G 589 - Evangelisches Pfarramt Wankheim (Bestand)
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G 589
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> G - Pfarrarchive >> Orte mit W
1605-1995
Einleitung: ===== Ortskirchengeschichte =====
Die heutige Pfarrei Wankheim umfasst seit 1957 die Kirchengemeinden Wankheim und Jettenburg.
Das Dorf Wankheim wird im Jahre 1111 erstmals urkundlich erwähnt. Der zum Besitz der Grafen von Tübingen gehörende Ort wird im Jahre 1296 an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt verkauft und gelangt schließlich im Jahre 1482 über das Kloster Bebenhausen an den Obervogt Georg von Ehingen. Damit wird Wankheim zu reichsritterschaftlichem Besitz.
Im Zuge der Mediatisierung unter Napoleon I. wird der Ort im Jahre 1805 der württembergischen Landeshoheit unterstellt. Kirchlich gehörte Wankheim seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Eine eigene, 1489 vom Bischof genehmigte Kaplanei wurde bei Einführung der Reformation im Jahre 1535 in ein Vikariats-Pfarramt umgewandelt und schließlich 1784, von Mähringen gelöst, zu einer selbstständigen, dem Dekanat Tübingen unterstellten Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirche mit dem Patrozinium der Hl. Maria und des Hl. Jakobus (1489 genannt) wird 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Der Chor stammt aus dem 15. Jahrhundert (Weihe: 1497); das Langhaus und der Dachreiter wurden nach schwerem Kirchenbrand 1780/81 neu errichtet.
Das Dorf Jettenburg wird erstmals um 1100 erwähnt. Der Ort kam vor 1300 aus dem Besitz der hochadligen Ortsherren (von Jettenburg) an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt, die ihn im Jahre 1452 an Herzog Eberhard v. Württemberg verkaufte. Die Burg wird 1452 erstmals genannt. Ihre Umfassungsmauern waren um 1827 noch erhalten. Kirchlich gehörte auch Jettenburg seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Der Ort wurde 1534 reformiert. Seit 1957 wird die Kirchengemeinde durch das evangelische Pfarramt Wankheim betreut. Eine Kirche (vermutlich eine Burgkapelle) mit dem Patrozinium der Hl. Ulrich und Pankraz wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche mit Ostchorturm wurde vermutlich zwischen 1616 und 1627 errichtet.
===== Bestandsgeschichte =====
Der bislang unverzeichnete Archivbestand des Pfarramts Wankheim wurde von November 2004 bis Januar 2005 von Christoph Schapka aufgenommen. Er umfasst sämtliche Unterlagen der Pfarrgemeinden Wankheim und Jettenburg aus der Zeit vor 1967, welche zum Zeitpunkt dieser Aufnahme im Pfarrhaus (Büro der Pfarreisekretärin, auf der Bühne des Pfarrhauses und in einem separaten Raum im Erdgeschoss) aufbewahrt wurden.
Eine erste äußere und innere Ordnung der im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen erfolgte zwischen 1982 und 1991 durch Pfarrer Fetzer, der die Amtsbücher von den Akten trennte und die Bände teilweise nach ihrem Sachbetreff geordnet zusammenstellte (z.B. Kirchenbücher). Dabei wurden die Wankheimer von den Jettenburger Amtsbüchern getrennt. Die im Pfarrbüro aufbewahrten Registraturmappen ordnete er nach dem vergebenen Aktenzeichen (Vorgabe durch die Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter von 1901) und sortierte teilweise den Inhalt in chronologischer Reihenfolge.
Wie sich bei der Verzeichnung zeigte, betreffen diese Unterlagen fast ausschließlich die Kirchengemeinde Wankheim. Die Unterlagen der Kirchengemeinde Jettenburg waren gesondert abgelegt und nicht geordnet. Die von Pfarrer Fetzer vorgenommene Trennung nach Amtsbüchern und Akten sowie zwischen Wankheimer und Jettenburger Unterlagen wurde bei der Verzeichnung übernommen. Die Ordnung der Akten nach der 1901 eingeführten Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter wurde bei der Verzeichnung übernommen, ebenso wurde sie für die vor 1901 angefallenen Akten angewendet, die man als Vorakten in die neue Registraturordnung integriert hatte. Nicht in diese Registraturordnung aufgenommene Unterlagen, die im Pfarrbüro und auf der Bühne des Pfarrhauses lagerten, wurden bei der Verzeichnung in den Aktenplan von 1901 eingeordnet.
