Archive ehemals selbständiger Institutionen und Standesherrschaften (Provenienzbestände): Burg Friedberg (Bestand)
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F 3
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Archive ehemals selbständiger Institutionen und Standesherrschaften (Provenienzbestände)
1465 - 1821
Enthält: Akten und Amtsbücher, u.a. Grenzstreitigkeiten, Streitigkeiten mit der Stadt Friedberg, Gütersachen, Aufnahme und Tod von Burgmannen, Regimentsburgmannen, Baumeistern und Burggrafen (mit Reversen), Burgbeamte, Burgmannenbücher 1473-1772, Nr. 57-58, Kanzleisachen, Burggerichtsbücher und -protokolle 1396-Anfang 17. Jahrhundert (mit Lücken), Regimentskonvents- sowie Quartal- und Audienzprotokolle 16. Jahrhundert- 1806 (mit Lücken), Landvisitationsprotokolle 1716/17
Reichskammergerichtsprozesse.
Bestandsgeschichte: Mit der Ausbildung einer regelmäßigeren Kanzleitätigkeit der Burg im späten 14. Jahrhundert verband sich wohl auch die Anlage eines Archivs. Erst im späten 18. Jahrhundert aber werden intensivere Bemühungen seitens der adligen Burgmannschaft um das unter schlechten Bedingungen gelagerte und dadurch im Bestand gefährdete Burgarchiv, mittlerweile vermischt mit dem Archiv der Burgkirche, erkennbar. Der kurz zuvor in Dienst genommene Burgregistrator Schatzmann begann ab 1794 mit einer Neuordnung und -verzeichnung des Burgarchivs, auch unterbreitete er diverse Vorschläge zur bestandssichernden Lagerung. Die Auswirkungen der Revolutionskriege auch auf Friedberg unterbrachen die angefangenen Arbeiten, das Archiv musste gar mehrfach ausgelagert werden und erfuhr so Verluste. Noch nach der territorialen Übernahme der Burggrafschaft Friedberg durch das Großherzogtum Hessen im Jahre 1806 wurde das Archiv in der Burg Friedberg verwahrt und stand unter gemeinsamer Verwaltung des letzten Burggrafen von Westphalen und der hessischen Regierung. Nach dem Abtretungsvertrag von 1817 gelangten dann kleinere Teile des Archivs nach Darmstadt, so vor allem die Urkunden von Burg und Burgkirche an das Staatsarchiv, Akten der Burggrafenwahlen und des St. Josephsordens wurden an das Staatsministerium abgegeben. Größere Teile des Archivs kamen zur Provinzialregierung, auch zum Hofgericht nach Gießen für den Gebrauch durch Verwaltung und Justiz. 1838/43 erfolgte die endgültige Abgabe der bereits durch unsachgemäße Lagerung und auch Vernichtung reduzierten Burgüberlieferung nach Darmstadt. Dort fanden weitere Kassationen und Ausgliederungen nach dem Pertinenzprinzip in verschiedene Aktenabteilungen statt. 1944 verbrannten durch Kriegseinwirkung sämtliche Burgrechnungen und auch Akten, so dass der heutige Bestand F 3 nur noch als Rumpfarchiv der Burg Friedberg zu bezeichnen ist.
Findmittel: (2) Maschinenschriftliches Findbuch mit Vorbemerkung (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b05f03_vorwort.pdf) (Akten und Urkunden) von Kammerdirektor a. D. Müller aus dem Jahre 1914, (teilweise) überarbeitet und mit Index versehen durch Albrecht Eckhardt, 1970
Findmittel: (1) Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: (3) Findbuch der Nachträge sowie der Provenienzen 'Burg Friedberg' in anderen Beständen, bearbeitet von Hans Dieter Ebert und Klaus Dieter Rack, 1999
Referent: Lars Adler, Barbara Tuczek
Enthält: Akten und Amtsbücher, u.a. Grenzstreitigkeiten, Streitigkeiten mit der Stadt Friedberg, Gütersachen, Aufnahme und Tod von Burgmannen, Regimentsburgmannen, Baumeistern und Burggrafen (mit Reversen), Burgbeamte, Burgmannenbücher 1473-1772, Nr. 57-58, Kanzleisachen, Burggerichtsbücher und -protokolle 1396-Anfang 17. Jahrhundert (mit Lücken), Regimentskonvents- sowie Quartal- und Audienzprotokolle 16. Jahrhundert- 1806 (mit Lücken), Landvisitationsprotokolle 1716/17 Reichskammergerichtsprozesse.
Findmittel: (1) Online-Datenbank (Arcinsys)
Benutzung: Mikrofiches; keine Vorlage der Originale
Reichskammergerichtsprozesse.
