Besondere Grenzangelegenheiten an der tschechischen Grenze
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30046 Amtshauptmannschaft Marienberg, Nr. 337 (Zu benutzen im Staatsarchiv Chemnitz)
Registratursignatur: V, 2, 114
30046 Amtshauptmannschaft Marienberg
30046 Amtshauptmannschaft Marienberg >> 05. Verhältnisse mit auswärtigen Staaten >> 05.01. Landeshoheitssachen/Grenzangelegenheiten
1929 - 1938
Enthält: Soldatenselbstmorde in der tschechoslowakischen Armee.- Abschrift: "Oh welche Lust, tschechischer Soldat zu sein.".- Vermutungen über Treffen von deutschen und tschechischen Kommunisten.- Überläufer aus der tschechoslowakischen Armee nach Deutschland (Johann Szweda, Ernst Schaarschmidt).- Überläufer Franz Driak, Viktor Kutzler, Eugen Perl.- Fragebogen zur Vernehmung von Überläufern der Oststaaten.- Beförderung kommunistischer Schriften und Flugblätter von Zöblitz nach Rübenau und von da aus über die Grenze durch die Kommunisten Friedrich August Reuther und Willi Kurt Kaden.- Grenzverletzungen durch fremdländische Militärflugzeuge.- Strenge Grenzkontrolle anlässlich der Reichspräsidentenwahl.- Bergarbeiterstreik in Brüx und Seestadtel sowie Meuterei der dagegen eingesetzten Soldaten.- Grenztreffen des Stahlhelms am 2. und 3. Juli 1933.- Anordnung der tschechoslowakischen Regierung über Festnahme von Kommunisten, die die Grenze nach der Tschechoslowakei übertreten, und Auslieferung an die deutschen Polizeibehörden.- Senkung der Währung in der Tschechoslowakei.- Errichtung von "fliegenden Gendarmeriekommandos".- Mehrfache Überfahrung der Grenze durch die Kommunisten Dr. med. Arthur Friedemann und Dr. med. Erich Baude.- Beförderung von kommunistischen Schriften in Glasflaschen durch die Natzschung.- Munitionstransporte.- Verhaftung des SA-Mannes Uhlig wegen Grenzübertritts durch tschechische Behörden.- Verschärfung der Grenzstellen ab 1. Juli 1935.- Verschärfung der Besetzung der Grenzstellen auf tschechischer Seite ab 10. September 1935.- Flucht von drei Männern aus dem Schutzhaftlager Sachsenhausen.- Überfliegung der Landesgrenze durch tschechische Flugzeuge.- Festnahme bei Grenzübertritten.- Nachrichten Sudetendeutscher über den Bau von Grenzbefestigungsanlagen von tschechischer Seite.- Absicht des tschechischen Staates über die Sperrung aller Nebengrenzübergänge und damit Leitung des gesamten Verkehrs über das Zollamt Kupferhammer-Grünthal.- Verdunklungsübung in Komotau.- Stimmung der Grenzbevölkerung.- Verstärkte Festungsbautätigkeit an der Grenze durch die Tschechoslowakei.- Runderlass zum Verhalten der deutschen Behörden bei Grenzzwischenfällen.- Angriff von 8 Personen unter Führung des Freikorps-Kompanieführers Holly auf das tschechoslowakische Zollamt Reitzenhain in der Nacht zum 26. September um 23:30 bis 01:30 Uhr.
Amtshauptmannschaft Marienberg
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:11 MEZ
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