Im Findbuch werden die Jettenburger Unterlagen zur Unterscheidung von den Wankheimer Archivalien durch die Angabe des Ortsnamens „Jettenburg“ gekennzeichnet. Erschlossene Daten (Angabe der Laufzeit) wurden in [...] gesetzt. Von den im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen waren unter der Pfarramtsleitung von Pfarrer Fetzer ungefähr 8 laufende Millimeter sogenannter Sammelakten aus der III. Abteilung des Aktenplans von 1901, welche die Schlösser Kressbach und Eckhof betrafen, an das Pfarramt Weilheim abgegeben worden. Das Pfarramt Ofterdingen übersandte dem Pfarramt Wankheim im April 1990 eine Pfarrbeschreibung von Wankheim, die im Kämmererbestand der dortigen Pfarramtsregistratur gefunden worden war. Im Rahmen dieser Verzeichnung wurden zwei Foliobände aus dem Bereich der Wankheim betreffenden Archivalien mit den Titeln „Bürgermeisterrechnung“ (1781-1782) und „Tagebuch des Schultheißen“ (1816-1828, 1848) dem Gemeindearchiv Wankheim zugewiesen.
Das evangelische Pfarrarchiv Wankheim umfasst jetzt insgesamt 240 Verzeichnungseinheiten mit einem Umfang von ca. 3 laufenden Metern. Darunter befinden sich 61 Nummern Amtsbücher, 81 Nummern Akten und 98 Nummern zur Wirtschaftsführung. Der Bestand wurde in die Gruppen Amtsbücher, Akten und Wirtschaftsführung untergliedert.
Im Juli 2021 wurden einige Nachträge eingearbeitet.
Einleitung: Die heutige Pfarrei Wankheim umfasst seit 1957 die Kirchengemeinden Wankheim und Jettenburg.
Das Dorf Wankheim wird im Jahre 1111 erstmals urkundlich erwähnt. Der zum Besitz der Grafen von Tübingen gehörende Ort wird im Jahre 1296 an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt verkauft und gelangt schließlich im Jahre 1482 über das Kloster Bebenhausen an den Obervogt Georg von Ehingen. Damit wird Wankheim zu reichsritterschaftlichem Besitz.
Im Zuge der Mediatisierung unter Napoleon I. wird der Ort im Jahre 1805 der württembergischen Landeshoheit unterstellt. Kirchlich gehörte Wankheim seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Eine eigene, 1489 vom Bischof genehmigte Kaplanei wurde bei Einführung der Reformation im Jahre 1535 in ein Vikariats-Pfarramt umgewandelt und schließlich 1784, von Mähringen gelöst, zu einer selbstständigen, dem Dekanat Tübingen unterstellten Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirche mit dem Patrozinium der Hl. Maria und des Hl. Jakobus (1489 genannt) wird 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Der Chor stammt aus dem 15. Jahrhundert (Weihe: 1497); das Langhaus und der Dachreiter wurden nach schwerem Kirchenbrand 1780/81 neu errichtet.
Das Dorf Jettenburg wird erstmals um 1100 erwähnt. Der Ort kam vor 1300 aus dem Besitz der hochadligen Ortsherren (von Jettenburg) an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt, die ihn im Jahre 1452 an Herzog Eberhard v. Württemberg verkaufte. Die Burg wird 1452 erstmals genannt. Ihre Umfassungsmauern waren um 1827 noch erhalten. Kirchlich gehörte auch Jettenburg seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Der Ort wurde 1534 reformiert. Seit 1957 wird die Kirchengemeinde durch das evangelische Pfarramt Wankheim betreut. Eine Kirche (vermutlich eine Burgkapelle) mit dem Patrozinium der Hl. Ulrich und Pankraz wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche mit Ostchorturm wurde vermutlich zwischen 1616 und 1627 errichtet.
