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Die Bewegung im Kanton Germersheim, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.09 Revolutionäre Bewegung im Kanton Germersheim
1849-01-01/1851-12-31
Enthält u.a.: Berichte und Anzeigen; darunter Untersuchung gegen die Bierbrauer Peter Wagner und Ludwig Gemeiner aus Germersheim und ein Verzeichnis der Personen, die sich freiwillig den Freischaren angeschlossen haben (Bl. 5 - 39); Korrespondenzen, insbesondere mit den Bürgermeistern des Bezirks, dem Friedensrichter von Germersheim und der Stadt- und Festungskommandantschaft Germersheim, ferner den badischen Stadtämtern Karlsruhe und Rastatt; Untersuchung gegen den ehemaligen Genie-Leutnant Leopold Spegg aus Hördt wegen Anfertigung von Flößen zur Zerstörung der Germersheimer Brücke und gegen den Apotheker Schmitt von Germersheim wegen Beschlagnahme von Geldern öffentlicher Kassen (Bl. 40 - 102); Zeugenverhöre, dabei auch Schriftwechsel mit dem badischen Amt Gernsbach, dem Stadtamt Karlsruhe und dem Oberamt Rastatt (Bl. 103 - 193); Beschuldigtenverhöre, Vorführungs-, Verhafts- und Verwahrungsbefehle; u.a. gegen Rouppert, Militärkommissär für Germersheim; Karl Schmidt, Germersheim; Philipp Schmitt, Gutsbesitzer in Bellheim; Leopold Spegg, früher bayerischer Offizier, Ökonom und Geometer, geboren zu Heidelberg, wohnhaft zu Hördt, Steinmetz, von Germersheim (Bl. 194 - 236); Untersuchung gegen Johann Bott, katholischer Schullehrer zu Bellheim, wegen Verbreitung verbotener Schriften (Bl. 237 - 260); desgleichen gegen den vormaligen Zivilkommissär Erbe, enthaltend drei Circulare desselben, die Organisation der Volkswehr betr. (Bl. 262 - 266); Kassenberaubungen durch den Freischarenhauptmann Köhler aus Neustadt (Bl. 267 - 277); "Aufforderungen" und "Beschlüsse" des Kantonalausschusses (Bl. 278 - 293); Belege gegen den Beschuldigten Spegg, u.a. Schriftwechsel mit dem badischen Stadtamt Karlsruhe und dem Oberamt Rastatt (Bl. 294 - 304, 366 - 374, 377 - 405); desgleichen gegen den Beschuldigten Louis (Bl. 375f.); Belege betr. den Kantonalverteidigungsausschuss in Bellheim und seinen Vorsitzenden Philipp Schmidt, darunter Listen über Personen, die "freiwillige Beiträge" geleistet und die Reichsverfassung anerkannt haben (Bl. 305 - 344); beim Schullehrer Bott zu Bellheim beschlagnahmte Schriften zur Tätigkeit des Kantonalausschusses und der Wahl von Vertrauensmännern zur Versammlung am 2. Mai in Kaiserslautern (Bl. 345 - 365)
darin: Amts- und Intelligenzblatt der provisorischen Regierung der Rheinpfalz, Nr. 1, Speyer, 22. Mai 1849, 8 S., 25,5 x 20,5 cm (Bl. 246 - 249); Aufgebot zum Landsturm (Einberufung des Landsturms, weil sich die Preußen der Grenze nähern, zu ergreifende Maßnahmen beim Vordringen der Preußen), Hg.: Die provisorische Regierung der Rheinpfalz, P. Fries, Hepp, N. Schmitt; der Oberkommandant der Pfälzer Volkswehr, General Sznayde, der Chef des Generalstabs, Techow, Kaiserslautern, 10. Juni 1849, Druck 1 S., 35 x 20,5 cm (Bl. 292); Auszug aus dem Protokolle über die Verhandlungen der durch den Landesausschuß zusammenberufenen Volksvertretung für die Pfalz vom 17. Mai 1849, vormittags, Hg.: ohne Angabe, Kaiserslautern,. 17. Mai 1849, Druck 2 S. (Bl. 361); Der Central-Vertheidigungs-Ausschuß von Germersheim als Vollzugsbehörde der Beschlüsse des Landes-Ausschusses für Vertheidigung und Durchführung der deutschen Reichsverfassung (Aufforderung zur Abgabe von freiwilligen Spenden, Gemeindegelder zur Beschaffung von Waffen und Munition, Stellung von Quartieren, Vereidigung der Beamten und der Volksschullehrer auf die Reichsverfassung, Aufruf an die Jünglinge zum Waffendienst), Hg.: Kantonalverteidigungsausschuß Germersheim, J. Doll, Dr. Hassendeubel, Jac. Hess, Jos. Hess, Ph. Krieg, Louis, Simon Mayer, Mühlhäuser, S. Schwaab, M. Vollmer, Germersheim, 12. Mai 1849, Druck 1 S. lithogr. vervielf., 44,5 x 27 cm (Bl. 104, 2. Ex. Bl. 290); Der Landesvertheidigungs-Ausschuß an den Adressaten, Hg.: Der Landesverteidigungsausschuß, H. Didier, Reichard, P. Fries, Dr. Greiner, Dr. Hepp, Kaiserslautern, 3. Mai 1849, Druck 1 S. (Bl. 285); Der Landesvertheidigungsausschuß für die Pfalz an die bayerischen Krieger. Soldaten! Brüder! Hg.: Der Landesverteidigungsausschuß für die Pfalz, H. Didier, P. Fries, Greiner, Dr. Hepp, Reichard, Schmitt; Kaiserslautern, 4. Mai 1849, Druck 1 S., 29,5 x 20,5 cm (Bl. 22); Der Landesvertheidigungsausschuß für die Pfalz an seine Mitbürger! Hg.: Der Landesverteidigungsausschuß für die Pfalz, Kaiserslautern, 5. Mai 1849, Druck, 2 S. (Bl. 286f., 2. Ex. Bl. 288f., 3. Ex. Bl. 362f.); An meine deutschen Mitbürger in der Pfalz, Hg.: Eisenstuck, Bevollmächtigter der provisorischen Zentralgewalt für die Pfalz, Speyer, 6. Mai 1849, Druck 1 S., 29,5 x 21 cm (Bl. 364); Die verfassunggebende deutsche Reichsversammlung. (Werbung für die Veröffentlichung "Die Gesammtverhandlungen der constituirenden deutschen Reichsversammlung bis zur Vollendung des Verfassungswerks nebst den dazu gehörigen Gesetzen, bearbeitet von Eduard Zimmermann), Hg.: Verlag J. G. Cotta, Stuttgart und Tübingen, April 1849, Druck 1 S., 27,5 x 21 cm (Bl. 365); Tagesbefehl. Soldaten. (Maßnahmen gegen die aufgetretene Disziplinlosigkeit); Hg.: Die Militärkommission der Rheinpfalz, F. Anneke, L. Schlinke, Techow, Schimmelpfennig, F. Beust; Neustadt a. d. Haardt, 22. Mai 1849, Druck 1 S., 30 x 20,5 cm (Bl. 291); Wochenblatt für die Landkommissariate Bergzabern & Germersheim, Redakteur und Verleger Dom. Hügenell, Germersheim, Nr. 23, 20. März 1850 (u.a. mit einem Beitrag, dass nach der Vollstreckung des Todesurteils am Grafen Fugger noch weitere kriegsrechtliche Erschießungen nachfolgen dürften), 4 S., 31 x 21,5 cm (Bl. 234f.)
Oberlandesgericht Zweibrücken
405 Bl.
Sachakte
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.