Der physische und moralische Zustand der Bewohner der von dem Baron von Wülcknitz erbauten Familienhäuser vor dem Hamburger Tore - auf dem sogenannten Voigtland - und gegen die befürchteten Nachteile zu ergreifenden polizeilichen Maßregeln
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A Rep. 003-01 Nr. 1055
A Rep. 003-01 Nr. 19054
Registratursignatur: A Rep. 003-01 Nr. Armenwesen Generalia Nr. 44
A Rep. 003-01 Königliches Armendirektorium / Magistrat der Stadt Berlin, Armendirektion
A Rep. 003-01 Königliches Armendirektorium / Magistrat der Stadt Berlin, Armendirektion >> 1. Armendirektion >> 1.1. Direktion >> 1.1.5. Organisation der Armenpflege
1824 - 1864
Archivale
Microfilm/-fiche: A 4460
Die Qualität der Familienhäuser und die Wohnverhältnisse waren schlecht. Das Souterrain eines der fünf Häuser wurde bereits vermietet, da war das erste Obergeschoss noch nicht fertig. Die Behörden schritten auf Grund von Anzeigen ein.. In den etwa 400 Stuben der Häuser lebten ca. 2200 - 3000 Personen. Durchschnittlich hatte jeder Bewohner etwa 2,2 m² Wohnfläche zur Verfügung. Ein besonderes Problem waren die gemeinsamen Toiletten. Bereits 1825 hatte der zuständige Stadtrat bemängelt, dass die "Abtritte offenstehen und die Luft verpesten". Laut einer polizeilichen Aufstellung von 1828 kam auf etwa 50 Bewohner eine Toilette. Erst 1841 wurde durch Anlage einer zweiten Toilette im Kaufmannshaus Abhilfe geschaffen. Die Abwässer der Familienhäuser flossen in offenen Rinnsteinen in eine Senkgrube beim "Langen Haus". Berichte des Armenarztes Dr. Thümmel führten zu mehreren behördlichen Auflagen gegenüber von Wülcknitz, gegen die sich dieser zur Wehr setzte. Schließlich beleidigte von Wülcknitz die Polizei. 1829 wurde er daher zu einer sechswöchigen Gefängnisstrafe verurteilt. Da die erwarteten Gewinne nicht erwirtschaftet werden konnten, gab er auf. (Quelle: Wikipedia).
Vogtland in Berlin: In der Mitte des 18. Jahrhunderts arbeiteten Handwerker vogtländischer Herkunft im Sommerhalbjahr in Berlin. Auf Anordnung Friedrichs des Großen wurden im Gebiet der heutigen Rosenthaler Vorstadt Gebäude für diese Handwerker gebaut, um sie dauerhaft in Berlin anzusiedeln. Dieser Stadtteil führte bis ins 19. Jahrhundert den Namen Voigtland. Der Begriff Vo(i)gtland war dabei ein Synonym für das wachsende soziale Elend in Berlin in der Zeit der frühen Industrialisierung. (Quelle: Wikipedia).
Heinrich Otto von Wülcknitz war Königlicher Kammerherr und Erbherr von Kartzow. (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam, Signatur: 5E AG Potsdam 9416 betr. Testament 1795 - 1853).
Vogtland in Berlin: In der Mitte des 18. Jahrhunderts arbeiteten Handwerker vogtländischer Herkunft im Sommerhalbjahr in Berlin. Auf Anordnung Friedrichs des Großen wurden im Gebiet der heutigen Rosenthaler Vorstadt Gebäude für diese Handwerker gebaut, um sie dauerhaft in Berlin anzusiedeln. Dieser Stadtteil führte bis ins 19. Jahrhundert den Namen Voigtland. Der Begriff Vo(i)gtland war dabei ein Synonym für das wachsende soziale Elend in Berlin in der Zeit der frühen Industrialisierung. (Quelle: Wikipedia).
Heinrich Otto von Wülcknitz war Königlicher Kammerherr und Erbherr von Kartzow. (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv Potsdam, Signatur: 5E AG Potsdam 9416 betr. Testament 1795 - 1853).
Wülcknitz, Heinrich Otto Baron von
Hamburger Tor
Vogtland (Berlin)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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12.02.2026, 9:51 AM CET
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- Landesarchiv Berlin (Archivtektonik)
- A Bestände vor 1945 (Archival tectonics)
- A 2 Magistrat der Stadt Berlin (Archival tectonics)
- A 2.3 Magistrat der Stadt Berlin 1809-1945 (Archival tectonics)
- A Rep. 003-01 Königliches Armendirektorium / Magistrat der Stadt Berlin, Armendirektion (Archival holding)
- 1. Armendirektion (Classification)
- 1.1. Direktion (Classification)
- 1.1.5. Organisation der Armenpflege (Classification)