Jüdische Patrioten: Spurensuche im Taubertal
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931015/112
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> März
30. März 1993
Edzard Kellermann, 15jähriger Schüler, spürte zwei verschwundenen Gedenktafeln nach, die in Bad Mergentheim in den zwanziger Jahren an die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnerten. (aus: SDR-Sendelaufplan) KELLERMANN: Die Gedenktafel, die an die jüdischen Gefallenen von Bad Mergentheim des Ersten Weltkrieges erinnerte, wurde 1924 in der Synagoge angebracht. BEHR: Hat die zwei Gedenktafeln von 1924 und 1946 in den Magazinräumen der jüdischen Gemeinde in Stuttgart gefunden. BUSENSTENGEL: Hofft, daß die zwei Gedenktafeln wieder nach Bad Mergentheim zurückkehren werden. Mit der Tafel von 1924 wollten die Mergentheimer Juden ihre patriotische Zugehörigkeit dokumentieren. Die zweite Tafel erinnert an den Holocaust. TENNE: Die jüdische Gemeinde in Stuttgart ist bereit, die Gedenktafeln als Dauerleihgabe nach Bad Mergentheim zurückzugeben, allerdings unter der Bedingung, daß sie adäquat gezeigt werden.
0:05:50; 0'05
Audio-Visuelle Medien
Behr, Hartwig
Busenstengel, Albert
Kellermann, Edzard
Bad Mergentheim TBB
Erster Weltkrieg
Gedenkstätte; Gedenktafel
Juden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