Ledebur, Leopold Freiherr von (Bestand)
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VI. HA, Nl Ledebur, L. v.
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Laufzeit: 1735, 1818 - 1875
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1799 - 1877
Der vorliegende Nachlass des Historikers und Direktors der Königlichen Kunstkammer Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur gelangte in zwei Akzessionen in das Geheime Staatsarchiv PK. Die Nummern 1-7 sind im Jahr 1878 angekauft und von dem Archivar Anton Hegert verzeichnet worden. Die Nummern 8-34 gelangten im Dezember 2007 durch Kauf in das GStA PK und sind von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ute Dietsch erschlossen worden.
Der neue Findbuchausdruck und die Vorworterstellung geschahen durch die Unterzeichnende.
Laufzeit: 1735, 1818-1875, ohne Datum
Umfang: 0,3 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Ledebur, L. v., Nr. ...
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Leopold Freiherr von Ledebur, Nr. ...
Berlin, August 2011
(Archivoberinspektorin Sylvia Rose)
Lebensdaten des Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur
2.7.1799 geboren in Berlin
Vater: Ernst von Ledebur (1763-1833)
Mutter: Wilhelmine von Schladen (1774-1856)
kurzer Besuch des Gymnasiums Herford
Ablegung der Fähnrichsprüfung
1.1.1816 Eintritt in das Heer: zweite Festungskompanie in Stettin
1.3.1816 zweites Garde-Infanterie-Regiment in Berlin
11.11.1816 Offizier
15.11.1827 Premierleutnant
1828 Abschied als Hauptmann
11.1.1829 Vorsteher der Abteilung für vaterländische Altertümer
24.7.1829 Heirat mit Emilie von Pritzelwitz (1806-1881)
9.5.1830 Aufseher der Königlichen Kunstkammer
27.2.1832 Direktor der Königlichen Kunstkammer
14.3.1855 bis Tod Mitglied des Heroldsamtes
13.12 1875 Ruhestand als Geheimer Regierungsrat
17.11.1877 gestorben in Potsdam
Ledebur war Mitglied des Verwaltungsrats des Germanischen Nationalmuseums zu Nürnberg, Domherr zu Zeitz, Ehrendoktor der Universität Leipzig, Träger des Roten Adler-Ordens und des Hausordens von Hohenzollern. Er war außerdem Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.
Literatur (Auswahl)
Schriften von Ledebur:
" Das Land und Volk der Brukterer (Berlin 1827)
" Blicke auf die Literatur des letzten Jahrzehnts zur Kenntnis Germaniens zwischen Rhein und Weser (Berlin 1837)
" Kritische Beleuchtung einiger Punkte in den Feldzügen Karls des Großen gegen die Sachsen und Slawen (Berlin 1829)
" Die fünf Münster´schen Gaue und die sieben Seelande Frieslands (1836)
" Der Maiengau oder das Mayenfeld (1842)
" Nordthüringen und die Hermunderer (1842 und 1852).
" Streifzüge durch die Felder des königlich preußischen Wappens (1842)
" Die Grafen von Valkenstein am Harz (1847)
" Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik, (zwei Bände, 1863, 1865)
" Adelslexikon der preußischen Monarchie (1854-57, drei Bände)
" Dynastische Forschungen (1853 und 1855, 2 Hefte)
" Über die in den baltischen Ländern gefundenen Zeugnisse eines Handelsverkehrs mit dem Orient (1840)
" Die heidnischen Altertümer des Regierungsbezirks Potsdam (1852)
" Leopold von Ledebur. Das Fürstentum Minden und die Grafschaft Ravensberg. Denkmäler der Geschichte, der Kunst und des Altertums (1825). Hg. von Andreas Priever und Ulrich Henselmeyer, Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2009 (= Herforder Forschungen, Band 21)
Außerdem begründete er das "Allgemeine Archiv für die Geschichtskunde des preußischen Staats" (Berlin 1830-1836, 21 Bände) und ab 1863 das "Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik" (Berlin 1863-1865, zwei Bände).
Zur Person:
" E. Reuter, Leopold Freiherr von Ledebur. In: Zeitschrift für preußische Geschichte und Landeskunde, 1878, S. 55-58
" H. Fischer, "Potsdamer Geschichts-Dilettierungen". Unveröffentlichte Briefe Louis Schneiders und Theodor Fontanes an Leopold von Ledebur mit Antwortkonzepten des Empfängers. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, Bd. 47, 1996, S. 105-130
Zur Familie von Ledebur:
" G. Frhr. v. Ledebur, Die Ledeburs. Geschichte der Uradelfamilie Ledebur. Kiel 1984.
Die Angaben für den Lebenslauf und der Literatur wurden aus den Artikeln "Ledebur, Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von" in Meyers Konversations-Lexikon, 3. Auflage, Bd. 10 (1877), S. 669-670 und von Ernst Friedländer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 113-114 übernommen.
