Anhang I Urkundenabschriften und Regesten
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Gliederung
A III 1 Sammlung Dr. Walther Bremen
Sammlung Dr. Walther Bremen
51 Urkundenabschriften und Regesten aus dem Familienarchiv von Danwitz-Harter auf Harter-Hof in Kehn bei Vorst. Anmerkung: Heinrich Conrad von Danwitz-Harter (geboren auf Harter-Hof 19.12.1760, seit 1806 verheiratet Mit Anna Maria Hinkes genannt Dohr, gestorben auf Harter-Hof 04.07.1850,) diente seit Mai 1782 bis zum 20.10.1783 als Gemeiner in dem Kaiserlichen Infantrie-Regiment Graf Joseph Colloredo und schied dann dort durch Freikauf, den sein Vater ermöglichte, aus. Nach seinem Totenzettel war er kaum 16-jährig, also schon vor 1782 in Kaiserlichen Militärdienst getreten. Seit Ende 1783 bis zum 30.9.1789, also fast volle 6 Jahre, stand er bei dem Französischen Schweizer-Schützenregiment de Castella. Im Jahre 1786 scheint er als Kriegsfreiwilliger zum Offizier befördert worden zu sein, was wohl den Anlaß zur Herstellung des mit 1786 datierten Bildes in Offiziersuniform (S.B. Nr.10,19) bot. Am 01.04.1790 übernahm er von seinen Eltern Henricus von Danwitz-Harter und Agnes Harter den Harter-Hof. Er soll die Aufgabe des Kriegsdienstes, die die Eltern dringend wünschten, davon abhängig gemacht haben, daß er als jüngstes Kind den elterlichen Hof erhalte. Später war er Scheffe zu Kehn und Kirchmeister in Vorst. Während der Franzosenzeit war er Vorsteher (adjoint du malre) von Kehn. Als solcher hat er sich um Kehn Verdienste erworben, da er es verstand, im Umgang mit den französischen Behörden Erleichterungen aller Art herauszuverhandeln.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:19 MEZ