Lehmann, Walter (Pastor) (Bestand)
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Lehmann, Walter (Pastor) Lehmann, Walter (Pastor) Lehmann, Walter (Pastor)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 5 Nachlässe, Handakten und personengeschichtliche Sammlungen
1872-1941
Bestandsbeschreibung: Walter Hans Lehmann wurde am 09.12.1883 in Puerto Caballo in Venezuela geboren und dort am 21.02.1884 getauft. Er war das mittlere Kind von drei Geschwistern des Hamburger Kaufmanns Friedrich Lehmann und dessen Ehefrau der Lehrerin Agathe geb. Wichmann.
Er besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek und legte dort 1902 sein Abitur ab. Im Anschluss studierte er in Heidelberg, Berlin und Marburg Theologie. Die erste theologische Prüfung legte er am 19.12.1905 ab.
Nach dem ersten Examen übernahm er für knapp ein Jahr eine einklassige Schule in Karolinensiel in Ostfriesland. Im Herbst 1906 wurde er Vikar in Frankenberg/Hessen und nach einer kurzen Tätigkeit als Lehrer in Hommershausen/Hessen wurde ihm ohne Absolvierung des 2. Examens die Pfarrstelle in Sprötau/Thüringen übertragen. Er wurde aus dem Schuldienst entlassen und legte schließlich im April 1908 seine zweite Theologische Prüfung ab.
Bis 1910 war er in Sprötau tätig, wo er seine spätere Ehefrau Frieda Emmy Bräutigam, die Tochter eines ansässigen Bauern, kennenlernte, die er am 12.09.1911 heiratete. Das Paar hatte insgesamt sieben Kinder. Von 1910 bis 1919 war Walter Lehmann Pastor in Hamberge/Schleswig-Holstein, nur unterbrochen von einem knappen Jahr (1915) beim Artillerie-Regiment 24 in Güstrow. Von Hamberge wechselte er schließlich nach Borby bei Eckernförde, wo er bis zu seinem Tod war. Er starb am 17.07.1941 in Borby.
Neben seiner Tätigkeit als Pastor veröffentlichte er mehrere Bücher mit Predigten, aber auch Werke zur Mystik. Am 25. Dezember 1921 erhielt er für seine wissenschaftliche Arbeit die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Kieler Universität. Eine wertvolle Quelle für die Gemeindegeschichte sind außerdem die von ihm verfassten Gemeindeberichte für Borby.
Er besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium in Wandsbek und legte dort 1902 sein Abitur ab. Im Anschluss studierte er in Heidelberg, Berlin und Marburg Theologie. Die erste theologische Prüfung legte er am 19.12.1905 ab.
Nach dem ersten Examen übernahm er für knapp ein Jahr eine einklassige Schule in Karolinensiel in Ostfriesland. Im Herbst 1906 wurde er Vikar in Frankenberg/Hessen und nach einer kurzen Tätigkeit als Lehrer in Hommershausen/Hessen wurde ihm ohne Absolvierung des 2. Examens die Pfarrstelle in Sprötau/Thüringen übertragen. Er wurde aus dem Schuldienst entlassen und legte schließlich im April 1908 seine zweite Theologische Prüfung ab.
Bis 1910 war er in Sprötau tätig, wo er seine spätere Ehefrau Frieda Emmy Bräutigam, die Tochter eines ansässigen Bauern, kennenlernte, die er am 12.09.1911 heiratete. Das Paar hatte insgesamt sieben Kinder. Von 1910 bis 1919 war Walter Lehmann Pastor in Hamberge/Schleswig-Holstein, nur unterbrochen von einem knappen Jahr (1915) beim Artillerie-Regiment 24 in Güstrow. Von Hamberge wechselte er schließlich nach Borby bei Eckernförde, wo er bis zu seinem Tod war. Er starb am 17.07.1941 in Borby.
Neben seiner Tätigkeit als Pastor veröffentlichte er mehrere Bücher mit Predigten, aber auch Werke zur Mystik. Am 25. Dezember 1921 erhielt er für seine wissenschaftliche Arbeit die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Kieler Universität. Eine wertvolle Quelle für die Gemeindegeschichte sind außerdem die von ihm verfassten Gemeindeberichte für Borby.
Lehmann, Walter
1 lfd. Meter
Archivbestand
Literatur: Lehmann, Ulrich: Walter Lehmann, 1883-1941. Pastor in Borby 1919-1941. In: Heimatgemeinschaft Eckernförde, Jg. 41 (1983), S. 13-31.
Kiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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