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Ledebur, L. v.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1799 - 1877
Der vorliegende Nachlass des Historikers und Direktors der Königlichen Kunstkammer Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur gelangte in zwei Akzessionen in das Geheime Staatsarchiv PK. Die Nummern 1-7 sind im Jahr 1878 angekauft und von dem Archivar Anton Hegert verzeichnet worden. Die Nummern 8-34 gelangten im Dezember 2007 durch Kauf in das GStA PK und sind von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Ute Dietsch erschlossen worden.
Der neue Findbuchausdruck und die Vorworterstellung geschahen durch die Unterzeichnende.
Laufzeit: 1735, 1818-1875, ohne Datum
Umfang: 0,3 lfm
Zu bestellen: VI. HA, Nl Ledebur, L. v., Nr. ...
Zu zitieren: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Leopold Freiherr von Ledebur, Nr. ...
Berlin, August 2011
(Archivoberinspektorin Sylvia Rose)
Lebensdaten des Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur
2.7.1799 geboren in Berlin
Vater: Ernst von Ledebur (1763-1833)
Mutter: Wilhelmine von Schladen (1774-1856)
kurzer Besuch des Gymnasiums Herford
Ablegung der Fähnrichsprüfung
1.1.1816 Eintritt in das Heer: zweite Festungskompanie in Stettin
1.3.1816 zweites Garde-Infanterie-Regiment in Berlin
11.11.1816 Offizier
15.11.1827 Premierleutnant
1828 Abschied als Hauptmann
11.1.1829 Vorsteher der Abteilung für vaterländische Altertümer
24.7.1829 Heirat mit Emilie von Pritzelwitz (1806-1881)
9.5.1830 Aufseher der Königlichen Kunstkammer
27.2.1832 Direktor der Königlichen Kunstkammer
14.3.1855 bis Tod Mitglied des Heroldsamtes
13.12 1875 Ruhestand als Geheimer Regierungsrat
17.11.1877 gestorben in Potsdam
Ledebur war Mitglied des Verwaltungsrats des Germanischen Nationalmuseums zu Nürnberg, Domherr zu Zeitz, Ehrendoktor der Universität Leipzig, Träger des Roten Adler-Ordens und des Hausordens von Hohenzollern. Er war außerdem Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte.
Literatur (Auswahl)
Schriften von Ledebur:
" Das Land und Volk der Brukterer (Berlin 1827)
" Blicke auf die Literatur des letzten Jahrzehnts zur Kenntnis Germaniens zwischen Rhein und Weser (Berlin 1837)
" Kritische Beleuchtung einiger Punkte in den Feldzügen Karls des Großen gegen die Sachsen und Slawen (Berlin 1829)
" Die fünf Münster´schen Gaue und die sieben Seelande Frieslands (1836)
" Der Maiengau oder das Mayenfeld (1842)
" Nordthüringen und die Hermunderer (1842 und 1852).
" Streifzüge durch die Felder des königlich preußischen Wappens (1842)
" Die Grafen von Valkenstein am Harz (1847)
" Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik, (zwei Bände, 1863, 1865)
" Adelslexikon der preußischen Monarchie (1854-57, drei Bände)
" Dynastische Forschungen (1853 und 1855, 2 Hefte)
" Über die in den baltischen Ländern gefundenen Zeugnisse eines Handelsverkehrs mit dem Orient (1840)
" Die heidnischen Altertümer des Regierungsbezirks Potsdam (1852)
" Leopold von Ledebur. Das Fürstentum Minden und die Grafschaft Ravensberg. Denkmäler der Geschichte, der Kunst und des Altertums (1825). Hg. von Andreas Priever und Ulrich Henselmeyer, Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2009 (= Herforder Forschungen, Band 21)
Außerdem begründete er das "Allgemeine Archiv für die Geschichtskunde des preußischen Staats" (Berlin 1830-1836, 21 Bände) und ab 1863 das "Archiv für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik" (Berlin 1863-1865, zwei Bände).
Zur Person:
" E. Reuter, Leopold Freiherr von Ledebur. In: Zeitschrift für preußische Geschichte und Landeskunde, 1878, S. 55-58
" H. Fischer, "Potsdamer Geschichts-Dilettierungen". Unveröffentlichte Briefe Louis Schneiders und Theodor Fontanes an Leopold von Ledebur mit Antwortkonzepten des Empfängers. In: Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, Bd. 47, 1996, S. 105-130
Zur Familie von Ledebur:
" G. Frhr. v. Ledebur, Die Ledeburs. Geschichte der Uradelfamilie Ledebur. Kiel 1984.
Die Angaben für den Lebenslauf und der Literatur wurden aus den Artikeln "Ledebur, Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von" in Meyers Konversations-Lexikon, 3. Auflage, Bd. 10 (1877), S. 669-670 und von Ernst Friedländer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 113-114 übernommen.
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Ledebur, L. v.
Umfang: 0,3 lfm (35 VE); Angaben zum Umfang: 0,3 lfm (35 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST
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