Streitgegenstand ist der (überwiegend in und bei Düsseldorf gelegene) Nachlaß des kinderlos und intestat verstorbenen Arnold Steingen, Großneffe der Appellaten wie des Appellanten. Der Appellant ist zudem mit einer Halbschwester des Vaters von Arnold Steingen, Catharina Herzbach, verheiratet, deren Ansprüche als Näherberechtigte er gegen die seiner Geschwister und Vettern vertritt. Strittig ist die Bewertung der verschiedenen Erbansprüche, wobei teilweise nach Erb- und erworbenem, Mobiliar- und Immobiliarbesitz des Verstorbenen differenziert wird. Nachdem ab 1604 außer einem Completum-Vermerk vom 23. November 1610 keine Handlungen protokolliert sind, erging am 22. März 1623 Citatio ad reassumendum gegen die Erben des Appellanten. Am 5. September 1623 wurde gegen sie auf Rufen in contumatiam erkannt. Mit Urteil vom 13. Oktober 1623 wurden die Appellaten von der Ladung freigesprochen. Die Appellanten plädierten gegen dieses Urteil aufNichtigkeit und Restitutio in integrum, da die Wiederaufnahme des Verfahrens allein von den Erben der Mettel betrieben worden sei. Am 12. Dezember 1625 wurde das Restitutionsgesuch abgelehnt. Nachdem seither keine Handlungen protokolliert sind, schließt das Protokoll mit einem Completum- Vermerk vom 30. Januar 1680.
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Streitgegenstand ist der (überwiegend in und bei Düsseldorf gelegene) Nachlaß des kinderlos und intestat verstorbenen Arnold Steingen, Großneffe der Appellaten wie des Appellanten. Der Appellant ist zudem mit einer Halbschwester des Vaters von Arnold Steingen, Catharina Herzbach, verheiratet, deren Ansprüche als Näherberechtigte er gegen die seiner Geschwister und Vettern vertritt. Strittig ist die Bewertung der verschiedenen Erbansprüche, wobei teilweise nach Erb- und erworbenem, Mobiliar- und Immobiliarbesitz des Verstorbenen differenziert wird. Nachdem ab 1604 außer einem Completum-Vermerk vom 23. November 1610 keine Handlungen protokolliert sind, erging am 22. März 1623 Citatio ad reassumendum gegen die Erben des Appellanten. Am 5. September 1623 wurde gegen sie auf Rufen in contumatiam erkannt. Mit Urteil vom 13. Oktober 1623 wurden die Appellaten von der Ladung freigesprochen. Die Appellanten plädierten gegen dieses Urteil aufNichtigkeit und Restitutio in integrum, da die Wiederaufnahme des Verfahrens allein von den Erben der Mettel betrieben worden sei. Am 12. Dezember 1625 wurde das Restitutionsgesuch abgelehnt. Nachdem seither keine Handlungen protokolliert sind, schließt das Protokoll mit einem Completum- Vermerk vom 30. Januar 1680.
AA 0627, 5178 - S 1323/5295
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VIII: S-T
Reichskammergericht, Teil VIII: S-T >> 1. Buchstabe S
1602 - 1680 (1595 - 1624)
Enthaeltvermerke: Kläger: Tilman Steingen, Bürgermeister der Stadt Düsseldorf und Kellner zu Düsseldorf; 1623 als dessen Erben Dr. Adolf Steingen, Emmerich, kurbrandenburgischer zur Amtskammer verordneter Geheimer Rat; Eberwin Steingen, Kellner zu Düsseldorf; Johann von Polhelm, Düsseldorf, namens seiner Kinder aus der Ehe mit Maria Steingen; Johann von Polhelm, Urdenbach, Vogt zu Monheim und Urdenbach, namens seiner Kinder aus der Ehe mit Catharina Steingen; Christoph Kremer, Düsseldorf, namens seiner Frau Magdalena Steingen; Wilhelm Besund, Grevenbroich (Grevenbroch), namens seiner Frau Mechteld Steingen, (Bekl.) Beklagter: Mettel (Köln, Ehefrau des Johannes Krümmels) und Margaretha (Düsseldorf, Witwe des Jacob Koppertz, Vogt zu Grevenbroich) Steingen; Schwiegersohn der Margaretha: Lic. Jost von Renthlin, jül.-berg. Hofgerichts- Prokurator, zugleich regierender Bürgermeister und Schöffe der Stadt Düsseldorf; 1622 Ernst Nothen (Sohn der Mettel); Johann Engels, beide Kölner Bürger, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Werner Bontz 1602 - Lic. Guillelmus Fabritius 1623 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Gudelman 1602, 1603 - Dr. Philipp Bohn 1622 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Stadtgericht Düsseldorf (von dort per viam dimissionis an das) - 2. Jül.-berg. Hofgericht (Fürstlich jül.-berg. Räte) 1595 - 1597 - 3. RKG 1602 - 1680 (1595 - 1624) Beweismittel: Acta priora (Q 4a). Urkunde der Schöffen des Gerichtes Düsseldorf über eine Zession, mit der Margaretha Steingen ihre Ansprüche aus dem am RKG anhängigen Verfahren ihrer Tochter Maria Koppertz und ihrem Schwiegersohn Lic. Jost von Renthlin überträgt, 1602 (Q 5b). Vollmacht der Mettel Steingen gen. Krummels für ihren Schwager Jost von Renthlin, das Verfahren gegen ihren Bruder Tilman Steingen auch in ihrem Namen zu führen, 1602 (Q 6). Abstammungsschema (Q 9). Beschreibung: 2 Bde., 10,5 cm; Bd. 1: 48 Bl., lose; Q 1 - 14; Deckblatt des Protokolls nur fragmentarisch erhalten; Bd. 2: 9,5 cm, 474 Bl., geb.; Q 4a.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:41 AM CEST