Lothar Gottfried Heinrich von Greiffenklau zu Vollraths, Erbherr auf Neugereuth, Schottenstein, Hafenpreppach, Albersdorf, Reckendorf und Gundheim, kaiserl. Rat, geheimer Rat zu Mainz und Würzburg, Oberamtmann zu Werneck und Lettelbach, Assessor des Landgerichts in Franken und ältester Rat des Ritterkantons Baunach, verträgt sich für die Obervogtei der Familie von Greiffenklau zu Neugereuth mit der Gemeinde Obermerzbach wegen des lange Zeit strittigen Waldes, gen. das Rotereisach (Größe: 416 Acker, der Acker zu 160 Ruten, 1 Rute = 12 Nürnberger Schuh) wie folgt :Die Gemeinde Obermerzbach erhält 2/5 des Waldes (= 161 Acker) zu Eigentum mit der Nutzung des Schrot- und Stammholzes, der Eichelmastung, des Vieh- und Schaftriebs, ausgenommen jedoch die Jagd und Vogtei. Zur Ausübung des Schaftriebs wird vom ganzen Wald ein Weg in "hinlänglicher Breite" (von gleichzeitiger Hand über der Zeile nachgetragen: 14 Ruten) abgemessen, der von jedermann als Geh- und Fahrweg genutzt werden kann. Der gemeindliche Waldanteil ist abgabenfrei und darf von den beiden Herrschaften Gereuth und Truschenhof nicht genützt werden. Das der Gemeinde Obermerzbach vor 14 Jahren "abgeführte Schrotholz" und gelegentlich zugewiesene Stammholz ist "durch die dem ehemaligen Dorfmeister Hansen Jörg Frembes von der Obervogtei zu Gereuth anlehnsweis fürgestreckte 7 ganze Carolin" abgeglichen. Jede Seite hat die ihr in dieser Angelegenheit entstandenen Kosten zu tragen. Geschehen Würzburg, den 9. September 1760.