Kurfürst Philipp von der Pfalz quittiert als Vertreter seines Sohnes Pfalzgraf Philipp, Dompropst zu Mainz, dem Herzog Eberhard von Württemberg die Bezahlung von 6.000 Gulden. Hintergrund waren Meinungsverschiedenheiten über das Testament von [Eberhards Mutter] Mechthild, geborene Pfalzgräfin bei Rhein und Erzherzogin von Österreich. Nach Meinung des Kurfürsten hätte diese in ihrem letzten Willen und Testament dem jungen Philipp ein Drittel von ihren beiden Morgengaben zugesprochen, die sie von ihren Ehemännern Herzog Albrecht von Österreich und Graf Ludwig von Württemberg erhalten hatte. Nach Meinung Eberhards wäre dem nicht so gewesen. Schließlich hatte man sich auf die Zahlung der 6.000 Gulden geeinigt, womit alle Ansprüche des jungen Philipp abgegolten sein sollen. Kurfürst Philipp verspricht Herzog Eberhard, ihn und seine Erben schadlos zu halten, falls sein Sohn Philipp oder jemand in dessen Namen den Württemberger Herzog deswegen belangen würde. Kurfürst Philipp besiegelt öffentlich mit seinem fürstlichen Siegel.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz quittiert als Vertreter seines Sohnes Pfalzgraf Philipp, Dompropst zu Mainz, dem Herzog Eberhard von Württemberg die Bezahlung von 6.000 Gulden. Hintergrund waren Meinungsverschiedenheiten über das Testament von [Eberhards Mutter] Mechthild, geborene Pfalzgräfin bei Rhein und Erzherzogin von Österreich. Nach Meinung des Kurfürsten hätte diese in ihrem letzten Willen und Testament dem jungen Philipp ein Drittel von ihren beiden Morgengaben zugesprochen, die sie von ihren Ehemännern Herzog Albrecht von Österreich und Graf Ludwig von Württemberg erhalten hatte. Nach Meinung Eberhards wäre dem nicht so gewesen. Schließlich hatte man sich auf die Zahlung der 6.000 Gulden geeinigt, womit alle Ansprüche des jungen Philipp abgegolten sein sollen. Kurfürst Philipp verspricht Herzog Eberhard, ihn und seine Erben schadlos zu halten, falls sein Sohn Philipp oder jemand in dessen Namen den Württemberger Herzog deswegen belangen würde. Kurfürst Philipp besiegelt öffentlich mit seinem fürstlichen Siegel.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 820, 314
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1498 März 4 (uff den wyssen sontag zu latin genant invocavit)
fol. 374r-374v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (fürstliches Siegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (fürstliches Siegel)
Kopfregest: "Wie myn gnedigster herr hertzog Eberharten von Wirtenberg der sechs tusent gulden so hertzog Philipsen syner gnaden sone von der von Osterrich gesetzt worden sint qwitirt".
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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