C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Berlin (Bestand)
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C Rep. 910
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 7 Kammern und Körperschaften, Parteien, Organisationen und Vereine >> C 7.1 Stiftung Parteien und Massenorganisationen der DDR - Bezirk Berlin >> C 7.1.2 Andere Parteien und Massenorganisationen - Bezirksorganisationen Berlin
Vorwort: C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Berlin
1. Organisationsgeschichte
Ein "Vorbereitender Gewerkschaftsausschuss für Groß-Berlin" hatte am 15. Juni 1945 einen Aufruf mit dem Ziel der Errichtung einer freien Gewerkschaft veröffentlicht. Der Aufbau der Gewerkschaft wurde von der Sowjetischen Militäradministration zunächst auf Berlin begrenzt; eine Ausweitung der Initiative auf die sowjetische Besatzungszone konnte jedoch nicht völlig unterbunden werden. Am 2./3. Februar 1946 fand in Berlin zunächst eine Stadtdelegiertenkonferenz des "Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes" (FDGB) statt, die einen Vorstand des "FDGB Groß-Berlin" wählte. Erster Vorsitzender des Landesvorstandes wurde Roman Chwalek (1945-1949).
Eine Woche später fand vom 9. bis 11. Februar 1946 in Berlin die 1. Delegiertenkonferenz des FDGB für die sowjetische Besatzungszone statt, die einen Bundesvorstand wählte. Die Berliner Gewerkschaftsorganisation "FDGB Groß-Berlin" verstand sich formal unabhängig vom später gegründeten FDGB für die sowjetische Besatzungszone. Als örtliche Leitungen wurden in Berlin in den Verwaltungsbezirken 20 Bezirksausschüsse gebildet. Zum "FDGB Groß-Berlin" gehörten 18 Industrie- und Einzelgewerkschaften, die sich ebenfalls als selbständig gegenüber den Gewerkschaften in der sowjetischen Besatzungszone betrachteten. In Berlin kam es im Zuge der administrativen Spaltung der Stadt auch zur Spaltung der Gewerkschaft; aus dem "FDGB Groß-Berlin" entstand die "Unabhängige Gewerkschafts-Organisation" (UGO). Eine Reihe von Industrie- und Einzelgewerkschaften trat aus dem "FDGB Groß-Berlin" aus. Im amerikanischen Sektor wurde der "FDGB Groß-Berlin" verboten. Mit dem erheblichen Mitgliederschwund war auch ein Bedeutungsverlust verbunden. Zwar blieb der "FDGB Groß-Berlin" formal eigenständig, wurde jedoch zunehmend vom FDGB in der sowjetischen Besatzungszone abhängig. Mit der Verstaatlichung der Industrie und der Einführung der Planwirtschaft im Ostteil Berlins und in der sowjetischen Besatzungszone änderten sich zudem auch die Grundlagen der Gewerkschaftsarbeit. Im Januar 1949 beschloss der "FDGB Groß-Berlin" die Reorganisation nach dem Vorbild des FDGB in der sowjetischen Besatzungszone. Vorsitzende des Stadtvorstandes waren Adolf Deter (1949-1951) und Willy Kuhn (1951-1952).
1950 wurde beim FDGB-Bundesvorstand zunächst ein "Berliner Sekretariat" eingerichtet, das die Einbeziehung der Berliner Organisation vorbereiten sollte. Im Mai 1951 sprach sich die Stadtdelegiertenkonferenz des "FDGB Groß-Berlin" für die Zusammenarbeit mit dem FDGB der DDR aus und begann mit der Auflösung der Berliner Sondergewerkschaften.
1953 wurde der Vorstand des "FDGB Groß-Berlin" - 1951/1952 auch als "Landesvorstand" bezeichnet - in den FDGB-Bezirksvorstand Berlin umgebildet.
2. Bestandsgeschichte
Das ehemalige Bezirksgewerkschaftsarchiv Berlins des FDGB wurde ab 1991 zunächst gemeinsam mit dem Zentralen Gewerkschaftsarchiv in der Friedrich-Naumann-Stiftung verwaltet. Nach der Überführung in die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv erfolgten von dort 1993, 1995 und 2000 Abgaben an das Landesarchiv Berlin.
