Notar Georg Krenkel von Grönenbach, Augsburger Bistum, jetzt in Altdorf genannt Weingarten seßhaft, beurkundet auf Requisition von Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, eine Prostestation. Der Abt beruft sich in dem inserierten Protestationszettel auf die kaiserlichen Privilegien des Klosters, welche die Anrufung fremder Gerichte untersagen und bei Klagen gegen Untertanen des Klosters auf dessen Brudergericht verweisen. Dessen ungeachtet haben Bürgermeister und Rat zu Ravensburg den leibeigenen Kaspar Engler zu Aichach in der Landvogtei in einer bürgerlichen Sache vor das kaiserliche Landgericht Ravensburg geladen. Der Abt fordert die Sache vom Landgericht ab und bewilligt ausnahmsweise unter Vorbehalt seiner Rechte, daß die Angelegenheit an das Gericht der Landvogtei Schwaben verwiesen wird. Der Notar stellt den Zettel den Beamten der Landvogtei im neuen Rathaus von Altdorf genannt Weingarten vor sitzendem Hofgericht zu. Der Notar will den Zettel zunächst verlesen, übergibt ihn dann jedoch auf dessen Aufforderung dem Landschreiber Michael Lautherius in die Hand.
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Notar Georg Krenkel von Grönenbach, Augsburger Bistum, jetzt in Altdorf genannt Weingarten seßhaft, beurkundet auf Requisition von Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, eine Prostestation. Der Abt beruft sich in dem inserierten Protestationszettel auf die kaiserlichen Privilegien des Klosters, welche die Anrufung fremder Gerichte untersagen und bei Klagen gegen Untertanen des Klosters auf dessen Brudergericht verweisen. Dessen ungeachtet haben Bürgermeister und Rat zu Ravensburg den leibeigenen Kaspar Engler zu Aichach in der Landvogtei in einer bürgerlichen Sache vor das kaiserliche Landgericht Ravensburg geladen. Der Abt fordert die Sache vom Landgericht ab und bewilligt ausnahmsweise unter Vorbehalt seiner Rechte, daß die Angelegenheit an das Gericht der Landvogtei Schwaben verwiesen wird. Der Notar stellt den Zettel den Beamten der Landvogtei im neuen Rathaus von Altdorf genannt Weingarten vor sitzendem Hofgericht zu. Der Notar will den Zettel zunächst verlesen, übergibt ihn dann jedoch auf dessen Aufforderung dem Landschreiber Michael Lautherius in die Hand.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1618
fasc. 083 n. 04
07061
B 522 II U 1534
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1598 Mai 19 (zinstag welcher war der neunzehendt neu und pro diversitate calendariorum der neunte tag des monats Maii alten styli)
63,4 x 63,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament Fleck, kleine Risse
Aussteller: Notar Georg Krenkel von Grönenbach, Augsburger Bistum, jetzt in Altdorf genannt Weingarten seßhaft
Empfänger: Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten
Zeugen: Hans Sailer von Buchhorn und Hans Schmid von Tettnang, beide Steinmetzen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Aussteller: Notar Georg Krenkel von Grönenbach, Augsburger Bistum, jetzt in Altdorf genannt Weingarten seßhaft
Empfänger: Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten
Zeugen: Hans Sailer von Buchhorn und Hans Schmid von Tettnang, beide Steinmetzen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Engler, Kaspar
Krenckel, Georg, Notar
Sailer, Hans
Schmid, Hans
Wegelin, Georg; Abt von Weingarten
Aichach : Berg RV; Einwohner
Altdorf = Weingarten RV; Notar
Altdorf = Weingarten RV; Rathaus
Buchhorn = Friedrichshafen FN; Einwohner
Grönenbach MN; Einwohner
Ravensburg RV; Bürgermeister und Rat
Ravensburg RV; Landgericht
Schwaben, Landvogtei; Amtleute
Schwaben, Landvogtei; Hofgericht
Schwaben, Landvogtei; Landschreiber
Tettnang FN; Einwohner
Weingarten RV; Kloster, Brudergericht
Weingarten RV; Kloster, Privilegien
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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