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Stadt Warendorf Urkunden
1629 Mai 5
Regest: Der Offizial des geistlichen Gerichts zu Münster verkündet auf Nachsuchen des Johann Schade, Bürgers zu Warendorf, als Vormund der von Christian Neuhaus und seiner Frau Katharina Kleineweggen hinterlassenen Kinder, das Schweigegebot (impositionem silentii) bezüglich der Gläubigeransprüche auf die den Kindern von dem verstorbenen Johann Kleinewegge und seiner Frau Katharina Spaltman zugefallenen Güter in Warendorf, nämlich das Haus "die Schwane" auf dem Markt in Warendorf, ferner vier Kämpe der Arkampff, Seggewische, Fuistwische und Merßkampff, ferner Garten-Häuser, Fischerei und alle anderen Güter innerhalb und außerhalb von Warendorf, nachdem die Gläubiger in den Kirchen zu Warendorf, Alten und Neuen Kirchspiels, in Freckenhorst, Enniger, Ennigerloh, Hoetmar, Beelen, Everswinkel, Telgte, Milte und Einen, ferner in der Stadt Münster in den Kirchen zu Überwasser, St. Lamberti, St. Martini, St. Servatii, St. Ludgeri (Lüdgen), St. Ägidii, sowie durch einen Anschlag an der Dom- (oder Paradies-)Tür aufgerufen worden waren. Gläubiger sind: 1. Johann Block, der Rechte Lic., 100 Reichstaler bei 6 Reichstaler jährliche Rente, ferner zweimal je 100 Reichstaler und je 50 Reichstaler im Namen seiner Tochter Anna Margaretha Block. 2. Paul zum Brinck 9 Reichstaler 25 Schilling 6 Pfennig; 3. Christian Bispinck, Bürger zu Warendorf als Vormund der Kinder des verstorbenen Johann Bispingk, 40 Goldgulden bei 2 Goldgulden jährlicher Rente; 4. der Bursar des Domstiftes zu Münster 1 Mark jährliche Rente; 5. Henrich Sternmann, Kurator des fürstlichen Münsterschen weltlichen Hofgerichts, 150 Reichstaler bei 9 Reichstaler jährliche Rente, nebst Unkosten von 9 Mark 4 Schilling 3 Pfennig, sowie in Sachen Kleineweggens Frau contra Johann Spaltmann 13 Mark, 3 1/2 Schilling; 6. die Kapitularen zu Freckenhorst 20 Goldgulden bei 1 Goldgulden jährliche Rente, nebst rückständigen Zinsen vom Jahr 1616; 7. Dieterich zur Hegge, Vikar des Altares St. Jacobi Maioris zu St. Ludgeri, 6 Schilling jährliche Rente; 8. Rotger Modersohn und andere Erben des verstorbenen Henrich Uphaus 50 Reichstaler, nebst einer auf Johann Jurgens lautenden Verschreibung von 200 Reichstaler; 9. die Kinder des Johann Heßelingk zu Warendorf 27 Reichstaler 13 Schilling und Zinsen vom Jahr 1621, ferner 20 Reichstaler für eine dem Johann Spaltmann geleistete Bürgschaft nebst Zinsen vom Jahr 1621; 10. die Provisoren der Kirche zu Ennigerloh vom jährlichen Zins 3 Reichstaler 20 Schillinge; 11. Johann zu Horne, Provisor der Armen in Lamberting 5 Schillinge Rente; 12. die Vormünder der Kinder des verstorbenen Johann Hanigman 8 Reichstaler wegen verkaufter Kramerwaren; 13. Gerhardt Blomesath, Provisor der Armen zum Bentheim 10 Mark 1 Schilling Jahresrente vom Jahr 1627; 14. Hermann Harnischmacher 222 1/2 Reichstaler Unkosten für verschiedene (Gerichts-)Instanzen; 15. die Provisoren der Schulen zu Warendorf 1 Mark; 16. Johann Aßmann, Pastor zu Warendorf, 2 1/2 Reichstaler; 17. Gertraudt Kleinewegge 10 Reichstaler. - Es folgt die auf Grund der Verhandlungen vom 27 Mai 1628 und vom 9. September 1628 getroffene Reihenfolge der Gläubiger. Nachdem noch Henrich Rennebrinck, Vikar des Liebfrauenaltars zu St. Servatii, Ansprüche geltend gemacht hat über 3 Goldgulden jährliche Rente von 60 Goldgulden Kapital; die Provisoren der Kirche zu Ennigerloh Ansprüche von 4 Silbertaler weniger 1 Ort Zinsen von 75 Reichstaler Kapital; (Johann) Aßmann solche über 2 1/2 Goldgulden; die Provisoren der Armen zum Bentheim, Lamberting und der Schulen zu Warendorf eine Attetation vom Jahr 1595 vorgewiesen, sowie Johann Nysinck als Vertreter der Provisoren zu Ennigerloh und Bernard Schuirman als Vertreter des Christian Bispingk sich ausgewiesen haben, wird die endgültige Reihenfolge der Gläubiger festgelegt. Zeugen: Hermann Schreiber, Christoph Kollner, beide Notare.
Ausfertigung - Pergament 47 x 49 cm; anhängendes Siegel ab. Unterschrift des Notars Hermann Bordewick, Transfix an U 678. Bisher U 162.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.