Der ca. 270 lfm umfassende und auf Karteikarten verzeichnete Gesamtbestand, der durchgehend nummeriert war, wurde in die Tektonik des Landesarchivs zunächst mit der Bestandsbezeichnung „C Rep. 910, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Berlin“ eingeordnet. Im Zusammenhang mit dem Umzug des Landesarchivs 2001 erfolgte eine Grobrevision des Bestandes.
Die Gesamtüberlieferung gliedert sich in zwei Teile:
- C Rep. 910, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Groß-Berlin (1945 - 1952)
- C Rep. 910-02, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksorganisation Berlin
Das vorliegende Findbuch bezieht sich nur auf Teil I der Überlieferung. Ein Findbuch für die Bezirksorganisation Berlin des FDGB ab 1953 liegt noch nicht vor. Nach Rücksprache mit der Bearbeiterin oder die Bestellung der Kartei C Rep. 910 (Karteien) ist eine Nutzung möglich.
Ein Projekt zur Retrokonversion ermöglichte im Jahre 2006 die Erfassung der Kartei in einer Datenbank und die Erstellung dieses Findbuches. Dabei erfolgten neben der Indizierung der Aktentitel und der Enthält-Vermerke lediglich eine Plausibilitätsprüfung der Verzeichnungsangaben des Bezirksgewerkschaftsarchivs Berlin und gewisse redaktionelle Vereinheitlichungen. Die Erschließungsintensität und -qualität ist sehr differenziert und reicht von kurzen oder allgemein gehaltenen Titeln wie "Schriftwechsel mit ..." bis hin zu Aktentiteln mit ausführlichen Enthält-Vermerken.
Insgesamt umfasst der Bestand C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Groß-Berlin (1945-1952) 1528 AE. Seine Laufzeit reicht von 1945 bis 1952/53, in Einzelfällen bis Mitte der 1950er Jahre.
Die Akten des Groß-Berliner Vorstandes, der Branchenverbände, späteren Industriegewerkschaften und der Bezirksausschüsse die Entwicklung im Nachkriegsberlin, verdeutlichen die Probleme der Berliner Burger durch die Spaltung ihrer Stadt, insbesondere hinsichtlich des wirtschaftlichen und sozialen Alltags von Arbeitern und Angestellten (v. a. Lohn- und Tariffragen, Vertretung von Arbeitnehmerinteressen, Lebenslage und Versorgung der Bevölkerung etc.), aber auch die zunehmende politische Polarisierung. Eine größere Aktengruppe bezieht sich auf die Verwaltung von Gewerkschaftsvermögen, v. a. der ehemaligen Deutschen Arbeitsfront (DAF).
Vereinzelte Unterlagen sind auf Grund der archivgesetzlichen Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 910, Nr. ...
3. Korrespondierende Bestande
LAB C Rep. 903-01-18 Kreisleitung der SED - Zentrale Organe der Gewerkschaften
LAB C Rep. 904-247 Grundorganisation der SED - Tribüne
LAB C Rep. 904-248 Grundorganisation der SED - Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksvorstand Berlin
LAB C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksorganisation Berlin
Bundesarchiv/SAPMO, DY 34 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
4. Literaturauswahl
Berliner Gewerkschaftsgeschichte von 1945-1950. FDGB - UGO - DGB, hrsg. vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Berlin, Berlin 1971
Die Berliner Gewerkschaftsorganisation zieht Bilanz. Material des Bezirksvorstandes Groß-Berlin des FDGB zur 10. Bezirksdelegiertenkonferenz 1963, Berlin 1963.
Geschichte des FDGB. Chronik 1945-1982, hrsg. von der Gewerkschaftshochschule "Fritz Heckert", Berlin 1984.