Der bislang unverzeichnete Archivbestand des Pfarramts Wankheim wurde von November 2004 bis Januar 2005 von Christoph Schapka aufgenommen. Er umfasst sämtliche Unterlagen der Pfarrgemeinden Wankheim und Jettenburg aus der Zeit vor 1967, welche zum Zeitpunkt dieser Aufnahme im Pfarrhaus (Büro der Pfarreisekretärin, auf der Bühne des Pfarrhauses und in einem separaten Raum im Erdgeschoss) aufbewahrt wurden.
Eine erste äußere und innere Ordnung der im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen erfolgte zwischen 1982 und 1991 durch Pfarrer Fetzer, der die Amtsbücher von den Akten trennte und die Bände teilweise nach ihrem Sachbetreff geordnet zusammenstellte (z.B. Kirchenbücher). Dabei wurden die Wankheimer von den Jettenburger Amtsbüchern getrennt. Die im Pfarrbüro aufbewahrten Registraturmappen ordnete er nach dem vergebenen Aktenzeichen (Vorgabe durch die Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter von 1901) und sortierte teilweise den Inhalt in chronologischer Reihenfolge.
Wie sich bei der Verzeichnung zeigte, betreffen diese Unterlagen fast ausschließlich die Kirchengemeinde Wankheim. Die Unterlagen der Kirchengemeinde Jettenburg waren gesondert abgelegt und nicht geordnet. Die von Pfarrer Fetzer vorgenommene Trennung nach Amtsbüchern und Akten sowie zwischen Wankheimer und Jettenburger Unterlagen wurde bei der Verzeichnung übernommen. Die Ordnung der Akten nach der 1901 eingeführten Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter wurde bei der Verzeichnung übernommen, ebenso wurde sie für die vor 1901 angefallenen Akten angewendet, die man als Vorakten in die neue Registraturordnung integriert hatte. Nicht in diese Registraturordnung aufgenommene Unterlagen, die im Pfarrbüro und auf der Bühne des Pfarrhauses lagerten, wurden bei der Verzeichnung in den Aktenplan von 1901 eingeordnet.
Im Findbuch werden die Jettenburger Unterlagen zur Unterscheidung von den Wankheimer Archivalien durch die Angabe des Ortsnamens ”Jettenburg“ gekennzeichnet. Erschlossene Daten (Angabe der Laufzeit) wurden in [...] gesetzt. Von den im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen waren unter der Pfarramtsleitung von Pfarrer Fetzer ungefähr 8 laufende Millimeter sogenannter Sammelakten aus der III. Abteilung des Aktenplans von 1901, welche die Schlösser Kressbach und Eckhof betrafen, an das Pfarramt Weilheim abgegeben worden. Das Pfarramt Ofterdingen übersandte dem Pfarramt Wankheim im April 1990 eine Pfarrbeschreibung von Wankheim, die im Kämmererbestand der dortigen Pfarramtsregistratur gefunden worden war. Im Rahmen dieser Verzeichnung wurden zwei Foliobände aus dem Bereich der Wankheim betreffenden Archivalien mit den Titeln ”Bürgermeisterrechnung“ (1781-1782) und ”Tagebuch des Schultheißen“ (1816-1828, 1848) dem Gemeindearchiv Wankheim zugewiesen.
Das evangelische Pfarrarchiv Wankheim umfasst jetzt insgesamt 240 Verzeichnungseinheiten mit einem Umfang von ca. 3 laufenden Metern. Darunter befinden sich 61 Nummern Amtsbücher, 81 Nummern Akten und 98 Nummern zur Wirtschaftsführung. Der Bestand wurde in die Gruppen Amtsbücher, Akten und Wirtschaftsführung untergliedert.
Im Juli 2021 wurden einige Nachträge eingearbeitet.
Die heutige Pfarrei Wankheim umfasst seit 1957 die Kirchengemeinden Wankheim und Jettenburg.
Das Dorf Wankheim wird im Jahre 1111 erstmals urkundlich erwähnt. Der zum Besitz der Grafen von Tübingen gehörende Ort wird im Jahre 1296 an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt verkauft und gelangt schließlich im Jahre 1482 über das Kloster Bebenhausen an den Obervogt Georg von Ehingen. Damit wird Wankheim zu reichsritterschaftlichem Besitz.
Im Zuge der Mediatisierung unter Napoleon I. wird der Ort im Jahre 1805 der württembergischen Landeshoheit unterstellt. Kirchlich gehörte Wankheim seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Eine eigene, 1489 vom Bischof genehmigte Kaplanei wurde bei Einführung der Reformation im Jahre 1535 in ein Vikariats-Pfarramt umgewandelt und schließlich 1784, von Mähringen gelöst, zu einer selbstständigen, dem Dekanat Tübingen unterstellten Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirche mit dem Patrozinium der Hl. Maria und des Hl. Jakobus (1489 genannt) wird 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Der Chor stammt aus dem 15. Jahrhundert (Weihe: 1497); das Langhaus und der Dachreiter wurden nach schwerem Kirchenbrand 1780/81 neu errichtet.
Das Dorf Jettenburg wird erstmals um 1100 erwähnt. Der Ort kam vor 1300 aus dem Besitz der hochadligen Ortsherren (von Jettenburg) an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt, die ihn im Jahre 1452 an Herzog Eberhard v. Württemberg verkaufte. Die Burg wird 1452 erstmals genannt. Ihre Umfassungsmauern waren um 1827 noch erhalten. Kirchlich gehörte auch Jettenburg seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Der Ort wurde 1534 reformiert. Seit 1957 wird die Kirchengemeinde durch das evangelische Pfarramt Wankheim betreut. Eine Kirche (vermutlich eine Burgkapelle) mit dem Patrozinium der Hl. Ulrich und Pankraz wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche mit Ostchorturm wurde vermutlich zwischen 1616 und 1627 errichtet.
===== Bestandsgeschichte =====
Der bislang unverzeichnete Archivbestand des Pfarramts Wankheim wurde von November 2004 bis Januar 2005 von Christoph Schapka aufgenommen. Er umfasst sämtliche Unterlagen der Pfarrgemeinden Wankheim und Jettenburg aus der Zeit vor 1967, welche zum Zeitpunkt dieser Aufnahme im Pfarrhaus (Büro der Pfarreisekretärin, auf der Bühne des Pfarrhauses und in einem separaten Raum im Erdgeschoss) aufbewahrt wurden.
Eine erste äußere und innere Ordnung der im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen erfolgte zwischen 1982 und 1991 durch Pfarrer Fetzer, der die Amtsbücher von den Akten trennte und die Bände teilweise nach ihrem Sachbetreff geordnet zusammenstellte (z.B. Kirchenbücher). Dabei wurden die Wankheimer von den Jettenburger Amtsbüchern getrennt. Die im Pfarrbüro aufbewahrten Registraturmappen ordnete er nach dem vergebenen Aktenzeichen (Vorgabe durch die Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter von 1901) und sortierte teilweise den Inhalt in chronologischer Reihenfolge.
Wie sich bei der Verzeichnung zeigte, betreffen diese Unterlagen fast ausschließlich die Kirchengemeinde Wankheim. Die Unterlagen der Kirchengemeinde Jettenburg waren gesondert abgelegt und nicht geordnet. Die von Pfarrer Fetzer vorgenommene Trennung nach Amtsbüchern und Akten sowie zwischen Wankheimer und Jettenburger Unterlagen wurde bei der Verzeichnung übernommen. Die Ordnung der Akten nach der 1901 eingeführten Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter wurde bei der Verzeichnung übernommen, ebenso wurde sie für die vor 1901 angefallenen Akten angewendet, die man als Vorakten in die neue Registraturordnung integriert hatte. Nicht in diese Registraturordnung aufgenommene Unterlagen, die im Pfarrbüro und auf der Bühne des Pfarrhauses lagerten, wurden bei der Verzeichnung in den Aktenplan von 1901 eingeordnet.
Im Findbuch werden die Jettenburger Unterlagen zur Unterscheidung von den Wankheimer Archivalien durch die Angabe des Ortsnamens „Jettenburg“ gekennzeichnet. Erschlossene Daten (Angabe der Laufzeit) wurden in [...] gesetzt. Von den im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen waren unter der Pfarramtsleitung von Pfarrer Fetzer ungefähr 8 laufende Millimeter sogenannter Sammelakten aus der III. Abteilung des Aktenplans von 1901, welche die Schlösser Kressbach und Eckhof betrafen, an das Pfarramt Weilheim abgegeben worden. Das Pfarramt Ofterdingen übersandte dem Pfarramt Wankheim im April 1990 eine Pfarrbeschreibung von Wankheim, die im Kämmererbestand der dortigen Pfarramtsregistratur gefunden worden war. Im Rahmen dieser Verzeichnung wurden zwei Foliobände aus dem Bereich der Wankheim betreffenden Archivalien mit den Titeln „Bürgermeisterrechnung“ (1781-1782) und „Tagebuch des Schultheißen“ (1816-1828, 1848) dem Gemeindearchiv Wankheim zugewiesen.
Das evangelische Pfarrarchiv Wankheim umfasst jetzt insgesamt 240 Verzeichnungseinheiten mit einem Umfang von ca. 3 laufenden Metern. Darunter befinden sich 61 Nummern Amtsbücher, 81 Nummern Akten und 98 Nummern zur Wirtschaftsführung. Der Bestand wurde in die Gruppen Amtsbücher, Akten und Wirtschaftsführung untergliedert.
Im Juli 2021 wurden einige Nachträge eingearbeitet.
Einleitung: Die heutige Pfarrei Wankheim umfasst seit 1957 die Kirchengemeinden Wankheim und Jettenburg.
Das Dorf Wankheim wird im Jahre 1111 erstmals urkundlich erwähnt. Der zum Besitz der Grafen von Tübingen gehörende Ort wird im Jahre 1296 an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt verkauft und gelangt schließlich im Jahre 1482 über das Kloster Bebenhausen an den Obervogt Georg von Ehingen. Damit wird Wankheim zu reichsritterschaftlichem Besitz.
Im Zuge der Mediatisierung unter Napoleon I. wird der Ort im Jahre 1805 der württembergischen Landeshoheit unterstellt. Kirchlich gehörte Wankheim seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Eine eigene, 1489 vom Bischof genehmigte Kaplanei wurde bei Einführung der Reformation im Jahre 1535 in ein Vikariats-Pfarramt umgewandelt und schließlich 1784, von Mähringen gelöst, zu einer selbstständigen, dem Dekanat Tübingen unterstellten Pfarrei erhoben. Die Pfarrkirche mit dem Patrozinium der Hl. Maria und des Hl. Jakobus (1489 genannt) wird 1439 erstmals urkundlich erwähnt. Der Chor stammt aus dem 15. Jahrhundert (Weihe: 1497); das Langhaus und der Dachreiter wurden nach schwerem Kirchenbrand 1780/81 neu errichtet.
Das Dorf Jettenburg wird erstmals um 1100 erwähnt. Der Ort kam vor 1300 aus dem Besitz der hochadligen Ortsherren (von Jettenburg) an die Reutlinger Patrizierfamilie Bächt, die ihn im Jahre 1452 an Herzog Eberhard v. Württemberg verkaufte. Die Burg wird 1452 erstmals genannt. Ihre Umfassungsmauern waren um 1827 noch erhalten. Kirchlich gehörte auch Jettenburg seit jeher zur Pfarrei Mähringen. Der Ort wurde 1534 reformiert. Seit 1957 wird die Kirchengemeinde durch das evangelische Pfarramt Wankheim betreut. Eine Kirche (vermutlich eine Burgkapelle) mit dem Patrozinium der Hl. Ulrich und Pankraz wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche mit Ostchorturm wurde vermutlich zwischen 1616 und 1627 errichtet.
