SAK Alfred Schütz (Bestand)
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Archive der Universität Konstanz (Archivtektonik) >> Sozialwissenschaftliches Archiv >> A. Nach- und Vorlässe
Bestandsbeschreibung: Alfred Schütz wurde 1899 in Wien geboren. Er studierte dort Jura und Staatswissenschaft, u.a. bei Hans Kelsen, Ludwig von Mises, Max Adler und später Felix Kaufmann. 1920 besuchte er gleichzeitig auch die Wiener Akademie für Internationalen Handel. Nach der Promotion arbeitete er ab 1921 als Finanzjurist für mehrere Wiener Bankhäuser und nahm weiterhin intensiv am Wiener Geistesleben teil. 1938 Emigration über Paris in die USA, wo er seit 1939 in New York seine Tätigkeit im Bankgewerbe fortsetzte und sich, wie schon zuvor in Wien, während seiner Freizeit seinen wissenschaftlichen Studien widmete. Ab 1943 lehrte er dort zusätzlich zunächst als ”Lecturer“ an der New School for Social Research, 1946 dann als Gastprofessor für Soziologie. Seit 1952 Professur für Soziologie, später auch für Philosophie. 1956 gab er sein ”Doppelleben“ auf und konzentrierte sich auf die Lehr- und Forschungstätigkeit, die durch die wenig später ausbrechende Krankheit stark beeinträchtigt wurde.
Schütz’ wissenschaftliches Interesse galt der Fundierung und Weiterführung einer von der verstehenden Soziologie Max Webers ausgehenden Sozialwissenschaft, um die er sich zunächst unter dem Einfluss Henri Bergsons, später in Anlehnung an Husserl bemühte. Durch sein Werk wurden die Grundlagen für einen der gegenwärtig wirksamsten handlungstheoretischen Ansätze in der Soziologie gelegt: die sog. ”phänomenologische Soziologie“.
Schütz’ gesamter wissenschaftlicher Nachlass ist auf Mikrofilm, in Kopien und teilweise im Original im Archiv verfügbar. Darüber hinaus hat das Archiv die ca. 3000 Bände umfassende Arbeitsbiblio¬thek von Schütz und seine Zeitschriftensammlung erworben. Die Originale des Nachlasses befinden sich in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library an der Yale University, New Haven, Connecticut. Die Ordnung und das Kopieren des Nachlasses wurde von der Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert. Die Mittel für den Erwerb der Zeitschriftensammlung wurden von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Konstanz zur Verfügung gestellt, die Mittel zum Erwerb der Bibliothek von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
In einer besonderen Abteilung werden alle Anweisungen, Manuskripte und Notizen aufbewahrt, die Alfred Schütz als Entwurf für die Fertigstellung seines abschließend geplanten Hauptwerks über die ”Strukturen der Lebenswelt“ hinterließ und die Thomas Luckmann als Grundlage für die Ausarbeitung des Textes dienten. Sie sind so angeordnet, dass der Aufbau der daraus entstandenen zwei Bände der ”Strukturen der Lebenswelt“ auf der Grundlage des Schütz’schen Materials dokumentiert wird.
Schütz’ wissenschaftliches Interesse galt der Fundierung und Weiterführung einer von der verstehenden Soziologie Max Webers ausgehenden Sozialwissenschaft, um die er sich zunächst unter dem Einfluss Henri Bergsons, später in Anlehnung an Husserl bemühte. Durch sein Werk wurden die Grundlagen für einen der gegenwärtig wirksamsten handlungstheoretischen Ansätze in der Soziologie gelegt: die sog. ”phänomenologische Soziologie“.
Schütz’ gesamter wissenschaftlicher Nachlass ist auf Mikrofilm, in Kopien und teilweise im Original im Archiv verfügbar. Darüber hinaus hat das Archiv die ca. 3000 Bände umfassende Arbeitsbiblio¬thek von Schütz und seine Zeitschriftensammlung erworben. Die Originale des Nachlasses befinden sich in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library an der Yale University, New Haven, Connecticut. Die Ordnung und das Kopieren des Nachlasses wurde von der Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert. Die Mittel für den Erwerb der Zeitschriftensammlung wurden von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Konstanz zur Verfügung gestellt, die Mittel zum Erwerb der Bibliothek von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
In einer besonderen Abteilung werden alle Anweisungen, Manuskripte und Notizen aufbewahrt, die Alfred Schütz als Entwurf für die Fertigstellung seines abschließend geplanten Hauptwerks über die ”Strukturen der Lebenswelt“ hinterließ und die Thomas Luckmann als Grundlage für die Ausarbeitung des Textes dienten. Sie sind so angeordnet, dass der Aufbau der daraus entstandenen zwei Bände der ”Strukturen der Lebenswelt“ auf der Grundlage des Schütz’schen Materials dokumentiert wird.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 10:23 AM CEST