013 Zeitungen
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Tektonik
Stadtarchiv Jülich (Archivtektonik) >> Archivgut nichtamtlicher Herkunft
Tektonikbeschreibung: Das Stadtarchiv Jülich besitzt einen umfangreichen Bestand an örtlichen Tageszeitungen. Die ältesten Zeitungen des Bestands stammen aus dem Jahr 1823, in dem das „Kreis Jülicher Korrespondenzblatt“ begründet wurde. Die Lokalzeitungen erschienen zunächst einmal wöchentlich, ab 1849 dann häufig Mittwoch und samstags. Erst ab 1915 erscheinen die Lokalzeitungen täglich. Ihr Verbreitungsgebiet umfasste immer den Kreis Jülich. Der Zeitungsbestand des Stadtarchivs Jülich ist als sehr umfangreich anzusehen. Allerdings bestehen immer noch einige Lücken, die teilweise durch Mikroverfilmung und anschließende Digitalisierung der Bestände des Stadtarchivs Linnich ergänzt werden konnten.1 Während der Bestand des Stadtarchivs bei den frühen Zeitungsausgaben ab 1823 bis etwa zur Jahrhundertwende nur wenige Lücken aufweist, sind Zeitungen der Jahre 1903 bis 1926 nur in geringerem Umfang vorhanden. Für die Jahre 1927 bis 1942 weist der Zeitungsbestand immer wieder einzelne Lücken auf. Das seit 1933 erscheinende NSDAP-Blatt „Westdeutscher Beobachter“ mit seiner Jülicher Lokalausgabe ist im Stadtarchiv Jülich nur in einzelnen Ausgaben vorhanden. Mit der Bombardierung der Stadt 1944 kommt die Zeitungsproduktion zum Erliegen. Für die Jahre 1945-1974 liegen im Stadtarchiv keine nennenswerten Zeitungsbände vor. Ein kontinuierlicher Zeitungsbestand setzt erst 1974 wieder ein. Für die Jahre 1950 bis 1973 dienen Digitalisate aus dem Stadtarchiv Linnich als Ersatz. Übersicht über den Erscheinungsverlauf der einzelnen Tageszeitungen: Kreis Jülicher Korrespondenzblatt (Nr. 1)1823-1827 Kreis Jülicher Verwaltungsblatt (Nr. 2)1827-1832 Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt (Nr. 3)1832-1848 Kreis Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt (Nr. 3)1849-1852 Jülicher Kreis- Correspondenz- und Wochenblatt (Nr. 3)1852-1869 Kreis Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt (Nr. 4)1869-1908 Jülicher Kreisblatt (Nr. 9)1908-1944 Jülicher Volkszeitung (Nr. 11)1950-1996 Jülicher Zeitung (Nr. 11)ab 1996 Jülicher Handels u. Anzeigenblatt (Nr. 5)1870 Jülicher Kreis- Handels und Anzeigenblatt (Nr. 5)1870-1873 Roer-Zeitung (Nr. 6)1874-1894 Rur-Zeitung (Nr. 6)1894-1912 (?) Jülicher Zeitung (Nr. 7)1890-1910 Westdeutscher Beobachter, Lokalteil Jülich (Nr. 8)1931-1944 Jülicher Kreisanzeiger (Nr. 10)1946-1951 Jülicher Nachrichten (Nr. 12)1950-heute Nicht alle Zeitungen sind bereits mikroverfilmt und anschließend digitalisiert. So ist z.B. die Roer- bzw. Rur Zeitung bislang nur im Original einsehbar. Zudem wurde für die Zeit ab 1974 jeweils nur eine Ausgabe der beiden Lokalzeitungen digitalisiert.2 Insgesamt wurde die Digitalisierung der Bände nur bis zum Jahr 1999 durchgeführt. Eine Digitalisierung der noch fehlenden Bände wird für die kommenden Jahre angestrebt. 1 Zu den Zeitungsbeständen im Stadtarchiv Linnich s. Portal Archive in Nordrhein-Westfalen (www.archive.nrw.de; 7.2.2019), der Bereich „Zeitungen“ im das Stadtarchiv Linnich betreffenden Eintrag. Außerdem Kurt H. Ludwigs, Der Aufbau des Stadtarchivs Linnich, in: Beiträge zur Jülicher Geschichte Bd. 44, 1977, S. 87-92, bes. S. 91f. 2 Jülicher Nachrichten: 1974-1980, 1982-1989, Jülicher Volkszeitung (Jülicher Zeitung): 1975-1976, 1981, 1989-1999, jeweils nur der Lokalteil.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