Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und aus ordentlicher Obrigkeit der Hildegard von Remchingen, Tochter seines Getreuen Erhard von Remchingen (+), den Hans Kranich, Domherr zu Speyer, und Philipp von Leyen zu Vormunden gesetzt hat. Beide sollen Hab und Gut der Tochter in Sorge und Verwahrung haben und ein Inventar anfertigen. Die Einnahmen und Ausgaben sollen sie treu zu ihrem besten Nutzen versehen und jederzeit darüber vor dem Pfalzgrafen oder seinen Räten Rechnung ablegen. Die Vormunde haben die Versehung der Vormundschaft gemäß dieser Artikel gelobt und geschworen.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und aus ordentlicher Obrigkeit der Hildegard von Remchingen, Tochter seines Getreuen Erhard von Remchingen (+), den Hans Kranich, Domherr zu Speyer, und Philipp von Leyen zu Vormunden gesetzt hat. Beide sollen Hab und Gut der Tochter in Sorge und Verwahrung haben und ein Inventar anfertigen. Die Einnahmen und Ausgaben sollen sie treu zu ihrem besten Nutzen versehen und jederzeit darüber vor dem Pfalzgrafen oder seinen Räten Rechnung ablegen. Die Vormunde haben die Versehung der Vormundschaft gemäß dieser Artikel gelobt und geschworen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 571
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1499 Januar 12 (uff samßtag nach Erhardi)
fol. 404v [alt: 348v]
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Unvollständige Abschrift; Notiz, dass die Urkunde in gleicher Form wie die darüber stehende (Nr. 570) ausgefertigt wurde.
Kranich von Kirchheim, Johann; Domherr zu Speyer, ca. 1455-1534
Leyen, Philipp von; erw. 1488
Remchingen, Erhard von; ux. Margarethe Kranich, erw. 1466, 1488 tot
Remchingen, Hildegard von; erw. 1497
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:01 MESZ
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