FDGB-Lexikon, hsg. von Dieter Dowe, Karlheinz Kuba, Manfred Wilke, bearb. von Michael Kubina, Arbeitsversion, Berlin 2005 (= Arbeitspapiere des Forschungsverbundes SED-Staat; Nr. 36/2005)
Berlin, im Januar 2011 Monika Schmidt
1. Organisationsgeschichte
Ein "Vorbereitender Gewerkschaftsausschuss für Groß-Berlin" hatte am 15. Juni 1945 einen Aufruf mit dem Ziel der Errichtung einer freien Gewerkschaft veröffentlicht. Der Aufbau der Gewerkschaft wurde von der Sowjetischen Militäradministration zunächst auf Berlin begrenzt; eine Ausweitung der Initiative auf die sowjetische Besatzungszone konnte jedoch nicht völlig unterbunden werden. Am 2./3. Februar 1946 fand in Berlin zunächst eine Stadtdelegiertenkonferenz des "Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes" (FDGB) statt, die einen Vorstand des "FDGB Groß-Berlin" wählte. Erster Vorsitzender des Landesvorstandes wurde Roman Chwalek (1945-1949).
Eine Woche später fand vom 9. bis 11. Februar 1946 in Berlin die 1. Delegiertenkonferenz des FDGB für die sowjetische Besatzungszone statt, die einen Bundesvorstand wählte. Die Berliner Gewerkschaftsorganisation "FDGB Groß-Berlin" verstand sich formal unabhängig vom später gegründeten FDGB für die sowjetische Besatzungszone. Als örtliche Leitungen wurden in Berlin in den Verwaltungsbezirken 20 Bezirksausschüsse gebildet. Zum "FDGB Groß-Berlin" gehörten 18 Industrie- und Einzelgewerkschaften, die sich ebenfalls als selbständig gegenüber den Gewerkschaften in der sowjetischen Besatzungszone betrachteten. In Berlin kam es im Zuge der administrativen Spaltung der Stadt auch zur Spaltung der Gewerkschaft; aus dem "FDGB Groß-Berlin" entstand die "Unabhängige Gewerkschafts-Organisation" (UGO). Eine Reihe von Industrie- und Einzelgewerkschaften trat aus dem "FDGB Groß-Berlin" aus. Im amerikanischen Sektor wurde der "FDGB Groß-Berlin" verboten. Mit dem erheblichen Mitgliederschwund war auch ein Bedeutungsverlust verbunden. Zwar blieb der "FDGB Groß-Berlin" formal eigenständig, wurde jedoch zunehmend vom FDGB in der sowjetischen Besatzungszone abhängig. Mit der Verstaatlichung der Industrie und der Einführung der Planwirtschaft im Ostteil Berlins und in der sowjetischen Besatzungszone änderten sich zudem auch die Grundlagen der Gewerkschaftsarbeit. Im Januar 1949 beschloss der "FDGB Groß-Berlin" die Reorganisation nach dem Vorbild des FDGB in der sowjetischen Besatzungszone. Vorsitzende des Stadtvorstandes waren Adolf Deter (1949-1951) und Willy Kuhn (1951-1952).
1950 wurde beim FDGB-Bundesvorstand zunächst ein "Berliner Sekretariat" eingerichtet, das die Einbeziehung der Berliner Organisation vorbereiten sollte. Im Mai 1951 sprach sich die Stadtdelegiertenkonferenz des "FDGB Groß-Berlin" für die Zusammenarbeit mit dem FDGB der DDR aus und begann mit der Auflösung der Berliner Sondergewerkschaften.
1953 wurde der Vorstand des "FDGB Groß-Berlin" - 1951/1952 auch als "Landesvorstand" bezeichnet - in den FDGB-Bezirksvorstand Berlin umgebildet.
2. Bestandsgeschichte
Das ehemalige Bezirksgewerkschaftsarchiv Berlins des FDGB wurde ab 1991 zunächst gemeinsam mit dem Zentralen Gewerkschaftsarchiv in der Friedrich-Naumann-Stiftung verwaltet. Nach der Überführung in die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv erfolgten von dort 1993, 1995 und 2000 Abgaben an das Landesarchiv Berlin.
