Eichhorn, Emil (Bestand)
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BArch NY 4131
call number: NY 4131
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> E
1848, 1881-1926
Bestandsbeschreibung: 9. Oktober 1863 in Röhrsdorf bei Chemnitz geboren
1870-1878 Besuch der Volksschule
1878-1881/82 Mechanikerlehre
1881 Mitglied der deutschen Sozialdemokratie in Chemnitz
1893-1900 Redakteur der "Sächsischen Arbeiterzeitung" in Dresden
1897/1898 Mitglied des Zentralkomitees der Sozialdemokratischen Partei in Dresden
ab 1893 Teilnahme als Delegierter an allen SPD-Parteitagen
1900 - 1905 Chefredakteur der Mannheimer "Volksstimme"
1901 - 1909 Abgeordneter des Badischen Landtages
1902 - 1904 Stadtverordneter in Mannheim
1903 - 1912 Mitglied des Reichstages
1905 - 1908 SPD-Landessekretär in Baden
1908-1916/17 Leiter des Sozialdemokratischen Pressebüros in Berlin
April 1917 Miglied der USPD, Leiter des "Unabhängigen Zeitungsdienstes"
August - November 1918 Mitarbeiter der sowjetrussischen Telegraphenagentur, seit Sept. 1918 ROSTA, in Berlin
Nov. 1918 Teilnahme an der Novemberrevolution
November 1918 - Januar 1919 Polizeipräsident von Berlin
1919/1920 - 1925 Mitglied der Nationalversammlung bzw. des Reichstages
Dez. 1920 Mitglied der VKPD
1921/22 Mitglied der Kommunisitschen Arbeitsgemeinschaft, Rückkehr zur KPD
26. Juli 1925 in Berlin verstorben
Quellen:
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon. Dietz Verlag Berlin 1970
Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918-1945. Karl Dietz Verlag Berlin 2004
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass von Emil Eichhorn wurde dem Zentralen Parteiarchiv der SED im September 1970 vom Zentralen Parteiarchiv der KPdSU in Moskau übergeben.
Der Nachlass ist für die Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung von Bedeutung. Neben den wenigen biographischen Unterlagen, hier v. a. Gerichtsbeschlüsse, Anklageschriften und Urteile gegen Emil Eichhorn, sowie einigen Korrespondenzen, sind v. a. Materialien aus und über seine Tätigkeit, u. a. als Leiter des sozialdemokratischen Pressebüros und als Polizeipräsident von Berlin vorhandenen. Diese dokumentieren die Entwicklung der Sozialdemokratie, das Anwachsen der Proteste gegen die Haltung der Parteiführung zum Krieg bis hin zur Bildung der USPD. Zirkulare und anderes Agitationsmaterial belegen das Wirken der Spartakus-Gruppe. Erwähnenswert ist außerdem das Material über die proletarische Jugendbewegung. Aus der Lehrtätigkeit von Emil Eichhorn an der Arbeiter-Bildungsschule Berlin gibt es Lehrprogramme und eine Reihe von Vortragsdispositionen, u. a. zur Geschichte der Sozialdemokratie, des Staates Preußen und zu den politischen Parteien in Deutschland.
Weitere Unterlagen von und über Emil Eichhorn befinden sich u. a. in den Nachlässen von August Bebel (NY 4022), Wilhelm Liebknecht (NY 4034) und Hermann und Käte Duncker (NY 4445) sowie in den Beständen Sozialdemokratische Partei Deutschland (RY 20) und Kommunisitsche Partei Deutschlands (RY 1). Daneben findet Emil Eichhorn Erwähnung in verschiedenen Erinnerungen (SgY 30) von Zeitzeugen.
Der Nachlass umfasst 40 Akteneinheiten (1 lfm) mit Schriftgut aus den Jahren 1848, 1881-1926. Er ist auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes für die Forschung frei zugänglich. Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4131/1, Kurzform: Barch, NY 4131/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 40 AE
Zitierweise: BArch NY 4131/...
