Plümer, Friedrich (Bestand)
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BArch N 1236
call number: N 1236
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> P
1916-1961
Geschichte des Bestandsbildners: Lebenslauf
21.12.1899 geboren in Altenderne-Oberbecker (heute Dortmund-Derne)
1917-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg
1920-1929 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten München und Köln
1923 Eintritt und baldiger Austritt aus der NSDAP
1925 Veröffentlichung des Buches „Die Wahrheit über Hitler und seinen Kreis"
Leiter der „Völkischen Redner-Akademie" in München
1930 erfolgreich bestandene Mittelschullehrerprüfung
1931-1945 Lehrer (später stellvertretender Schulleiter) an der Herderschule und dem Schiller-Pädagogium in Wuppertal
1932 Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Weltpolitik (Geopolitik)" in Wuppertal
1934 Veröffentlichung der Schrift „Deutscher Raum - deutsches Volk. Eine Einführung in die Geopolitik"
1937 Wiedereintritt in die NSDAP
1939 Publikation der Schrift „Nach Ostland woll'n wir reiten! Die Geschichte des deutschen Ostens und der Blitzkrieg in Polen"
1940 Veröffentlichung des Buches „Der Rhein, die geopolitische Leitlinie Europas"
1942 Publikation der Schrift „Deutsches Ostland im Neuen Europa"
1944-1945 Leiter eines Kinderlandverschickungslagers in Sterksel (Niederlande)
1945 Entlassung aus dem Schuldienst
1949-1950 Entnazifizierungsverfahren
1951 Veröffentlichung des Buches „Rheinwiesen 1945" unter dem Pseudonym Fritz vom Hellweg
30.03.1962 verstorben in Wuppertal
Bearbeitungshinweis: Der Nachlass des Schriftstellers Friedrich Plümer wurde im Jahre 1975 zusammen mit den Unterlagen des Industriellen Max Pferdekämper vom Bundesarchiv erworben und trägt seitdem die Signatur N 1236. Er wurde im Jahre 2015 im Rahmen der Anwärterausbildung bewertet und erschlossen.
Bestandsbeschreibung: Im Rahmen der Anwärterausbildung 2015 sind die Unterlagen des Schriftstellers Friedrich Plümer bewertet, erschlossen und klassifiziert worden.
Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdigen Belangen Dritter.
Inhaltliche Charakterisierung: Neben der Privatkorrespondenz mit Angehörigen und Freunden beinhaltet der Nachlass Plümer auch einige Schreiben Professor Karl Haushofers, eines bekannten Vertreters der Geopolitik und des Unternehmers Max Pferdekämper, der sich in der westfälischen Stadt Menden als Lokalpolitiker der NSDAP betätigte. Der Fokus der Überlieferung liegt auf den 1930er und 1940er Jahren; das später entstandene Schriftgut (1949-1961) betrifft vornehmlich die Konzeption und Drucklegung verschiedener Publikationen sowie die Aktivitäten Plümers in der „Arbeitsgemeinschaft für Weltpolitik (Geopolitik)". In diesem Zusammenhang korrespondierte er auch mit dem usbekischen Orientwissenschaftler Baymirza Hayit und dem Agrarwissenschaftler Heinz Haushofer, einem Sohn Karl Haushofers. Darüber hinaus sind einige amtliche Dokumente wie Versicherungsunterlagen, Kirchenbuchauszüge und das Soldbuch Plümers aus seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg im Nachlass überliefert. Eine Akte dokumentiert die Tätigkeit als Leiter eines Kinderlandverschickungslagers in den Niederlanden. Weiterhin sind mehrere Publikationen des Autors im Nachlass vorhanden.
Vorarchivische Ordnung: Der Nachlass des Schriftstellers Friedrich Plümer wurde im Jahre 1975 zusammen mit den Unterlagen des Industriellen Max Pferdekämper vom Bundesarchiv erworben und trägt seitdem die Signatur N 1236.
Zitierweise: BArch N 1236/...
