Johann Ludwig von Bettendorf bestimmt im Alter von 64 Jahren und 5 Monaten als sein Testament: 1) Er will bei seiner Frau und seinen Kindern in der Kirche zu Nußloch begraben sein. 2) Seine Tochter Amalie Elisabeth von Mentzingen erbt seine Fahrhabe und die Nutzung der liegenden Güter zu Lebzeiten. 3) Danach erben Philipp Friedrich, Karl Ludwig und Philipp Ludwig [von Bettendorf zu Angelloch und Mauer], danach die von Bettendorf zu Weidesheim ("Wedesheim") im Westrich, zunächst Friedrich Kasimir, dann seine beiden Brüder, danach die zu Walldürn, schließlich der mainzische Oberamtmann zu Königstein. 4) Seine Tochter und ihr Ehemann Gottfried erben seine Gefälle in den Ämtern Otzberg und Umstadt. Testamentsvollstrecker ist die Reichsritterschaft im Kraichgau. Zeugen: Johann Hermann Ludwig, ev.-luth. Pfarrer zu Ladenburg, Johann Martin Schwarz, Johann Melchior Vortisch, Mathes Köhler, Johann Konrad Müller, Alexander Krüger, Johann Martin Wagner, die Vorsteher der Gemeinde. Siegler und Unterschrift: Aussteller und Zeugen
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Johann Ludwig von Bettendorf bestimmt im Alter von 64 Jahren und 5 Monaten als sein Testament: 1) Er will bei seiner Frau und seinen Kindern in der Kirche zu Nußloch begraben sein. 2) Seine Tochter Amalie Elisabeth von Mentzingen erbt seine Fahrhabe und die Nutzung der liegenden Güter zu Lebzeiten. 3) Danach erben Philipp Friedrich, Karl Ludwig und Philipp Ludwig [von Bettendorf zu Angelloch und Mauer], danach die von Bettendorf zu Weidesheim ("Wedesheim") im Westrich, zunächst Friedrich Kasimir, dann seine beiden Brüder, danach die zu Walldürn, schließlich der mainzische Oberamtmann zu Königstein. 4) Seine Tochter und ihr Ehemann Gottfried erben seine Gefälle in den Ämtern Otzberg und Umstadt. Testamentsvollstrecker ist die Reichsritterschaft im Kraichgau. Zeugen: Johann Hermann Ludwig, ev.-luth. Pfarrer zu Ladenburg, Johann Martin Schwarz, Johann Melchior Vortisch, Mathes Köhler, Johann Konrad Müller, Alexander Krüger, Johann Martin Wagner, die Vorsteher der Gemeinde. Siegler und Unterschrift: Aussteller und Zeugen
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt U 679
2/1/1/zz
Lit. T Nr. 25
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten
Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten >> Urkunden >> von Helmstatt >> 1680-1699
1699 (1699 Januar 21 Ladenburg)
Urkunden
1) Abschr. der durch den Heidelberger Notar Johann Kaspar König am 17.8.1701 begl. Abschr. des Testaments vom 21.1.1699 und der beiden Zusatzbestimmungen vom 11.2. und 2.12.1699, Pap. 8 Bl. - Rv. 2) Gutachten des Konsulenten Rößler vom 21.2.1702 für von Muggental über die Gültigkeit des Testaments, 2 Bl. - Rv.
Bettendorf, von
Bettendorf, von; Amalie Elisabeth
Bettendorf, von; Friedrich Kasimir
Bettendorf, von; Johann Ludwig
Bettendorf, von; Karl Ludwig
Bettendorf, von; Philipp Friedrich
Bettendorf, von; Philipp Ludwig
Köhler; Mathias, zu Ladenburg
König; Johannes Kaspar, Notar zu Heidelberg
Kraichgau; Ritterkanton
Krüger; Alexander, zu Ladenburg
Ludwig; Johann Hermann, Pfarrer zu Ladenburg
Mentzingen, von; Amalie Elisabeth, geb. von Bettendorf
Mentzingen, von; Gottfried
Muggental, von
Müller; Johann Konrad, zu Ladenburg
Rößler, Konsulent der Kraichgauer Ritterschaft
Schwarz; Johann Martin, zu Ladenburg
Vortisch, Johann Melchior, zu Ladenburg
Wagner; Johann Martin, zu Ladenburg
Groß-Umstadt DA
Heidelberg
Königstein HG
Ladenburg HD
Nußloch HD
Otzberg DA
Weidesheim, Kalhausen (Dép. Moselle) [F]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:00 MESZ
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