Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Heidelberg bekunden, dass sie der Präsenz des Heiliggeiststift zu Heidelberg eine jährlich Gülte von 10 Gulden auf dem städtischen Viertel des Ungelds und anderen Gefällen um ein Hauptgeld von 200 Gulden verkauft haben. Die Gülten soll die Stadt wie folgt anweisen: 4 Gulden für die Kammer des Stifts, 2 Gulden für Wachs zu der mittleren Kerze am Königsgrab nach Laut des Seelbuches, 2 Gulden für den Minnewein (mynne wine), 3 Gulden für die Jahrzeit des Meisters Hans Bender (+), Pfarrer zu Heidelberg, sowie 1 Gulden nach Bescheid des Stifts. Das Hauptgeld hat die Stadt zum Erwerb eines Hauses von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz genutzt. Bei Versäumnis der Gültzahlung zu genannten Terminen soll das Stift je sechs vom Rat und sechs aus der Gemeinde in eine offene Herberge nach Ladenburg oder Weinheim unter näheren Bestimmungen zum Einlager mahnen. Die Aussteller behalten sich die Lösung der Gülte mit 200 Gulden vor und kündigen das Stadtsiegel an. Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, bewilligt den Verkauf und kündigt sein Siegel an.
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Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Heidelberg bekunden, dass sie der Präsenz des Heiliggeiststift zu Heidelberg eine jährlich Gülte von 10 Gulden auf dem städtischen Viertel des Ungelds und anderen Gefällen um ein Hauptgeld von 200 Gulden verkauft haben. Die Gülten soll die Stadt wie folgt anweisen: 4 Gulden für die Kammer des Stifts, 2 Gulden für Wachs zu der mittleren Kerze am Königsgrab nach Laut des Seelbuches, 2 Gulden für den Minnewein (mynne wine), 3 Gulden für die Jahrzeit des Meisters Hans Bender (+), Pfarrer zu Heidelberg, sowie 1 Gulden nach Bescheid des Stifts. Das Hauptgeld hat die Stadt zum Erwerb eines Hauses von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz genutzt. Bei Versäumnis der Gültzahlung zu genannten Terminen soll das Stift je sechs vom Rat und sechs aus der Gemeinde in eine offene Herberge nach Ladenburg oder Weinheim unter näheren Bestimmungen zum Einlager mahnen. Die Aussteller behalten sich die Lösung der Gülte mit 200 Gulden vor und kündigen das Stadtsiegel an. Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, bewilligt den Verkauf und kündigt sein Siegel an.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 814, 11
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam II (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1469 Februar 6 (uff montag nach unnsrer lieben frauwen tag kertzwihe purificationis zu latin genant)
fol. 26r-27r [alt: 9r-10r]
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Stadt Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz; Stadt Heidelberg
Kopfregest: "Als die stat Heidelberg, dechan und capittel des stieffts zum heiligen geist zu Heidelberg x gulden gelts jerlicher gulte geben hat myn gnediger herre pfalczgrave mit versiegelt und gewilligt."
Bender, Hans; Pfarrer zu Heidelberg, 1469 tot
Heidelberg HD
Ladenburg HD
Weinheim HD
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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