Karten Dessau (Bestand)
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Slg. 19 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 12. Sammlungen >> 12.01. Archivische Sammlungen >> Slg. 17-26 Kartensammlungen der Abteilung Dessau
1614, 1622 - 1912, 1927 - 1933
Findhilfsmittel: Findbuch 1935, Überarbeitung 2014 (online recherchierbar)
Bestandsinformationen: Im Anhaltischen Staatsarchiv Zerbst waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa 200 bis 300 unerschlossene Karten überliefert. Darüber hinaus existierten bei den anhaltischen Vermessungs- und Forstbehörden, insbesondere der Finanzdirektion, den Bauverwaltungen, der Hofkammmer, der Regierung und dem Staatsministerium zahlreiche weitere Karten, die für laufende Verwaltungsaufgaben nicht mehr benötigt worden sind und die an das Anhaltische Staatsarchiv Zerbst abgegeben werden sollten. Um die historischen Karten der Forschung zugänglich machen zu können, veranlasste das Staatsministerium im Jahr 1929 die zeitweilige Abordnung des Vermessungsrats Ernst Müller an das Staatsarchiv zur Ordnung und Verzeichnung der unerschlossenen Karten.
Müller, der seine Arbeiten im Dezember 1929 begann, bildete entsprechend der administrativ-territorialen Einteilung Anhalts in die Kreise Ballenstedt, Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst fünf Kartenbestände. Außerdem hatte er geplant, die Karten, die ganz Anhalt oder große Teile von Anhalt sowie fremde Territorien darstellten, in zwei weiteren Beständen zusammenzufassen. Letzteres konnte er jedoch nicht realisieren.
Innerhalb der o.g. Bestände reihte er die Karten alphabetisch nach dem Ortsnamen und Alter. Für jeden Bestand legte Müller ein Findbuch mit sehr detaillierten Verzeichnungsangaben an.
Zunächst bearbeitete er den vorliegenden Bestand "Karten Dessau". Dem entstandenen Findbuch fügte er einen umfangreichen Einleitungs- und Registerteil bei, der u.a. aus einem Stichwortverzeichnis, einem alphabetischen Namensregister der Verfertiger und Übersichten, in denen die Karten nach Alter, Provenienz und Inhalt geordnet sind, besteht.
Im Bestand sind hauptsächlich Forst- und Feldmarkskarten überliefert, die bis in das 17. Jahrhundert zurückgehen und überwiegend zum Nachweis von landesherrlichen Besitzverhältnissen entstanden sind.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde aus Sicherheitsgründen ein großer Teil der Kartenbestände, darunter auch der Bestand "Karten Dessau", aus dem Anhaltischen Staatsarchiv an andere Orte ausgelagert, der nach Kriegsende in die damalige Sowjetunion verbracht und im September 1959 an das Landesarchiv Oranienbaum als Nachfolgeeinrichtung des Anhaltischen Staatsarchivs zurückgegeben worden ist.
Zahlreiche Karten verblieben jedoch im Archivgebäude Schloss Zerbst und sind in den letzten Kriegstagen der Vernichtung anheim gefallen.
Im Jahr 2014 erfolgte eine Neugliederung des Bestandes und Überarbeitung des Findbuchs von 1935.
Enthaltene Karten: 490
Enthaltene Fotos: 2
Bestandsinformationen: Im Anhaltischen Staatsarchiv Zerbst waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa 200 bis 300 unerschlossene Karten überliefert. Darüber hinaus existierten bei den anhaltischen Vermessungs- und Forstbehörden, insbesondere der Finanzdirektion, den Bauverwaltungen, der Hofkammmer, der Regierung und dem Staatsministerium zahlreiche weitere Karten, die für laufende Verwaltungsaufgaben nicht mehr benötigt worden sind und die an das Anhaltische Staatsarchiv Zerbst abgegeben werden sollten. Um die historischen Karten der Forschung zugänglich machen zu können, veranlasste das Staatsministerium im Jahr 1929 die zeitweilige Abordnung des Vermessungsrats Ernst Müller an das Staatsarchiv zur Ordnung und Verzeichnung der unerschlossenen Karten.
Müller, der seine Arbeiten im Dezember 1929 begann, bildete entsprechend der administrativ-territorialen Einteilung Anhalts in die Kreise Ballenstedt, Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst fünf Kartenbestände. Außerdem hatte er geplant, die Karten, die ganz Anhalt oder große Teile von Anhalt sowie fremde Territorien darstellten, in zwei weiteren Beständen zusammenzufassen. Letzteres konnte er jedoch nicht realisieren.
Innerhalb der o.g. Bestände reihte er die Karten alphabetisch nach dem Ortsnamen und Alter. Für jeden Bestand legte Müller ein Findbuch mit sehr detaillierten Verzeichnungsangaben an.
Zunächst bearbeitete er den vorliegenden Bestand "Karten Dessau". Dem entstandenen Findbuch fügte er einen umfangreichen Einleitungs- und Registerteil bei, der u.a. aus einem Stichwortverzeichnis, einem alphabetischen Namensregister der Verfertiger und Übersichten, in denen die Karten nach Alter, Provenienz und Inhalt geordnet sind, besteht.
Im Bestand sind hauptsächlich Forst- und Feldmarkskarten überliefert, die bis in das 17. Jahrhundert zurückgehen und überwiegend zum Nachweis von landesherrlichen Besitzverhältnissen entstanden sind.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde aus Sicherheitsgründen ein großer Teil der Kartenbestände, darunter auch der Bestand "Karten Dessau", aus dem Anhaltischen Staatsarchiv an andere Orte ausgelagert, der nach Kriegsende in die damalige Sowjetunion verbracht und im September 1959 an das Landesarchiv Oranienbaum als Nachfolgeeinrichtung des Anhaltischen Staatsarchivs zurückgegeben worden ist.
Zahlreiche Karten verblieben jedoch im Archivgebäude Schloss Zerbst und sind in den letzten Kriegstagen der Vernichtung anheim gefallen.
Im Jahr 2014 erfolgte eine Neugliederung des Bestandes und Überarbeitung des Findbuchs von 1935.
Enthaltene Karten: 490
Enthaltene Fotos: 2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST