Friedrich Gottlieb Freiherr von Löwenstern, herzoglicher Oberrat und Hofgerichtsassessor sowie Rat und Hofmeister der jüngeren Herzoginwitwe (Magdalena Sybille?), verkauft an Hz. Eberhard Ludwig das adelige Erblehengut zu Kaltental mit allen Rechten, Gerechtigkeiten und Lasten, wie es 1696 von den Herren von Remchingen an ihn verkauft worden war, ebenso die 1697 von der herzoglichen Kastkellerei zum Gut Kaltental gebrachte ewige Gült von jährlich 25 Scheffel Dinkel, ferner das Meier- und Mühlenhaus mit gen. lebendem und totem Inventar und den Naturaleinkünften von Jakobi (25. Juli) an gemäß dem mit dem Bestandsmeier Johannes Rueffer errichteten 'Bestand' (Pachtbrief), um 10 000 fl RW (den Gulden zu 15 Batzen oder 60 kr gerechnet), davon 5 000 fl in bar und die auf die herrschaftliche Eisenfaktorei zu Königsbronn assignierte Restsumme zu gen. Raten. In den Kaufbrief werden u.a. folgende Bedingungen aufgenommen: Das Recht der Familie auf Kirchenstühle und Begräbnis in der Kirche zu Möhringen a.d. Fildern, die Ausbezahlung eines Schlüsselgeldes von 100 Talern oder 200 fl an Frau Loysa Gottliebe Freiin von Löwenstern geb. von Remchingen, den Verbleib des jetzigen Beständers auf dem Mühlenhaus, Hans Claus Martin, bis auf Georgii (23. Apr.) 1710 sowie der im Schloß wohnenden Personen bis auf Martini (11. Nov.) dieses Jahres und die Übernahme des Bestandsmeiers J. Rueffer.
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Friedrich Gottlieb Freiherr von Löwenstern, herzoglicher Oberrat und Hofgerichtsassessor sowie Rat und Hofmeister der jüngeren Herzoginwitwe (Magdalena Sybille?), verkauft an Hz. Eberhard Ludwig das adelige Erblehengut zu Kaltental mit allen Rechten, Gerechtigkeiten und Lasten, wie es 1696 von den Herren von Remchingen an ihn verkauft worden war, ebenso die 1697 von der herzoglichen Kastkellerei zum Gut Kaltental gebrachte ewige Gült von jährlich 25 Scheffel Dinkel, ferner das Meier- und Mühlenhaus mit gen. lebendem und totem Inventar und den Naturaleinkünften von Jakobi (25. Juli) an gemäß dem mit dem Bestandsmeier Johannes Rueffer errichteten 'Bestand' (Pachtbrief), um 10 000 fl RW (den Gulden zu 15 Batzen oder 60 kr gerechnet), davon 5 000 fl in bar und die auf die herrschaftliche Eisenfaktorei zu Königsbronn assignierte Restsumme zu gen. Raten. In den Kaufbrief werden u.a. folgende Bedingungen aufgenommen: Das Recht der Familie auf Kirchenstühle und Begräbnis in der Kirche zu Möhringen a.d. Fildern, die Ausbezahlung eines Schlüsselgeldes von 100 Talern oder 200 fl an Frau Loysa Gottliebe Freiin von Löwenstern geb. von Remchingen, den Verbleib des jetzigen Beständers auf dem Mühlenhaus, Hans Claus Martin, bis auf Georgii (23. Apr.) 1710 sowie der im Schloß wohnenden Personen bis auf Martini (11. Nov.) dieses Jahres und die Übernahme des Bestandsmeiers J. Rueffer.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 403 U 330
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 403 I Stuttgart W, Urkunden
Stuttgart W, Urkunden >> 1 Urkunden >> 1.2 Urkunden 1501-1734 (Bestand A 403 Nr. 1-414)
1709 Juli 18
Archiv Stuttgart W. Lade E. 35. Büschel
Urkunden
Löwenstern, Loysa Gottliebe Freiin von, geb. von Remchingen
Löwenstern; Friedrich Gottlieb Freiherr von
Martin, Hans Claus
Remchingen s. auch Löwenstern
Rueffer, Johannes
Württemberg, Magdalena Sibylla; Herzogin, geb. Landgräfin von Hessen, 1652-1712
Kaltental : Stuttgart S
Königsbronn HDH; Eisenfaktorei
Möhringen : Stuttgart S
Güterverkauf
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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- Stuttgart W, Urkunden (Archival holding)
- 1 Urkunden (Classification)
- 1.2 Urkunden 1501-1734 (Bestand A 403 Nr. 1-414) (Classification)