21.12.1899 geboren in Altenderne-Oberbecker (heute Dortmund-Derne)
1917-1918 Soldat im Ersten Weltkrieg
1920-1929 Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten München und Köln
1923 Eintritt und baldiger Austritt aus der NSDAP
1925 Veröffentlichung des Buches „Die Wahrheit über Hitler und seinen Kreis"
Leiter der „Völkischen Redner-Akademie" in München
1930 erfolgreich bestandene Mittelschullehrerprüfung
1931-1945 Lehrer (später stellvertretender Schulleiter) an der Herderschule und dem Schiller-Pädagogium in Wuppertal
1932 Gründung der „Arbeitsgemeinschaft für Weltpolitik (Geopolitik)" in Wuppertal
1934 Veröffentlichung der Schrift „Deutscher Raum - deutsches Volk. Eine Einführung in die Geopolitik"
1937 Wiedereintritt in die NSDAP
1939 Publikation der Schrift „Nach Ostland woll'n wir reiten! Die Geschichte des deutschen Ostens und der Blitzkrieg in Polen"
1940 Veröffentlichung des Buches „Der Rhein, die geopolitische Leitlinie Europas"
1942 Publikation der Schrift „Deutsches Ostland im Neuen Europa"
1944-1945 Leiter eines Kinderlandverschickungslagers in Sterksel (Niederlande)
1945 Entlassung aus dem Schuldienst
1949-1950 Entnazifizierungsverfahren
1951 Veröffentlichung des Buches „Rheinwiesen 1945" unter dem Pseudonym Fritz vom Hellweg
30.03.1962 verstorben in Wuppertal
Bearbeitungshinweis: Der Nachlass des Schriftstellers Friedrich Plümer wurde im Jahre 1975 zusammen mit den Unterlagen des Industriellen Max Pferdekämper vom Bundesarchiv erworben und trägt seitdem die Signatur N 1236. Er wurde im Jahre 2015 im Rahmen der Anwärterausbildung bewertet und erschlossen.
Bestandsbeschreibung: Im Rahmen der Anwärterausbildung 2015 sind die Unterlagen des Schriftstellers Friedrich Plümer bewertet, erschlossen und klassifiziert worden.
Die Benutzung unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdigen Belangen Dritter.
Inhaltliche Charakterisierung: Neben der Privatkorrespondenz mit Angehörigen und Freunden beinhaltet der Nachlass Plümer auch einige Schreiben Professor Karl Haushofers, eines bekannten Vertreters der Geopolitik und des Unternehmers Max Pferdekämper, der sich in der westfälischen Stadt Menden als Lokalpolitiker der NSDAP betätigte. Der Fokus der Überlieferung liegt auf den 1930er und 1940er Jahren; das später entstandene Schriftgut (1949-1961) betrifft vornehmlich die Konzeption und Drucklegung verschiedener Publikationen sowie die Aktivitäten Plümers in der „Arbeitsgemeinschaft für Weltpolitik (Geopolitik)". In diesem Zusammenhang korrespondierte er auch mit dem usbekischen Orientwissenschaftler Baymirza Hayit und dem Agrarwissenschaftler Heinz Haushofer, einem Sohn Karl Haushofers. Darüber hinaus sind einige amtliche Dokumente wie Versicherungsunterlagen, Kirchenbuchauszüge und das Soldbuch Plümers aus seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg im Nachlass überliefert. Eine Akte dokumentiert die Tätigkeit als Leiter eines Kinderlandverschickungslagers in den Niederlanden. Weiterhin sind mehrere Publikationen des Autors im Nachlass vorhanden.
Vorarchivische Ordnung: Der Nachlass des Schriftstellers Friedrich Plümer wurde im Jahre 1975 zusammen mit den Unterlagen des Industriellen Max Pferdekämper vom Bundesarchiv erworben und trägt seitdem die Signatur N 1236.
Zitierweise: BArch N 1236/...
Plümer, Friedrich, 1899-1962
19 Aufbewahrungseinheiten; 0,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST