UAT 2/ Akademischer Senat (I), Protokolle
Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. VII
Enthält: Anwesend: Gerlach (Rektor), Bocer, Magirus, Faber, Müller; 1.) Verweisung der Klage des D. Georg Facundus (Anm. 1) gegen seinen Stieftochtermann Johann Neuffer wegen ausstehender Zahlungen aus dem Erbe seiner verst. Frau an das Konsistorium falls ein privater Vergleich nicht zu Stande kommen sollte. Gültingen von Berneck [UAT 2/7, Bl. 238'f.]; 2.) Beschluss auf Antrag des Johann Linsemann, der Ehefrau des Dr. Tobias Heß aufzuerlegen, den beim Verkauf eines Gartens durch ihren Mann an Johann Linsemann durch diesen wegen fehlerhafter Flächenangabe zuviel gezahlten Betrag samt aufgelaufenem Zins zurückzuzahlen. [UAT 2/7, Bl. 239]; 3.) Beschluss unter Androhung einer Geldstrafe und der Zwangsräumung auf Antrag des Junkers Abraham Höltzl (Anm. 2), dem Philipp Gruppenbach (Anm. 3) die sofortige Räumung des von ihm noch genutzten Kellers seines ehemaligen Hauses aufzuerlegen. [UAT 2/7, Bl. 239]; 4.) Verurteilung des Buchbinders Hanns Miller und dessen Ehefrau auf Antrag des Welsch-Jacob wegen Tätlichkeiten zu Karzerstrafen. [UAT 2/7, Bl. 239']; Anm. 1: MUT 198,66; MUT 209,3. Anm. 2: MUT 17271; MUT 17639. Anm. 3: MUT 218,18.
Akte
Acta Senatus, Bd. VII
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Gemeinfrei
17.12.2025, 09:39 MEZ
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