Flottendienstgeschwader (Bestand)
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BArch BM 23
call number: BM 23
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1963 - 1992
Geschichte des Bestandsbildners: Durch Aufstellungsbefehl Nr. 103 -Marine- vom 21. Juni 1960 wurde die Aufstellung des Flottendienstgeschwaders in Wilhelmshaven befohlen. Truppendienstlich war das Geschwader bis zum 1. Januar 1961 dem Kommandeur des 2. Geleitgeschwaders, ab 1. April 1961 dem Kommando der Zerstörer unterstellt. Für den Einsatz war das Flottendienstgeschwader dem Kommando der Flotte unterstellt. Zum Geschwader traten die Torpedofangboote (Kennung P 6111 - P 6115):
· THETIS (Indienststellung am 1. Juli 1961 in Bremerhaven),
· HERMES (Indienststellung am 16. Dezember 1961 in Wilhelmshaven),
· NAJADE (Indienststellung am 12. Mai 1962 in Bremen),
· TRITON (Indienststellung am 10. November 1962 in Bremen),
· THESEUS (Indienststellung am 15. August 1963 in Bremen).
Zu den Aufgaben des Stabes Flottendienstgeschwader gehörten:
· Truppendienstliche Führung und Einsatzführung der unterstellten Einheiten,
· Überwachung und Förderung der Einzelschiffs- und -bootsausbildung sowie Durchführung der Gefechts- und Verbandsausbildung im Rahmen des Geschwaders,
· Überwachung der einheitlichen Anwendung von Dienstvorschriften,
· Überwachung der militärischen Sicherheit im personellen und materiellen Bereich,
· Herstellung und Erhaltung der Einsatzfähigkeit der unterstellten Einheiten,
· Einleitung und Überwachung des Materialnachschubs für das Geschwader sowie Materialerhaltung der unterstellten Einheiten,
· Führung des Bestandsnachweises für das Geschwader,
· Überwachung der Verpflegungs- und Kantinenwirtschaft der unterstellten Einheiten,
· Planung, Vorbereitung und Durchführung der personellen und materiellen Mobilisierungsmaßnahmen als kalenderführende Dienststelle,
· Weiterbildung der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Geschwaders.
Das Flottendienstgeschwader verlegte am 26. März 1968 nach Flensburg-Mürwik und wurde Anfang 1968 neu gegliedert. Dem Geschwader wurden am 1. April 1968 die Fregatten EMDEN und KARLSRUHE unterstellt. Am 1. Oktober 1973 schied KARLSRUHE und am 1. April 1974 EMDEN aus; beide Fregatten wurden danach dem 2. Geleitgeschwader unterstellt. Von Februar 1969 bis 1. Oktober 1971 war der Zerstörer 3 dem Flotendienstgeschwader angegliedert.
Die Torpedofangboote wurden in Flottendienstboote umbenannt und erhielten am 1. November 1969 die Kennung A 1430 - A 1434. Eine weitere Änderung erfolgte am 1. April 1974: Die Flottendienstboote wurden in Ujagdboote (Kennung P 6052 - P 6056) umbenannt und der NATO assigniert. Durch die NATO-Zugehörigkeit hatte das Geschwader nun auch
· im Verteidigungsfall die Sicherung des Seeverkehrs von und nach deutschen Häfen, den Geleitdienst und die Ubootbekämpfung zu übernehmen und
· im Frieden wie bisher die Bordausbildung für die Schulen der Marine durchzuführen.
·
· Für die ausgeschiedenen Fregatten und den Zerstörer traten am 1. Juli 1972 die Messboote OSTE, ALSTER und OKER der Klasse 422 (bisher Minenlegergeschwader) zum Verband.
·
· Die 3 Messboote der Klasse 422 wurden wie folgt außer Dienst gestellt:
· OSTE 12. Juni 1987 in Wilhelmshaven,
· OKER 29. Februar 1988 an Griechenland abgegeben,
· ALSTER am 14. November 1988 an Türkei abgegeben.
Sie wurden ersetzt durch Einheiten der Klasse 423, die als Flottendienstboote in Flensburg in Dienst gestellt wurden (OSTE am 30. Juni 1988, OKER am 10. November 1988, ALSTER am 5. Oktober 1989).
