Querulationis Auseinandersetzung um die Überlassung des Gutes Semlow
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(1) 0243
Rep. 29, Nr. 448
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.07. 1. Kläger G
(1746) 19.09.1746-02.11.1746
Kläger: (2) Rittmeister Daniel von Goeben und Kammerherr Georg Thomas von Goeben, Gebrüder (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Gebrüder und Vettern von Behr (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Adam Fabritius (A), Dr. Carl Christoph Gröning (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl. vom 19.09.1746 um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Hofgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 21.09. legen die Kl. am 13.10. ihren Schriftsatz vor. Das Hofgericht hatte wegen Rückgabe Semlows einen Vorbescheid auf einen sehr knappen Termin angesetzt, der den Kl.n nicht paßte. Sie baten umgehend um Verschiebung, konnen aber nicht verhindern, daß einige der Bekl. bereits nach Greifswald gereist waren. Als sie von der Verschiebung erfahren, bitten sie um Kostenerstattung über 74 Rtlr 20s. Das Hofgericht gesteht ihnen 50 Rtlr zu und weist die Kl. entsprechend an, die dagegen vor dem Hofgericht Rechtsmittel ergreifen. Dieses setzt die zu zahlende Summe auf 10 Rtlr fest, wogegen die Kl. an das Tribunal appellieren, da sie für die Kosten nicht zuständig sind. Das Tribunal weist den Fall am 28.10.1746 ab.
Instanzenzug: 1. Pommersches Hofgericht 1746 2. Pommersches Hofgericht 1746 3. Tribunal 1746
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Pommerschen Hofgerichts vom 10.08.1746; vom Stralsunder Notar Jonas Friedrich Schömann aufgenommene Appellation vom 20.08.1746; Kostenaufstellung der Bekl. im Hofgerichtsprozeß
Beklagter: Gebrüder und Vettern von Behr (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Adam Fabritius (A), Dr. Carl Christoph Gröning (P) Bekl.:
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl. vom 19.09.1746 um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Hofgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 21.09. legen die Kl. am 13.10. ihren Schriftsatz vor. Das Hofgericht hatte wegen Rückgabe Semlows einen Vorbescheid auf einen sehr knappen Termin angesetzt, der den Kl.n nicht paßte. Sie baten umgehend um Verschiebung, konnen aber nicht verhindern, daß einige der Bekl. bereits nach Greifswald gereist waren. Als sie von der Verschiebung erfahren, bitten sie um Kostenerstattung über 74 Rtlr 20s. Das Hofgericht gesteht ihnen 50 Rtlr zu und weist die Kl. entsprechend an, die dagegen vor dem Hofgericht Rechtsmittel ergreifen. Dieses setzt die zu zahlende Summe auf 10 Rtlr fest, wogegen die Kl. an das Tribunal appellieren, da sie für die Kosten nicht zuständig sind. Das Tribunal weist den Fall am 28.10.1746 ab.
Instanzenzug: 1. Pommersches Hofgericht 1746 2. Pommersches Hofgericht 1746 3. Tribunal 1746
Prozessbeilagen: (7) Urteil des Pommerschen Hofgerichts vom 10.08.1746; vom Stralsunder Notar Jonas Friedrich Schömann aufgenommene Appellation vom 20.08.1746; Kostenaufstellung der Bekl. im Hofgerichtsprozeß
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:29 AM CET