Streit um die Landes- und Lehnsherrschaft über Schloß und Herrschaft Winterburg mit den dazugehörenden Höfen „Ganshausen“ und „Hanenstein/Havenstein“ im Kirchspiel Neukirchen (Rhein-Sieg-Kr.). Anlaß des Prozesses sind die Überfälle des Adolf von Hall auf „Ganshausen“ und Merzbach im Jahre 1604, wobei er etliche Fuhren Heu, Vieh und anderes, z.T. Güter des Diethrich Kessel von Nürburg, beschlagnahmen und nach Steinbach (Rhein-Sieg-Kr.) transportieren und auch Personen gefangennehmen ließ (Auflistung der Vergehen in Q 1). Hintergrund der Auseinandersetzungen sind Besitzstreitigkeiten zwischen den Familien Kessel und Hall um Winterburg und „Ganshausen“.
Vollständigen Titel anzeigen
Streit um die Landes- und Lehnsherrschaft über Schloß und Herrschaft Winterburg mit den dazugehörenden Höfen „Ganshausen“ und „Hanenstein/Havenstein“ im Kirchspiel Neukirchen (Rhein-Sieg-Kr.). Anlaß des Prozesses sind die Überfälle des Adolf von Hall auf „Ganshausen“ und Merzbach im Jahre 1604, wobei er etliche Fuhren Heu, Vieh und anderes, z.T. Güter des Diethrich Kessel von Nürburg, beschlagnahmen und nach Steinbach (Rhein-Sieg-Kr.) transportieren und auch Personen gefangennehmen ließ (Auflistung der Vergehen in Q 1). Hintergrund der Auseinandersetzungen sind Besitzstreitigkeiten zwischen den Familien Kessel und Hall um Winterburg und „Ganshausen“.
AA 0627, 2131 - G 853/2851
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1605 - 1608 (1423 - 1608)
Enthaeltvermerke: Kläger: Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg Beklagter: Erzbischof Ernst von Köln und Koadjutor Ferdinand sowie Adolf von Hall Prokuratoren (Kl.): Dr. Andreas Pfeffer 1605 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1605 Prozeßart: Tertii mandati der Landts unnd andere Oberkeitt uber den hoff Gannshausen und Haffenstein auch Adam N. Botten gefenglich einziehen und anders belangendt Instanzen: RKG 1605 - 1608 (1423 - 1608) Beweismittel: Auszug aus einer Urkunde der Eheleute Diethrich Kessel von Nürburg und Irmgart Ketzgen, Herr und Frau zu Winterburg, von 1580 über einen Vertrag mit den Eheleuten Adolf von Hall dem Jüngeren und Anna von Hillesheim (Q 4). Schreiben des Wilhelm von Metternich zu Nievelstein und Winterburg, Amtmanns der Grafschaft Neuenahr, von 1570 (Q 5). Auszug aus dem Register des Klosters Heisterbach von 1423 und 1428 (Q 6). Vergleich der Brüder Adam und Herbert von Hall mit ihrer Schwester Anna von Hall von 1579 betr. Anteil an Winterburg (Q 14). Dokument des Gerichts zu Gelsdorf betr. Schätzung der Güter des Diethrich Kessel zu Nürburg und Winterburg in Gelsdorf (Abrechnung mit Diethrich Kolb) (Q 15). Quittung des Adolf von Hall, des ältesten Sohns zu Hall, von 1580 (Q 16). RKG-(Bei-)Urteil vom 5. Feb. 1606 (Prot.). Beschreibung: 2 cm, 62 Bl., lose; Q 1 - 18. Der Prozeß enthält irrtümlich ein Aktenstück (Urkunde der Schöffen von Hülchrath, Q 9, prod. 5. April 1608) in Sachen Jülich ./. Köln betr. „mandati der pfandung die landtfürstliche Obrigkeit zu Hasten unnd im ambt Hulchenradt 2 abgepfandt pferdt belangendt“.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:29 MESZ