Die Ujagdboote wurden 1991 und 1992 außer Dienst gestellt und als Verteidigungshilfe an Griechenland abgegeben (THETIS und NAJADE am 6. September 1991, HERMES und TRITON am 7. September 1992). THESEUS wurde nach einer Havarie in Dänemark am 30. April 1992 in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt.
Für das Flottendienstgeschwader trat mit Wirkung vom 31. März 1993 die Auflösung in Kraft (Organisations-Änderung Nr. 1/92 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 103 vom 15. April 1992). Die Flottendienstboote wurden dem Marinefernmeldestab 70 übergeben.
Die Flottendienstboote der OSTE-Klasse sind als hocheffiziente Frühwarn-, Fernmelde- und Aufklärungseinheiten konzipiert und können sowohl auf sich allein gestellt als auch im Wirk- und Kommunikationsverbund mit anderen Einheiten und Dienststellen deutscher und internationaler Streitkräfte operieren. Heute sind sie dem 1. Ubootgeschwader der Einsatzflottille 1 zugeteilt.
Geschwaderkommandeure:
KKpt Reichardt, Gustav 02.1961 - 02.1963
KKpt Dietrich, Gustav-Adolf 03.1963 - 05.1963
KKpt Wetters, Ludwig 05.1963 - 09.1964
KKpt Schröder, Karl-Heinz 10.1964 - 03.1966
FKpt Postel, Hans-Hinrich 04.1966 - 05.1968
Kpt zS Hackländer, Burkhard 05.1968 - 09.1970
Kpt zS Mumm, Herbert 10.1970 - 09.1974
FKpt Klages, Dieter 10.1974 - 03.1978
FKpt Brandt, Manfred 04.1978 - 04.1980
FKpt Träger, Georg 10.1980 - 09.1983
FKpt Hass, Johannes 10.1983 - 09.1986
FKpt Adamus, Dietrich 10.1986 - 09.1989
FKpt Schultz, Jochen 10.1989 - 04.1991
FKpt Warnick, Michael 05.1991 - 09.1992
KKpt Möller, Claus (m.W.d.G.b.) 10.1992 - 12.1992
Inhaltliche Charakterisierung: Berichte Ständige Einsatzgruppe der Flotte; Kriegstagebücher; Übungsbefehle; Gästebücher der Boote; Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Kieler Woche), Übungen Außerheimische Gewässer; Havarieakten; Schiffspläne; Chronik
Erschließungszustand: Abgabeverzeichnis, unbearbeitet
Umfang, Erläuterung: VS-Anteil: 1 AE
Zitierweise: BArch BM 23/...
· THETIS (Indienststellung am 1. Juli 1961 in Bremerhaven),
· HERMES (Indienststellung am 16. Dezember 1961 in Wilhelmshaven),
· NAJADE (Indienststellung am 12. Mai 1962 in Bremen),
· TRITON (Indienststellung am 10. November 1962 in Bremen),
· THESEUS (Indienststellung am 15. August 1963 in Bremen).
Zu den Aufgaben des Stabes Flottendienstgeschwader gehörten:
· Truppendienstliche Führung und Einsatzführung der unterstellten Einheiten,
· Überwachung und Förderung der Einzelschiffs- und -bootsausbildung sowie Durchführung der Gefechts- und Verbandsausbildung im Rahmen des Geschwaders,
· Überwachung der einheitlichen Anwendung von Dienstvorschriften,
· Überwachung der militärischen Sicherheit im personellen und materiellen Bereich,
· Herstellung und Erhaltung der Einsatzfähigkeit der unterstellten Einheiten,
· Einleitung und Überwachung des Materialnachschubs für das Geschwader sowie Materialerhaltung der unterstellten Einheiten,
· Führung des Bestandsnachweises für das Geschwader,
· Überwachung der Verpflegungs- und Kantinenwirtschaft der unterstellten Einheiten,
· Planung, Vorbereitung und Durchführung der personellen und materiellen Mobilisierungsmaßnahmen als kalenderführende Dienststelle,
· Weiterbildung der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Geschwaders.
Das Flottendienstgeschwader verlegte am 26. März 1968 nach Flensburg-Mürwik und wurde Anfang 1968 neu gegliedert. Dem Geschwader wurden am 1. April 1968 die Fregatten EMDEN und KARLSRUHE unterstellt. Am 1. Oktober 1973 schied KARLSRUHE und am 1. April 1974 EMDEN aus; beide Fregatten wurden danach dem 2. Geleitgeschwader unterstellt. Von Februar 1969 bis 1. Oktober 1971 war der Zerstörer 3 dem Flotendienstgeschwader angegliedert.
