C 136 I Erbgesundheitsgerichte im Regierungsbezirk Magdeburg
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Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 02. Preußische Provinz Sachsen (1816 - 1944/45) >> 02.07. Gerichte und Justizbehörden >> 02.07.02. Institutionen im Regierungsbezirk Magdeburg
Laufzeit/Datum (detailliert): 1934 - 1945 (-1946)
Laufmeter: 7
Findhilfsmittel: Finbücher (eingeschränkt benutzbar)
Registraturbildner: Mit dem Gesetz zur Verhütung erbkanken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 wurde ein juristisches Instrument geschaffen, die nationalsozialistische Rassenideologie zielgerichtet zu verwirklicht. Nunmehr unterlagen Personen mit vererbbaren Krankheiten oder schweren erblichen Missbildungen auf Grund gerichtlicher Beschlüsse zwangsweise der Sterilisation. Als eigenständige Beschlussinstanz wurden hierfür die Erbgesundheitsgerichte gebildet, die mit dem Amtsgericht am Sitz eines Landgerichtes verbunden wurden und für den gesamten Landgerichtsbezirk zuständig waren. Die Erbgesundheitsgerichte setzten sich aus einem Richter, einem Amtsarzt und einem weiteren Facharzt zusammen. Als Beschwerdeinstanz wurde bei den Oberlandesgerichten Erbgesundheitsobergerichte eingerichtet.
Bestandsinformationen: Auf Grund einer Verordnugn des Reichsministers des Innern waren die Verfahrensakten nach Abschluss des chirurgischen Eingriffs an das jeweils für den Wohnsitz zuständige Gesundheitsamt abzugeben. Nach Ende des zweiten Weltkrieges konnte ein Teil der Akten bei der Landesregierung in Halle (Saale) zusammengefasst werden. Von dort gelangten sie nach Auflösung der Landesregierung 1952 in das heutige Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Weitere Akten der Erbgesundheitsgerichte wurden darüber hinaus von den Keisarchiven übernommen.
Laufmeter: 7
Findhilfsmittel: Finbücher (eingeschränkt benutzbar)
Registraturbildner: Mit dem Gesetz zur Verhütung erbkanken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 wurde ein juristisches Instrument geschaffen, die nationalsozialistische Rassenideologie zielgerichtet zu verwirklicht. Nunmehr unterlagen Personen mit vererbbaren Krankheiten oder schweren erblichen Missbildungen auf Grund gerichtlicher Beschlüsse zwangsweise der Sterilisation. Als eigenständige Beschlussinstanz wurden hierfür die Erbgesundheitsgerichte gebildet, die mit dem Amtsgericht am Sitz eines Landgerichtes verbunden wurden und für den gesamten Landgerichtsbezirk zuständig waren. Die Erbgesundheitsgerichte setzten sich aus einem Richter, einem Amtsarzt und einem weiteren Facharzt zusammen. Als Beschwerdeinstanz wurde bei den Oberlandesgerichten Erbgesundheitsobergerichte eingerichtet.
Bestandsinformationen: Auf Grund einer Verordnugn des Reichsministers des Innern waren die Verfahrensakten nach Abschluss des chirurgischen Eingriffs an das jeweils für den Wohnsitz zuständige Gesundheitsamt abzugeben. Nach Ende des zweiten Weltkrieges konnte ein Teil der Akten bei der Landesregierung in Halle (Saale) zusammengefasst werden. Von dort gelangten sie nach Auflösung der Landesregierung 1952 in das heutige Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Weitere Akten der Erbgesundheitsgerichte wurden darüber hinaus von den Keisarchiven übernommen.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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