1870-1878 Besuch der Volksschule
1878-1881/82 Mechanikerlehre
1881 Mitglied der deutschen Sozialdemokratie in Chemnitz
1893-1900 Redakteur der "Sächsischen Arbeiterzeitung" in Dresden
1897/1898 Mitglied des Zentralkomitees der Sozialdemokratischen Partei in Dresden
ab 1893 Teilnahme als Delegierter an allen SPD-Parteitagen
1900 - 1905 Chefredakteur der Mannheimer "Volksstimme"
1901 - 1909 Abgeordneter des Badischen Landtages
1902 - 1904 Stadtverordneter in Mannheim
1903 - 1912 Mitglied des Reichstages
1905 - 1908 SPD-Landessekretär in Baden
1908-1916/17 Leiter des Sozialdemokratischen Pressebüros in Berlin
April 1917 Miglied der USPD, Leiter des "Unabhängigen Zeitungsdienstes"
August - November 1918 Mitarbeiter der sowjetrussischen Telegraphenagentur, seit Sept. 1918 ROSTA, in Berlin
Nov. 1918 Teilnahme an der Novemberrevolution
November 1918 - Januar 1919 Polizeipräsident von Berlin
1919/1920 - 1925 Mitglied der Nationalversammlung bzw. des Reichstages
Dez. 1920 Mitglied der VKPD
1921/22 Mitglied der Kommunisitschen Arbeitsgemeinschaft, Rückkehr zur KPD
26. Juli 1925 in Berlin verstorben
Quellen:
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Biographisches Lexikon. Dietz Verlag Berlin 1970
Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918-1945. Karl Dietz Verlag Berlin 2004
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass von Emil Eichhorn wurde dem Zentralen Parteiarchiv der SED im September 1970 vom Zentralen Parteiarchiv der KPdSU in Moskau übergeben.
Der Nachlass ist für die Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung von Bedeutung. Neben den wenigen biographischen Unterlagen, hier v. a. Gerichtsbeschlüsse, Anklageschriften und Urteile gegen Emil Eichhorn, sowie einigen Korrespondenzen, sind v. a. Materialien aus und über seine Tätigkeit, u. a. als Leiter des sozialdemokratischen Pressebüros und als Polizeipräsident von Berlin vorhandenen. Diese dokumentieren die Entwicklung der Sozialdemokratie, das Anwachsen der Proteste gegen die Haltung der Parteiführung zum Krieg bis hin zur Bildung der USPD. Zirkulare und anderes Agitationsmaterial belegen das Wirken der Spartakus-Gruppe. Erwähnenswert ist außerdem das Material über die proletarische Jugendbewegung. Aus der Lehrtätigkeit von Emil Eichhorn an der Arbeiter-Bildungsschule Berlin gibt es Lehrprogramme und eine Reihe von Vortragsdispositionen, u. a. zur Geschichte der Sozialdemokratie, des Staates Preußen und zu den politischen Parteien in Deutschland.
Weitere Unterlagen von und über Emil Eichhorn befinden sich u. a. in den Nachlässen von August Bebel (NY 4022), Wilhelm Liebknecht (NY 4034) und Hermann und Käte Duncker (NY 4445) sowie in den Beständen Sozialdemokratische Partei Deutschland (RY 20) und Kommunisitsche Partei Deutschlands (RY 1). Daneben findet Emil Eichhorn Erwähnung in verschiedenen Erinnerungen (SgY 30) von Zeitzeugen.
Der Nachlass umfasst 40 Akteneinheiten (1 lfm) mit Schriftgut aus den Jahren 1848, 1881-1926. Er ist auf der Grundlage des Bundesarchivgesetzes für die Forschung frei zugänglich. Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4131/1, Kurzform: Barch, NY 4131/1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nummer 1).
Grit Ulrich
Umfang, Erläuterung: 40 AE
Zitierweise: BArch NY 4131/...
Eichhorn, Emil, 1881-1926
40 Aufbewahrungseinheiten; 0,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST