Sammlung Pfarrer Wilhelm Hermann Veit (Bestand)
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8SL 032
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 8SL Sammlungen >> 8SL 032 Sammlung Pfarrer Wilhelm Hermann Veit
Bestandsbeschreibung: Sammlung Pfarrer Wilhelm Hermann Veit Wilhelm Hermann Konrad Veit (1908-1995) wurde 1934 in Frankfurt am Main ordiniert und kam 1936 als Hilfsprediger ins Rheinland nach Dülken. Dort amtierte er von 1937 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1978 als Pfarrer, 1959 wurde er zum Superintendenten der Synode Krefeld gewählt. Im Ruhestand setzte sich Veit mit dem Thema des Kirchenkampfes auseinander, in welchem er sich seinerzeit auf Seiten der Bekennenden Kirche engagierte. In einem Brief schreibt Veit, dass er die Gestapoakten zu lesen begann, „weil ich die Geschichte unserer Gemeinden in der Zeit des schrecklichen ‚Dritten Reiches‘ bearbeiten wollte (Nr. 8). Aus diesem Grund kontaktierte Veit Augenzeugen mit der Bitte um Erlebnisberichte (Nr. 8, 12). Grundsätzlich ist der Sammlungsbestand 8SL 032 als Materialrecherche zu Veits Aufsatz zur Geschichte des Kirchenkreises Gladbach zur Zeit des Dritten Reiches anzusehen. Das Gros der Sammlung bilden daher auch Reproduktionen. Originäre Dokumente wie etwa die Korrespondenzen mit Augenzeugen, ehemaligen Amtskollegen, Professoren oder das Glückwunschschreiben der Pfarrbruderschaft der Ev. Bekenntnissynode Gladbach zur Einführung Veits als Pfarrer in Dülken (Nr. 16) stechen daher besonders hervor. Inhalt: Kopien aus verschiedenen Beständen zum Kirchenkampf in Dülken, Mönchengladbach und Krefeld; Ausarbeitungen. Literatur: Veit, Wilhelm: Zur Geschichte des Kirchenkampfes im Kirchenkreis Gladbach 1933-1945, in: van Norden, Günther: Zwischen Bekenntnis und Anpassung. Aufsätze zum Kirchenkampf in rheinischen Gemeinden, in Kirche und Gesellschaft, Köln 1985. Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 V 050; 6HA 004 (Kirchenkampfakten Beckmann); 8SL 005 (Kirchenkampfsammlung Müller); 8SL 030 (Kirchenkampfsammlung Walter Schmidt); 8SL 033 (Kirchenkampfsammlung V).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