Bestandsgeschichte: Mit der Ausbildung einer regelmäßigeren Kanzleitätigkeit der Burg im späten 14. Jahrhundert verband sich wohl auch die Anlage eines Archivs. Erst im späten 18. Jahrhundert aber werden intensivere Bemühungen seitens der adligen Burgmannschaft um das unter schlechten Bedingungen gelagerte und dadurch im Bestand gefährdete Burgarchiv, mittlerweile vermischt mit dem Archiv der Burgkirche, erkennbar. Der kurz zuvor in Dienst genommene Burgregistrator Schatzmann begann ab 1794 mit einer Neuordnung und -verzeichnung des Burgarchivs, auch unterbreitete er diverse Vorschläge zur bestandssichernden Lagerung. Die Auswirkungen der Revolutionskriege auch auf Friedberg unterbrachen die angefangenen Arbeiten, das Archiv musste gar mehrfach ausgelagert werden und erfuhr so Verluste. Noch nach der territorialen Übernahme der Burggrafschaft Friedberg durch das Großherzogtum Hessen im Jahre 1806 wurde das Archiv in der Burg Friedberg verwahrt und stand unter gemeinsamer Verwaltung des letzten Burggrafen von Westphalen und der hessischen Regierung. Nach dem Abtretungsvertrag von 1817 gelangten dann kleinere Teile des Archivs nach Darmstadt, so vor allem die Urkunden von Burg und Burgkirche an das Staatsarchiv, Akten der Burggrafenwahlen und des St. Josephsordens wurden an das Staatsministerium abgegeben. Größere Teile des Archivs kamen zur Provinzialregierung, auch zum Hofgericht nach Gießen für den Gebrauch durch Verwaltung und Justiz. 1838/43 erfolgte die endgültige Abgabe der bereits durch unsachgemäße Lagerung und auch Vernichtung reduzierten Burgüberlieferung nach Darmstadt. Dort fanden weitere Kassationen und Ausgliederungen nach dem Pertinenzprinzip in verschiedene Aktenabteilungen statt. 1944 verbrannten durch Kriegseinwirkung sämtliche Burgrechnungen und auch Akten, so dass der heutige Bestand F 3 nur noch als Rumpfarchiv der Burg Friedberg zu bezeichnen ist.
Findmittel: (2) Maschinenschriftliches Findbuch mit Vorbemerkung (http://digitalisate-he.arcinsys.de/pdf/hstad/vorworte/b05f03_vorwort.pdf) (Akten und Urkunden) von Kammerdirektor a. D. Müller aus dem Jahre 1914, (teilweise) überarbeitet und mit Index versehen durch Albrecht Eckhardt, 1970
Findmittel: (1) Online-Datenbank (HADIS)
Findmittel: (3) Findbuch der Nachträge sowie der Provenienzen 'Burg Friedberg' in anderen Beständen, bearbeitet von Hans Dieter Ebert und Klaus Dieter Rack, 1999
Referent: Lars Adler, Barbara Tuczek
Enthält: Akten und Amtsbücher, u.a. Grenzstreitigkeiten, Streitigkeiten mit der Stadt Friedberg, Gütersachen, Aufnahme und Tod von Burgmannen, Regimentsburgmannen, Baumeistern und Burggrafen (mit Reversen), Burgbeamte, Burgmannenbücher 1473-1772, Nr. 57-58, Kanzleisachen, Burggerichtsbücher und -protokolle 1396-Anfang 17. Jahrhundert (mit Lücken), Regimentskonvents- sowie Quartal- und Audienzprotokolle 16. Jahrhundert- 1806 (mit Lücken), Landvisitationsprotokolle 1716/17 Reichskammergerichtsprozesse.
Findmittel: (1) Online-Datenbank (Arcinsys)
Benutzung: Mikrofiches; keine Vorlage der Originale
13,875 m
Bestand
Korrespondierende Archivalien: zuletzt etliche Akten aus E 10 entnommen und nach F 3 zurückgeführt
Korrespondierende Archivalien: die Ahnenproben befinden sich in Bestand A 12
Korrespondierende Archivalien: vgl. auch C 1
Korrespondierende Archivalien: Zu den Urkunden siehe Bestände B 5 (http://www.hadis.hessen.de/scripts/hadis.dll/direct?link=50), A 3 (Urkunden Oberhessen)
Korrespondierende Archivalien: zahlreiche Provenienzen Burg Friedberg in den Beständen der Pertinenzabteilung E
Literatur: Zur Archivgeschichte siehe auch die Einleitung in: Die Reichsburg Friedberg im Mittelalter. Regesten der Urkunden 1216-1410, bearbeitet von Thomas Schilp, Marburg 1987 (Urkundenbuch der Stadt Friedberg, Zweiter Band)
Korrespondierende Archivalien: die Ahnenproben befinden sich in Bestand A 12
Korrespondierende Archivalien: vgl. auch C 1
Korrespondierende Archivalien: Zu den Urkunden siehe Bestände B 5 (http://www.hadis.hessen.de/scripts/hadis.dll/direct?link=50), A 3 (Urkunden Oberhessen)
Korrespondierende Archivalien: zahlreiche Provenienzen Burg Friedberg in den Beständen der Pertinenzabteilung E
Literatur: Zur Archivgeschichte siehe auch die Einleitung in: Die Reichsburg Friedberg im Mittelalter. Regesten der Urkunden 1216-1410, bearbeitet von Thomas Schilp, Marburg 1987 (Urkundenbuch der Stadt Friedberg, Zweiter Band)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 12:49 PM CEST
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