von Gemmingen-Hornberg: Gutsarchiv Beihingen, Akten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 91 b II
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Weltliche Herrschaften >> Sonstige weltliche Herrschaften
1515-1919
Überlieferungsgeschichte
Beihingen und seine Ortsherrschaft waren bis ins 19. Jahrhundert in zwei Hälften geteilt. Der kleinere Teil des Orts war württembergisches Lehen der Nothaft, der Herren von Stammheim und seit 1592 der Schertel von Burtenbach, die es 1782 an den Herzog von Württemberg veräußerten. Der größere Teil des Orts mit Fronhof und Pfarrsatz gelangte 1504 mit der Grafschaft Löwenstein in württembergischen Besitz, das ihn als Lehen an verschiedene Adelsfamilien ausgab. Letzte Besitzer waren die Freiherren von Gemmingen-Hornberg, die das auf Schloss Beihingen befindliche Gutsarchiv 1963 unter Eigentumsvorbehalt im Staatsarchiv Ludwigsburg hinterlegten.
Inhalt und Bewertung
Das Archiv enthält neben Urkunden, Akten und Amtsbüchern über Beihingen auch Unterlagen über verschiedene andere gemmingensche Besitzungen, u. a. in Buttenhausen, Daudenzell, Heutingsheim, Ingenheim, Ittlingen, Kochendorf, Michelfeld, Rappenhau, Treschklingen und in Rheinhessen. Im Zuge der Neuverzeichnung des Gutsarchivs wurden drei Teilbestände (Urkunden, Akten, Bände) gebildet. Der vorliegende Bestand enthält die Aktenüberlieferung des Archivs.
Vorbemerkung: Zur Geschichte der Herrschaft Beihingen und ihres Archivs wird auf die ausführliche Vorbemerkung in B 91 b I (Urkunden) verwiesen. Der vorliegende Bestand erfasst die reichhaltige Aktenüberlieferung, soweit sie aus dem von Brand- und Wasserschäden stark beeinträchtigten Gutsarchiv noch gerettet werden konnte. Mitaufgenommen wurden auch solche Archivalien, deren Erhaltungszustand eine Benützung vorerst ausschließt und die zunächst einer eingehenden Restaurierung bedürfen. Der gänzlich ungeordnet übernommene Bestand wurde von Juli 1967 bis Mai 1968 von dem Staatsarchivreferendar bzw. wissenschaftlichen Angestellten Wolfgang Burr verzeichnet und gegliedert. Teilweise mussten die einzelnen Faszikel blattweise rekonstruiert bzw. neu gebildet werden. Die Gliederung des Bestandes erfolgte induktiv nach Maßgabe der noch vorhandenen Akten; sie beruht nicht auf der älteren, 1842 geschaffenen Registratureinteilung, da deren Systematik den Zwecken eines Archivfindbuchs entgegenstand und auch nurmehr in bescheidenem Umfang hätte ausgeschöpft werden können. Die auf dieser älteren Registraturgliederung beruhenden Signaturen sind, soweit erhalten, bei den einzelnen Faszikeln ausgewiesen. Der Bestand umfasst 662 Büschel. Ludwigsburg, Juni 1968 Gez. Dr. A. Seiler
Beihingen und seine Ortsherrschaft waren bis ins 19. Jahrhundert in zwei Hälften geteilt. Der kleinere Teil des Orts war württembergisches Lehen der Nothaft, der Herren von Stammheim und seit 1592 der Schertel von Burtenbach, die es 1782 an den Herzog von Württemberg veräußerten. Der größere Teil des Orts mit Fronhof und Pfarrsatz gelangte 1504 mit der Grafschaft Löwenstein in württembergischen Besitz, das ihn als Lehen an verschiedene Adelsfamilien ausgab. Letzte Besitzer waren die Freiherren von Gemmingen-Hornberg, die das auf Schloss Beihingen befindliche Gutsarchiv 1963 unter Eigentumsvorbehalt im Staatsarchiv Ludwigsburg hinterlegten.
Inhalt und Bewertung
Das Archiv enthält neben Urkunden, Akten und Amtsbüchern über Beihingen auch Unterlagen über verschiedene andere gemmingensche Besitzungen, u. a. in Buttenhausen, Daudenzell, Heutingsheim, Ingenheim, Ittlingen, Kochendorf, Michelfeld, Rappenhau, Treschklingen und in Rheinhessen. Im Zuge der Neuverzeichnung des Gutsarchivs wurden drei Teilbestände (Urkunden, Akten, Bände) gebildet. Der vorliegende Bestand enthält die Aktenüberlieferung des Archivs.
Vorbemerkung: Zur Geschichte der Herrschaft Beihingen und ihres Archivs wird auf die ausführliche Vorbemerkung in B 91 b I (Urkunden) verwiesen. Der vorliegende Bestand erfasst die reichhaltige Aktenüberlieferung, soweit sie aus dem von Brand- und Wasserschäden stark beeinträchtigten Gutsarchiv noch gerettet werden konnte. Mitaufgenommen wurden auch solche Archivalien, deren Erhaltungszustand eine Benützung vorerst ausschließt und die zunächst einer eingehenden Restaurierung bedürfen. Der gänzlich ungeordnet übernommene Bestand wurde von Juli 1967 bis Mai 1968 von dem Staatsarchivreferendar bzw. wissenschaftlichen Angestellten Wolfgang Burr verzeichnet und gegliedert. Teilweise mussten die einzelnen Faszikel blattweise rekonstruiert bzw. neu gebildet werden. Die Gliederung des Bestandes erfolgte induktiv nach Maßgabe der noch vorhandenen Akten; sie beruht nicht auf der älteren, 1842 geschaffenen Registratureinteilung, da deren Systematik den Zwecken eines Archivfindbuchs entgegenstand und auch nurmehr in bescheidenem Umfang hätte ausgeschöpft werden können. Die auf dieser älteren Registraturgliederung beruhenden Signaturen sind, soweit erhalten, bei den einzelnen Faszikeln ausgewiesen. Der Bestand umfasst 662 Büschel. Ludwigsburg, Juni 1968 Gez. Dr. A. Seiler
666 Büschel (9,5 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