C 135 V Anerbengerichte im Regierungsbezirk Merseburg
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Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 02. Preußische Provinz Sachsen (1816 - 1944/45) >> 02.07. Gerichte und Justizbehörden >> 02.07.03. Institutionen im Regierungsbezirk Merseburg
Findhilfsmittel: Ablieferungsverzeichnisse 1992, 2018
Registraturbildner: Zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Blut- und Bodenpolitik in der Landwirtschaft wurde für Preußen bereits durch ein Gesetz vom 15. Mai 1933, endgültig dann durch das Reichserbhofgesetz vom 29. September 1933 ein neues sogenanntes Erbhofrecht in Kraft gesetzt. Erbfolge, testamentarische Vermächtnisse, Veräußerungen, Aufnahme von Hypotheken usw. unterlagen der Zustimmung der neu gebildeten Anerbengerichte, sobald der Bauer seinen Hof in die Erbhöferolle hatte eintragen lassen. Anerbengerichte wurden aufgrund des Gesetzes vom 15. Mai 1933 bei jedem Amtsgericht gebildet. Sie setzten sich aus einem Richter als Vorsitzendem und zwei Bauern als Beisitzern zusammen. Beschwerdeinstanz war das Landeserbhofgericht in Celle. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das nationalsozialistische Erbhofrecht beseitigt.
Bestandsinformationen: Die in der früheren Außenstelle Möckern des Landeshauptarchivs vorläufig verzeichneten Bestände der Anerbengerichte des Regierungsbezirkes Merseburg gelangten 1994 zuständigkeitshalber in das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (jetzt Abteilung Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt). Einige inzwischen aus anderen Beständen herausgelöste sowie die 2015 vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam übernommenen Archivalien wurden 2018 listenmäßig erfasst. Eine abschließende endarchivische Bearbeitung der Bestände steht noch aus.
Bestandsinhalt: Erbhöferollen und Erbhofakten.
Registraturbildner: Zur Durchsetzung der nationalsozialistischen Blut- und Bodenpolitik in der Landwirtschaft wurde für Preußen bereits durch ein Gesetz vom 15. Mai 1933, endgültig dann durch das Reichserbhofgesetz vom 29. September 1933 ein neues sogenanntes Erbhofrecht in Kraft gesetzt. Erbfolge, testamentarische Vermächtnisse, Veräußerungen, Aufnahme von Hypotheken usw. unterlagen der Zustimmung der neu gebildeten Anerbengerichte, sobald der Bauer seinen Hof in die Erbhöferolle hatte eintragen lassen. Anerbengerichte wurden aufgrund des Gesetzes vom 15. Mai 1933 bei jedem Amtsgericht gebildet. Sie setzten sich aus einem Richter als Vorsitzendem und zwei Bauern als Beisitzern zusammen. Beschwerdeinstanz war das Landeserbhofgericht in Celle. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das nationalsozialistische Erbhofrecht beseitigt.
Bestandsinformationen: Die in der früheren Außenstelle Möckern des Landeshauptarchivs vorläufig verzeichneten Bestände der Anerbengerichte des Regierungsbezirkes Merseburg gelangten 1994 zuständigkeitshalber in das neu gegründete Landesarchiv Merseburg (jetzt Abteilung Merseburg des Landesarchivs Sachsen-Anhalt). Einige inzwischen aus anderen Beständen herausgelöste sowie die 2015 vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam übernommenen Archivalien wurden 2018 listenmäßig erfasst. Eine abschließende endarchivische Bearbeitung der Bestände steht noch aus.
Bestandsinhalt: Erbhöferollen und Erbhofakten.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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