Paulus Teschler, Bürgermeister, und Johann Kolleffel, Stadtammann, beide verordnete Pfleger des Heiliggeistspitals zu Ravensburg, sowie Hans Lechler, Meister daselbst, beurkunden, dass sie heute Maria Gundelin zu Furt, Tochter der bereits verstorbenen Eheleute Thomas Gundelin und Margaretha Mantz, und deren Kinder Ursula, Balthus und Maria, die sie mit ihrem verstorbenen Ehemann Wilhelm Schnabel erzeugt hat, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer bzw. des Spitals Leibherrschaft entlassen haben. Also sprechen die Aussteller auch namens des Spitals und ihrer Amtsnachfolger genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, gestatten ihr, von jetzt an neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei anderen Herren, in Städten, auf dem Land "vnd sonst allenthalben, wo sy will", anzunehmen, wobei sie von ihnen, die hiermit auch namens ihrer Nachfolger ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an ihr mit allen Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen verzichten, keine Behinderung zu gewärtigen hat.
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Paulus Teschler, Bürgermeister, und Johann Kolleffel, Stadtammann, beide verordnete Pfleger des Heiliggeistspitals zu Ravensburg, sowie Hans Lechler, Meister daselbst, beurkunden, dass sie heute Maria Gundelin zu Furt, Tochter der bereits verstorbenen Eheleute Thomas Gundelin und Margaretha Mantz, und deren Kinder Ursula, Balthus und Maria, die sie mit ihrem verstorbenen Ehemann Wilhelm Schnabel erzeugt hat, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, deren Empfang sie hiermit quittieren, aus ihrer bzw. des Spitals Leibherrschaft entlassen haben. Also sprechen die Aussteller auch namens des Spitals und ihrer Amtsnachfolger genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, gestatten ihr, von jetzt an neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei anderen Herren, in Städten, auf dem Land "vnd sonst allenthalben, wo sy will", anzunehmen, wobei sie von ihnen, die hiermit auch namens ihrer Nachfolger ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an ihr mit allen Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen verzichten, keine Behinderung zu gewärtigen hat.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3291
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1600-1649
1606 Februar 25
10,8 x 28,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Heiliggeistspital Ravensburg
Empfänger: Maria Gundelin
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend (in Holzkapsel ohne Deckel), stark beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Maria Gundelin
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend (in Holzkapsel ohne Deckel), stark beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Gundelin, Maria
Gundelin, Thomas
Kolleffel, Johann
Lechler, Hans
Mantz, Margaretha
Schnabel, Balthus
Schnabel, Maria
Schnabel, Ursula
Schnabel, Wilhelm
Teschler, Paulus
Furt : Eschach, Ravensburg RV
Ravensburg RV; Heiliggeistspital
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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