Der ca. 270 lfm umfassende und auf Karteikarten verzeichnete Gesamtbestand, der durchgehend nummeriert war, wurde in die Tektonik des Landesarchivs zunächst mit der Bestandsbezeichnung „C Rep. 910, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Berlin“ eingeordnet. Im Zusammenhang mit dem Umzug des Landesarchivs 2001 erfolgte eine Grobrevision des Bestandes.
Die Gesamtüberlieferung gliedert sich in zwei Teile:
- C Rep. 910, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Groß-Berlin (1945 - 1952)
- C Rep. 910-02, Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksorganisation Berlin
Das vorliegende Findbuch bezieht sich nur auf Teil I der Überlieferung. Ein Findbuch für die Bezirksorganisation Berlin des FDGB ab 1953 liegt noch nicht vor. Nach Rücksprache mit der Bearbeiterin oder die Bestellung der Kartei C Rep. 910 (Karteien) ist eine Nutzung möglich.
Ein Projekt zur Retrokonversion ermöglichte im Jahre 2006 die Erfassung der Kartei in einer Datenbank und die Erstellung dieses Findbuches. Dabei erfolgten neben der Indizierung der Aktentitel und der Enthält-Vermerke lediglich eine Plausibilitätsprüfung der Verzeichnungsangaben des Bezirksgewerkschaftsarchivs Berlin und gewisse redaktionelle Vereinheitlichungen. Die Erschließungsintensität und -qualität ist sehr differenziert und reicht von kurzen oder allgemein gehaltenen Titeln wie "Schriftwechsel mit ..." bis hin zu Aktentiteln mit ausführlichen Enthält-Vermerken.
Insgesamt umfasst der Bestand C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB) Groß-Berlin (1945-1952) 1528 AE. Seine Laufzeit reicht von 1945 bis 1952/53, in Einzelfällen bis Mitte der 1950er Jahre.
Die Akten des Groß-Berliner Vorstandes, der Branchenverbände, späteren Industriegewerkschaften und der Bezirksausschüsse die Entwicklung im Nachkriegsberlin, verdeutlichen die Probleme der Berliner Burger durch die Spaltung ihrer Stadt, insbesondere hinsichtlich des wirtschaftlichen und sozialen Alltags von Arbeitern und Angestellten (v. a. Lohn- und Tariffragen, Vertretung von Arbeitnehmerinteressen, Lebenslage und Versorgung der Bevölkerung etc.), aber auch die zunehmende politische Polarisierung. Eine größere Aktengruppe bezieht sich auf die Verwaltung von Gewerkschaftsvermögen, v. a. der ehemaligen Deutschen Arbeitsfront (DAF).
Vereinzelte Unterlagen sind auf Grund der archivgesetzlichen Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 910, Nr. ...
3. Korrespondierende Bestande
LAB C Rep. 903-01-18 Kreisleitung der SED - Zentrale Organe der Gewerkschaften
LAB C Rep. 904-247 Grundorganisation der SED - Tribüne
LAB C Rep. 904-248 Grundorganisation der SED - Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksvorstand Berlin
LAB C Rep. 910 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB), Bezirksorganisation Berlin
Bundesarchiv/SAPMO, DY 34 Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
4. Literaturauswahl
Berliner Gewerkschaftsgeschichte von 1945-1950. FDGB - UGO - DGB, hrsg. vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Berlin, Berlin 1971
Die Berliner Gewerkschaftsorganisation zieht Bilanz. Material des Bezirksvorstandes Groß-Berlin des FDGB zur 10. Bezirksdelegiertenkonferenz 1963, Berlin 1963.
Geschichte des FDGB. Chronik 1945-1982, hrsg. von der Gewerkschaftshochschule "Fritz Heckert", Berlin 1984.
FDGB-Lexikon, hsg. von Dieter Dowe, Karlheinz Kuba, Manfred Wilke, bearb. von Michael Kubina, Arbeitsversion, Berlin 2005 (= Arbeitspapiere des Forschungsverbundes SED-Staat; Nr. 36/2005)
Berlin, im Januar 2011 Monika Schmidt
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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22.08.2025, 11:21 AM CEST
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