Sammlung Rösler (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 16
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Sammlungen zur Landesgeschichte und Landeskunde >> Allgemeines
(1708-1756) 1763-1790
Inhalt und Bewertung
Aufzeichnungen zur Landeskunde Württembergs aus naturwissenschaftlicher und statistischer Sicht, insbes. zu Themen der Geologie und Mineralogie; Materialien (u. a. Ergebnisse einer Umfrage bei württ. Oberämtern) zu Röslers Werk "Beiträge zur Naturgeschichte des Herzogthums Wirtemberg", Korrespondenz mit dem Cotta-Verlag wegen Drucklegung dieses Werkes.
Vorbemerkung: Die im vorliegenden Bestand enthaltenen Unterlagen wurden von der Landesarchivdirektion, Abteilung Landesbeschreibung, im September 1977 (Vgl. HStA Geschäftsakten G II 1a, Tgb. Nr. 3913/77) zusammen mit den Unterlagen im Bestand J 15, Sammlung Köhler, übergeben. Vermutlich gelangten sie bereits als Teil dieser Sammlung in den Besitz des Statistisch-topographischen Bureaus, später des Statistischen Landesamts, dem die Abteilung Landesbeschreibung bis 1964 angehörte. Da sie eindeutig als Materialsammlung des Naturwissenschaftlers und Professors am Stuttgarter Gymnasium Gottlieb Friedrich Rösler (geb. 24. VII. 1740, gest. 12. XII. 1790) zu bestimmen waren, wurden sie von der Sammlung Köhler abgetrennt und zu einem eigenen Bestand zusammengefaßt. Es handelt sich um Aufzeichnungen zur Landeskunde Württembergs aus naturwissenschaftlicher und statistischer Sicht. Themen der Geologie und Mineralogie nehmen den größten Raum ein. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Vorarbeiten zu Röslers Werk "Beyträge zur Naturgeschichte des Herzogthums Wirtemberg", das in drei Heften in den Jahren 1788 - 1791 erschien. Rösler hatte hierzu einen besonderen Fragebogen entworfen und mit der Bitte um Beantwortung an alle Ober- und Stabsämter des Herzogtums gesandt. Der vorliegende Bestand enthält Auszüge aus eingegangenen Relationen und vor allem Originalrelationen aus den Ämtern Rosenfeld, Balingen, Sulz, Tuttlingen, Alpirsbach. Beachtung verdient schließlich die im Bestand befindliche Korrespondenz mit dem Cotta-Verlag, der damals eben erst gegründet worden war und die Drucklegung der erwähnten Beiträge Röslers zur Naturgeschichte des Herzogtums besorgte. Einen Berührungspunkt mit den Materalien in der Sammlung Köhler ergeben die umfangreichen Aufzeichnungen Röslers über die Saline Sulz. Köhler wandte sich dem Sulzer Raum unter orts- und regionalgeschichtlichen Aspekten zu und hat möglicherweise in diesem Zusammenhang die Unterlagen Röslers übernommen und verwertet. Die Unterlagen stammen überwiegend von Röslers Hand. Doch finden sich auch Stücke, die von anderer Hand geschrieben sind. Letzteres wird im folgenden jeweils erwähnt, während ersteres als Normalfall angesehen wird, der keines besonderen Hinweises bedarf. Eine Ausnahme stellen Texte anderer Autoren in Abschrift von Röslers Hand dar. In solchen Fällen wird auf alle am Zustandekommen des Textes beteiligten Personen hingewiesen, soweit sie zu ermitteln waren. Das Repertorium entstand im Frühjahr 1978 im Rahmen der Ausbildung von Inspektoranwärterin Beate Reule unter Anleitung der Unterzeichneten. Die Reinschrift fertigte Frau Else Schwelling. Der Bestand umfasst 38 Büschel in 0,5 lfd. m. Stuttgart, im Februar 1979 Dr. Margaretha Bull-Reichenmiller
38 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