Konstanz, Fürstbistum: Domkapitel betr. württembergische Orte (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 468
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien >> Konstanz, Fürstentum
(1318-) 1492-1802
Inhalt und Bewertung
Akten der Dompropsteikanzlei und der Kustoriekanzlei über Besitzungen und Rechte des Domkapitels in württembergischen Orten (in alphabetischer Folge).
Die Archivalien waren nach 1803 zunächst an Baden gekommen und erst später an Württemberg extradiert worden. Bei der Neuordnung aller im Stuttgarter wie im Ludwigsburger Archiv vorhandenen Konstanzer Bestände in den Jahren 1955-1959 wurden sie zum vorliegenden Bestand vereinigt.
1. Bestandsgeschichte: Der hier verzeichnete Aktenbestand hatte nicht die gleiche Geschichte wie die übrigen Konstanzer Akten, die dem württembergischen Staat zufielen. Zusammen mit den säkularisierten Gütern des Domkapitels kam die Masse des Bestandes 1803 an das Kurfürstentum Baden. Während der badischen Zeit wurden die Akten durch Nachträge der Verwaltung erweitert und nach badischer Heftung formiert. Dabei ergab sich auf Grund der Brauerschen Archivordnung eine neue Form der Lagerung. Nach der Auslieferung an Württemberg gelangte der Bestand - soweit sich feststellen lässt - über die Kameralämter an das Staatsarchiv Stuttgart und wurde dort von K. O. Müller dem Konstanzer Mischbestand H 62 eingereiht. Einzelne Akten der Provenienz Domkapitel, die aus den württembergischen Kameralämtern im Staatsfilialarchiv Ludwigsburg ausgeschieden worden war, verzeichnete K. O. Müller und bildete den Ludwigsburger Bestand B 466 Domstift und -kapitel, Pflegen in altwürttembergischem Gebiet. Bei der Vereinigung und Neuordnung der Stuttgarter und Ludwigsburger Bestände Konstanzer Herkunft durch Archivrat a.D. Dr. Schwanke 1955 wurden die unter badischer Verwaltung entstandenen Akten herausgezogen und den beständen D 101 bzw. B 77a (soweit sie Lehen betrafen) eingereiht. Der größte Teil des als "Domkapitelarchiv" bezeichneten Bestandes wurde dagegen als Akten der Provenienz Regierung erkannt und dem gleichfalls neu gebildeten Bestand, der jetzt die Signatur B 466a trägt, einverleibt. Der Rest, also der vorliegende Bestand, weist deutlich eine zweifache Herkunft auf: 1.) Akten der Dompropstei-Kanzlei mit der Signatur: Kasten .. ad Nr.. 2.) Akten der Kustorie-Kanzlei, signiert: Class .. Signat .. Nr.. Beide Signaturen sind jedoch lückenhaft, und es fehlen auch summarische Verzeichnisse der einzelnen Rubriken. Diese, wahllos aneinandergereiht, gestatten nicht das Auffinden der Einzelakten. Der frühere Registrator hatte nur in den Fächern, wo eine geschlossene Aktenmasse beisammen lag, die alte Ordnung beibehalten, unsignierte Akten jedoch chronologisch angereiht.
2. Zur Bearbeitung des Bestands: Der Neuordnung liegt folgendes Schema zugrunde: Die Betreffe wurden topographisch angelegt mit der Ausnahme, dass Lehens- und Herrschaftsakten nicht unter den einzelnen Orten, sondern unter dem Sammelbegriff der Herrschaft verzeichnet wurden. Verweise wurden so oft als tunlich gemacht. Der Bestand umfasst 71 Büschel mit einem Umfang von ca. 3 lfd. m. Er wurde von Archivrat a.D. Dr. Schwanke im Jahre 1955 aufgenommen. Eine Überarbeitung erfolgte im September 1957 durch den Unterzeichneten. Die dabei in der Titelaufnahme festgestellten Unklarheiten wurden nachgeprüft und verbessert. Ludwigsburg, September 1957. Dr. B. Ottnad Die Retrokonversion des Findbuchs bzw. die Umformung der maschinenschriftlichen Vorlage für die internetgerechte Präsentation dieses Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart sowie die Überarbeitung der Indexangaben wurde von Frau Zijada Kulic unter Anleitung von Dr. Franz Moegle-Hofacker im September 2007 abgeschlossen.
75 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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