Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er Konrad Precht, derzeit Landschreiber zu Germersheim, bewilligt hat, die ihm erblich verliehenen Wiesen in der Germersheimer Mark und einen Garten um 210 Gulden an Niklas Steinmetz und seine Ehefrau zu verkaufen. Die Wiesen, zusammenfasst genannt die Grasweide, stoßen unten an den Weg bei der "Waltkinnlen", Jakob Klump (Klumpen Jacob), Niklas Scherer und Foltz Bitscher, oben an Simon Henslin und die "Beiern". Der Garten stößt an den Pfad zum Landzoll, [Eberhard?] Fronhofer, Hensel Veltin (Veltins Hensel) und den Stadtgraben. Kurfürst Friedrich behält sich seinen jährlichen Zins von ½ Gulden auf den Wiesen vor und weist seine Amtleute, Landschreiber, Untervögte sowie Schultheißen, Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Germersheim um Beachtung an.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass er Konrad Precht, derzeit Landschreiber zu Germersheim, bewilligt hat, die ihm erblich verliehenen Wiesen in der Germersheimer Mark und einen Garten um 210 Gulden an Niklas Steinmetz und seine Ehefrau zu verkaufen. Die Wiesen, zusammenfasst genannt die Grasweide, stoßen unten an den Weg bei der "Waltkinnlen", Jakob Klump (Klumpen Jacob), Niklas Scherer und Foltz Bitscher, oben an Simon Henslin und die "Beiern". Der Garten stößt an den Pfad zum Landzoll, [Eberhard?] Fronhofer, Hensel Veltin (Veltins Hensel) und den Stadtgraben. Kurfürst Friedrich behält sich seinen jährlichen Zins von ½ Gulden auf den Wiesen vor und weist seine Amtleute, Landschreiber, Untervögte sowie Schultheißen, Bürgermeister, Rat und Gemeinde zu Germersheim um Beachtung an.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 813, 455
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1469 Dezember 27 (uff sant Johanns ewangelisten tag zu wihenachten)
fol. 296v
Urkunden
Ausstellungsort: Germersheim
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Kopfregest: "Als myne gnediger herre pfalczgrave Conrat Prechten zu Gemerßheim verwilligt und gonnt, ein wise in Germerßheimer mark gelegen genant die graßweide Nicklas Steinmeczen zuverkauffen".
Bitscher, Foltz; Grundbesitzer zu Germersheim, erw. 1469
Fronhofer, Eberhard; ux. Imagina von Printhagen, erw. 1500
Henslin, Simon; Grundbesitzer zu Germersheim, erw. 1469
Klump, Jakob; Grundbesitzer zu Germersheim, erw. 1469
Precht, Konrad; Landschreiber zu Germersheim, 1469
Scherer, Nikolaus (Niklas); Grundbesitzer zu Germersheim, erw. 1469
Steinmetz, Nikolaus (Niklas); zu Germersheim, kurpfälzischer Werkmeister, Steinmetz und Büchsenmeister, erw. 1469, 1471
Veltin, Hensel; Grundbesitzer zu Germersheim, erw. 1469
Germersheim GER
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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