Die Torpedofangboote wurden in Flottendienstboote umbenannt und erhielten am 1. November 1969 die Kennung A 1430 - A 1434. Eine weitere Änderung erfolgte am 1. April 1974: Die Flottendienstboote wurden in Ujagdboote (Kennung P 6052 - P 6056) umbenannt und der NATO assigniert. Durch die NATO-Zugehörigkeit hatte das Geschwader nun auch
· im Verteidigungsfall die Sicherung des Seeverkehrs von und nach deutschen Häfen, den Geleitdienst und die Ubootbekämpfung zu übernehmen und
· im Frieden wie bisher die Bordausbildung für die Schulen der Marine durchzuführen.
·
· Für die ausgeschiedenen Fregatten und den Zerstörer traten am 1. Juli 1972 die Messboote OSTE, ALSTER und OKER der Klasse 422 (bisher Minenlegergeschwader) zum Verband.
·
· Die 3 Messboote der Klasse 422 wurden wie folgt außer Dienst gestellt:
· OSTE 12. Juni 1987 in Wilhelmshaven,
· OKER 29. Februar 1988 an Griechenland abgegeben,
· ALSTER am 14. November 1988 an Türkei abgegeben.
Sie wurden ersetzt durch Einheiten der Klasse 423, die als Flottendienstboote in Flensburg in Dienst gestellt wurden (OSTE am 30. Juni 1988, OKER am 10. November 1988, ALSTER am 5. Oktober 1989).
Die Ujagdboote wurden 1991 und 1992 außer Dienst gestellt und als Verteidigungshilfe an Griechenland abgegeben (THETIS und NAJADE am 6. September 1991, HERMES und TRITON am 7. September 1992). THESEUS wurde nach einer Havarie in Dänemark am 30. April 1992 in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt.
Für das Flottendienstgeschwader trat mit Wirkung vom 31. März 1993 die Auflösung in Kraft (Organisations-Änderung Nr. 1/92 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 103 vom 15. April 1992). Die Flottendienstboote wurden dem Marinefernmeldestab 70 übergeben.
Die Flottendienstboote der OSTE-Klasse sind als hocheffiziente Frühwarn-, Fernmelde- und Aufklärungseinheiten konzipiert und können sowohl auf sich allein gestellt als auch im Wirk- und Kommunikationsverbund mit anderen Einheiten und Dienststellen deutscher und internationaler Streitkräfte operieren. Heute sind sie dem 1. Ubootgeschwader der Einsatzflottille 1 zugeteilt.
Geschwaderkommandeure:
KKpt Reichardt, Gustav 02.1961 - 02.1963
KKpt Dietrich, Gustav-Adolf 03.1963 - 05.1963
KKpt Wetters, Ludwig 05.1963 - 09.1964
KKpt Schröder, Karl-Heinz 10.1964 - 03.1966
FKpt Postel, Hans-Hinrich 04.1966 - 05.1968
Kpt zS Hackländer, Burkhard 05.1968 - 09.1970
Kpt zS Mumm, Herbert 10.1970 - 09.1974
FKpt Klages, Dieter 10.1974 - 03.1978
FKpt Brandt, Manfred 04.1978 - 04.1980
FKpt Träger, Georg 10.1980 - 09.1983
FKpt Hass, Johannes 10.1983 - 09.1986
FKpt Adamus, Dietrich 10.1986 - 09.1989
FKpt Schultz, Jochen 10.1989 - 04.1991
FKpt Warnick, Michael 05.1991 - 09.1992
KKpt Möller, Claus (m.W.d.G.b.) 10.1992 - 12.1992
Inhaltliche Charakterisierung: Berichte Ständige Einsatzgruppe der Flotte; Kriegstagebücher; Übungsbefehle; Gästebücher der Boote; Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Kieler Woche), Übungen Außerheimische Gewässer; Havarieakten; Schiffspläne; Chronik
Erschließungszustand: Abgabeverzeichnis, unbearbeitet
Umfang, Erläuterung: VS-Anteil: 1 AE
Zitierweise: BArch BM 23/...
Flottendienstgeschwader (FlottenDstGschw), 1961-1993
215 Aufbewahrungseinheiten; 3,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Literatur: Hans H. Hildebrandt, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe, Herford, 1983
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
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24.04.2026, 10:58 AM CEST
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