Der bislang unverzeichnete Archivbestand des Pfarramts Wankheim wurde von November 2004 bis Januar 2005 von Christoph Schapka aufgenommen. Er umfasst sämtliche Unterlagen der Pfarrgemeinden Wankheim und Jettenburg aus der Zeit vor 1967, welche zum Zeitpunkt dieser Aufnahme im Pfarrhaus (Büro der Pfarreisekretärin, auf der Bühne des Pfarrhauses und in einem separaten Raum im Erdgeschoss) aufbewahrt wurden.
Eine erste äußere und innere Ordnung der im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen erfolgte zwischen 1982 und 1991 durch Pfarrer Fetzer, der die Amtsbücher von den Akten trennte und die Bände teilweise nach ihrem Sachbetreff geordnet zusammenstellte (z.B. Kirchenbücher). Dabei wurden die Wankheimer von den Jettenburger Amtsbüchern getrennt. Die im Pfarrbüro aufbewahrten Registraturmappen ordnete er nach dem vergebenen Aktenzeichen (Vorgabe durch die Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter von 1901) und sortierte teilweise den Inhalt in chronologischer Reihenfolge.
Wie sich bei der Verzeichnung zeigte, betreffen diese Unterlagen fast ausschließlich die Kirchengemeinde Wankheim. Die Unterlagen der Kirchengemeinde Jettenburg waren gesondert abgelegt und nicht geordnet. Die von Pfarrer Fetzer vorgenommene Trennung nach Amtsbüchern und Akten sowie zwischen Wankheimer und Jettenburger Unterlagen wurde bei der Verzeichnung übernommen. Die Ordnung der Akten nach der 1901 eingeführten Registraturordnung für die württembergischen Pfarrämter wurde bei der Verzeichnung übernommen, ebenso wurde sie für die vor 1901 angefallenen Akten angewendet, die man als Vorakten in die neue Registraturordnung integriert hatte. Nicht in diese Registraturordnung aufgenommene Unterlagen, die im Pfarrbüro und auf der Bühne des Pfarrhauses lagerten, wurden bei der Verzeichnung in den Aktenplan von 1901 eingeordnet.
Im Findbuch werden die Jettenburger Unterlagen zur Unterscheidung von den Wankheimer Archivalien durch die Angabe des Ortsnamens ”Jettenburg“ gekennzeichnet. Erschlossene Daten (Angabe der Laufzeit) wurden in [...] gesetzt. Von den im Pfarrbüro aufbewahrten Unterlagen waren unter der Pfarramtsleitung von Pfarrer Fetzer ungefähr 8 laufende Millimeter sogenannter Sammelakten aus der III. Abteilung des Aktenplans von 1901, welche die Schlösser Kressbach und Eckhof betrafen, an das Pfarramt Weilheim abgegeben worden. Das Pfarramt Ofterdingen übersandte dem Pfarramt Wankheim im April 1990 eine Pfarrbeschreibung von Wankheim, die im Kämmererbestand der dortigen Pfarramtsregistratur gefunden worden war. Im Rahmen dieser Verzeichnung wurden zwei Foliobände aus dem Bereich der Wankheim betreffenden Archivalien mit den Titeln ”Bürgermeisterrechnung“ (1781-1782) und ”Tagebuch des Schultheißen“ (1816-1828, 1848) dem Gemeindearchiv Wankheim zugewiesen.
Das evangelische Pfarrarchiv Wankheim umfasst jetzt insgesamt 240 Verzeichnungseinheiten mit einem Umfang von ca. 3 laufenden Metern. Darunter befinden sich 61 Nummern Amtsbücher, 81 Nummern Akten und 98 Nummern zur Wirtschaftsführung. Der Bestand wurde in die Gruppen Amtsbücher, Akten und Wirtschaftsführung untergliedert.
Im Juli 2021 wurden einige Nachträge eingearbeitet.
Evangelisches Pfarramt Wankheim
3 lfd. m
Bestand
Wankheim, Kusterdingen, Landkreis Tübingen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.08.2025, 11:05 AM CEST