrenzend an Güter des Peter Funck und des Pfalzgrafen, um 54 1/2 Gulden als erbliches Eigengut mit der Bewandtnis, dass der Käufer jährlich zu Weihnachten 3 Gulden an den Zollschreiber zu Kaub zinsen soll. Strippenberger hat seinen Wiesengarten "uff der Hewiesen", angrenzend an Konrad Hepp (Heppen Cuncze), Emmerich Muele und den Dorfgraben, sowie den erworbenen Schafhof zum Unterpfand gesetzt. Bei Zinsversäumnis mag der Pfalzgraf die Güter pfänden, bei mangelnder Instandhaltung des Schafhofes und der Unterpfande beides in Besitz nehmen. Der Käufer kann die jährliche Gülte von 3 Gulden durch eine Zahlung von 50 Gulden dauerhaft ablösen.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und ihre Erben, verkauft dem Konrad Strippenberger den Schafhof zu Oberwesel (Wesel), angrenzend an Güter des Peter Funck und des Pfalzgrafen, um 54 1/2 Gulden als erbliches Eigengut mit der Bewandtnis, dass der Käufer jährlich zu Weihnachten 3 Gulden an den Zollschreiber zu Kaub zinsen soll. Strippenberger hat seinen Wiesengarten "uff der Hewiesen", angrenzend an Konrad Hepp (Heppen Cuncze), Emmerich Muele und den Dorfgraben, sowie den erworbenen Schafhof zum Unterpfand gesetzt. Bei Zinsversäumnis mag der Pfalzgraf die Güter pfänden, bei mangelnder Instandhaltung des Schafhofes und der Unterpfande beides in Besitz nehmen. Der Käufer kann die jährliche Gülte von 3 Gulden durch eine Zahlung von 50 Gulden dauerhaft ablösen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 812, 221
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1474 Juli 24 (off sondag nach sant Marien Magdalenen tag)
fol. 209v-210r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (Sekretsiegel)
Kopfregest: "Als Concze Strippenberger der hoff zue Wesel zu kauff geben ist".
Funck, Peter; Grundbesitzer zu Oberwesel, erw. 1474
Hepp, Konrad; Grundbesitzer zu Oberwesel, erw. 1474
Muele, Emmerich; Grundbesitzer zu Oberwesel, erw. 1474
Strippenberger, Konrad (Contz); Erbbeständer zu Oberwesel, erw. 1474
Kaub EMS
Oberwesel SIM
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:01 MESZ
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