Abt. 127.2 Gut Drage (Bestand)
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Abt. 127.2
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Klöster und Güter >> Abt. 127 Itzehoer Güterdistrikt
1571-1893
Enthält: Schuld- und Pfandprotokolle ab 1703; Kontrakte ab 1667; Gerichtsprotokolle ab 1729; Prozessakten ab 1739; Rechnungen ab 1668; Hauptbücher ab 1779; Gutswirtschaft; Landwesen; Kirchen.
Geschichte des Bestandsbildners: Das holsteinische Gut Drage liegt nördlich von Itzehoe und gehörte zum Itzehoer Güterdistrikt. Der Gutsbezirk entstand hauptsächlich aus zwei Streugütern der Familie Krummendiek, nämlich Gut Aspe und Gut Weddeldorf. Das Gut gehörte im Laufe der Zeit verschiedenen holsteinischen Adelsfamilien, darunter Krummendiek, Sehestedt und Ahlefeld, bis es 1626 an die Familie Rantzau überging. Die Schwester des letzten Grafen Rantzau verkaufte es 1728 an den dänischen König Friedrich IV. 1730 schenkte dessen Sohn König Christian VI. das Gut seinem Schwager Markgraf Friedrich Ernst von Brandenburg-Kulmbach, dem Statthalter von Schleswig und Holstein von 1731 bis 1762, zur Hochzeit, der auf Drage das große, aber schon 1787 wieder abgerissene Schloss Friedrichsruh erbauen ließ.
Geschichte des Bestandsbildners: Nach dem Tod des Markgrafen 1762 und aufgrund seiner kinderlosen Ehe musste seine Witwe das hoch verschuldete Gut 1779 wieder an die dänische Krone verkaufen. Von 1787 bis 1820 wurden die Gutsländereien parzelliert und an die Bauern verkauft. Diese unterstanden bis 1867 jedoch auch weiterhin der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit.
Bestandsgeschichte: Der Hauptteil des Bestandes wurde 1869 aus dem Amt Steinburg und dem Gutsinspektorat an das preußische Direktorium der Staatsarchive abgegeben und gelangte von dort an das 1870 neu gegründete Staatsarchiv Schleswig. 1922 und 1923 kamen Akten aus der Zeit der Statthalterschaft hinzu, abgegeben vom Schleswiger Regierungsarchiv. Ergänzungen von 1928, 1939, 1952 und 1978 stammen aus verschiedenen Amtsgerichten und dem Kloster Itzehoe sowie 1938 und 1953 aus dem Landratsamt Itzehoe. Weitere Archivalien wurden 1962 und 1996 bei Ordnungsarbeiten aus anderen Beständen ausgegliedert und zugefügt.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 127.2 Nr. 1
Geschichte des Bestandsbildners: Das holsteinische Gut Drage liegt nördlich von Itzehoe und gehörte zum Itzehoer Güterdistrikt. Der Gutsbezirk entstand hauptsächlich aus zwei Streugütern der Familie Krummendiek, nämlich Gut Aspe und Gut Weddeldorf. Das Gut gehörte im Laufe der Zeit verschiedenen holsteinischen Adelsfamilien, darunter Krummendiek, Sehestedt und Ahlefeld, bis es 1626 an die Familie Rantzau überging. Die Schwester des letzten Grafen Rantzau verkaufte es 1728 an den dänischen König Friedrich IV. 1730 schenkte dessen Sohn König Christian VI. das Gut seinem Schwager Markgraf Friedrich Ernst von Brandenburg-Kulmbach, dem Statthalter von Schleswig und Holstein von 1731 bis 1762, zur Hochzeit, der auf Drage das große, aber schon 1787 wieder abgerissene Schloss Friedrichsruh erbauen ließ.
Geschichte des Bestandsbildners: Nach dem Tod des Markgrafen 1762 und aufgrund seiner kinderlosen Ehe musste seine Witwe das hoch verschuldete Gut 1779 wieder an die dänische Krone verkaufen. Von 1787 bis 1820 wurden die Gutsländereien parzelliert und an die Bauern verkauft. Diese unterstanden bis 1867 jedoch auch weiterhin der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit.
Bestandsgeschichte: Der Hauptteil des Bestandes wurde 1869 aus dem Amt Steinburg und dem Gutsinspektorat an das preußische Direktorium der Staatsarchive abgegeben und gelangte von dort an das 1870 neu gegründete Staatsarchiv Schleswig. 1922 und 1923 kamen Akten aus der Zeit der Statthalterschaft hinzu, abgegeben vom Schleswiger Regierungsarchiv. Ergänzungen von 1928, 1939, 1952 und 1978 stammen aus verschiedenen Amtsgerichten und dem Kloster Itzehoe sowie 1938 und 1953 aus dem Landratsamt Itzehoe. Weitere Archivalien wurden 1962 und 1996 bei Ordnungsarbeiten aus anderen Beständen ausgegliedert und zugefügt.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs, Abteilungsbezeichnung und laufende Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 127.2 Nr. 1
24 lfd. M.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
26.01.2026, 9:51 AM CET