Kläger: Martin Fullry, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau Margarethe, geb. Mewes, und Peter Potthausen, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau, geb. Mewes (Kläger).- Beklagter: Jochim Lütkens, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau Ilsabe, geb. Juen, Witwe des Klaus Mewes (Beklagter) sowie als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1623) citationis ad reassumendum, nunc (1627) mandati ... sine clausula, nunc (1634) citationis ad reassumendum, nunc (1663) executionis; Zuständigkeit des Reichskammergerichts, Herausgabe eines Nachlass-Inventars, Verbot der Veräußerung des Streitgegenstandes und Anfechtung eines Ehezärters wegen unrechtmäßiger Benachteiligung der Kinder bei der Erbschaft in einem Prozess der Kläger als Kinder aus der ersten Ehe des Klaus Mewes gegen die Witwe des Klaus Mewes um ein Brauerbe bei der Mühlenbrücke; Hinweis der Kläger, dass für die Kinder aus der ersten Ehe des Klaus Mewes vorschriftswidrig keine Vormünder bestellt wurden
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Kläger: Martin Fullry, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau Margarethe, geb. Mewes, und Peter Potthausen, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau, geb. Mewes (Kläger).- Beklagter: Jochim Lütkens, Bürger zu Hamburg, namens seiner Frau Ilsabe, geb. Juen, Witwe des Klaus Mewes (Beklagter) sowie als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1623) citationis ad reassumendum, nunc (1627) mandati ... sine clausula, nunc (1634) citationis ad reassumendum, nunc (1663) executionis; Zuständigkeit des Reichskammergerichts, Herausgabe eines Nachlass-Inventars, Verbot der Veräußerung des Streitgegenstandes und Anfechtung eines Ehezärters wegen unrechtmäßiger Benachteiligung der Kinder bei der Erbschaft in einem Prozess der Kläger als Kinder aus der ersten Ehe des Klaus Mewes gegen die Witwe des Klaus Mewes um ein Brauerbe bei der Mühlenbrücke; Hinweis der Kläger, dass für die Kinder aus der ersten Ehe des Klaus Mewes vorschriftswidrig keine Vormünder bestellt wurden
211-2_F 28
F 2358
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> F
1594-1663
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Georg Krapff (1616), Dr. Georg Goll (1627), Dr. Jonas Eucharius Erhardt (1637). Beklagter: Dr. Johann Friedrich Renger (1616), Dr. Heinrich Ludwig Hacker (1623), Dr. Johann Philipp Bohn (1629), Dr. Lukas Goll (1636), Dr. Johann Georg von Gülich (senior) (1658). Nebenbeklagter: Lt. Martin Khun (1616), Dr. Johann Philipp Bohn (1627), Lt. Johann Schaumberger (1635), Dr. Lukas Goll (1637).- Instanzen: 1. Obergericht 1615-1616. 2. Reichskammergericht 1616-1662 (1616-1663).- Darin: Vertrag von 1594 über den Verkauf des Erbes bei der Mühlenbrücke durch Lt. Eberhard Twestreng, Protonotar der Stadt Hamburg, an Klaus Mewes; Ehezärter von 1596 zwischen Klaus Mewes, Bürger zu Hamburg, und Ilsabe Juen, Schwester des Marcus Juen, Mag.; "Abteilungsbrief" von 1596 über die Erbansprüche der Kinder aus der ersten Ehe des Klaus Mewes nach seiner Verheiratung in zweiter Ehe mit Ilsabe Juen; Ehezärter von 1601 zwischen Jochim Lütkens und Ilsabe Mewes; Ehezärter von 1604 zwischen Peter Potthausen und Anna Mewes; Ehezärter von 1612 zwischen Dirich Schwermann und Margarethe Mewes; Ehezärter von 1627 zwischen Johann Jagemann und Margarethe Fullry, geb. Mewes, Witwe des Martin Fullry; Inventare des Nachlasses des Klaus Mewes 1649 und 1662; Gutachten der Juristen-Fakultät der Universität Rostock von 1615.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11112 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